2025-04-02T15:12:16.030Z 1743789988644

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Maximilian Peschek hatte den SVV in die Kreisliga geführt.
Maximilian Peschek hatte den SVV in die Kreisliga geführt. – Foto: FuPa

Die Horrorbilanz und ihre Folgen: SV Vötting und Coach Peschek trennen sich

Fußball-Kreisliga

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Die Kreisliga-Fußballer des SV Vötting und Trainer Maximilian Peschek gehen getrennte Wege. Bis auf Weiteres soll der Spartenchef das Team in die Spur bringen.

Vötting – Es gibt Fußballer, die eng mit einem Verein verbunden sind – erst als Spieler und später als Funktionär oder Trainer. Maximilian Peschek (35) ist so ein Mann, der beim SV Vötting nicht wegzudenken ist. Allerdings: Seit Mitte vergangener Woche gehen der Coach und der Club vom Kiesweiher erst mal getrennte Wege. Wegen anhaltender sportlicher Probleme in der Kreisliga 2 beschlossen beide Seiten die einvernehmliche Trennung. Bis auf Weiteres hat Abteilungsleiter Jannis Göft-Michaelis das Kommando übernommen.

Zwölf Spieltage sind bisher absolviert – und die Sorgen in Vötting sind groß. Als einziges Team steht der SVV in der Kreisliga noch ohne Sieg da. Zudem hat die Mannschaft erst sieben Tore erzielt und ist mit 42 Gegentreffern die Schießbude der Liga. Die Bilanz eines Absteigers. Der Rückstand zur Relegationszone beträgt neun Zähler.

Das Ende einer insgesamt erfolgreichen Zeit

Dabei war die Liaison zwischen Peschek und dem SVV eine Erfolgsgeschichte. Mehr als zehn Jahre lenkte der 35-Jährige als Abteilungsleiter die Geschicke der Kicker, bevor er das Traineramt übernahm. 2023 kehrten die Freisinger unter seiner Regie in die Kreisliga zurück. Zunächst gefielen die Kiesweiherbuam dort mit erfrischendem Fußball und sorgten vor allem in der Hinrunde für mächtig Furore.

Jannis Göft-Michaelis hofft auf neue Impulse.
Jannis Göft-Michaelis hofft auf neue Impulse. – Foto: FuPa

Doch bereits in der Rückrunde begannen die Probleme. Im Sommer folgte ein kleiner personeller Umbruch, zudem fehlen aktuell wichtige Stützen des Teams aufgrund von Verletzungen. „Wir haben jetzt nicht zwingend die Reißleine gezogen“, berichtet Abteilungsleiter Jannis Göft-Michaelis. „Aber wir haben ein vertrauensvolles Gespräch geführt.“ Ergebnis: Vötting will die laufende Saison nicht herschenken und keinesfalls vorzeitig das Handtuch werfen. „Dennoch ist ein negativer Strudel da“, sagt Göft-Michaelis. „Wir hoffen jetzt auf neue Impulse.“

Trainerkandidaten würde der Markt durchaus hergeben

Auch der Spartenchef sieht allerdings, dass in dieser Saison eine Menge zusammengekommen ist: die zahlreichen Verletzten, der Umbruch, „und außerdem wird aktuell jeder Fehler bestraft und wir verlieren oft unglücklich“. Immerhin: Am Freitagabend, bereits ohne Maximilian Peschek auf der Trainerbank, gelang den Vöttingern ein 1:1 in Finsing.

Wer nun übernehmen soll, steht noch nicht fest. Bis auf Weiteres, wohl bis zum Winter, hat der 31-jährige Göft-Michaelis kommissarisch den Trainerposten inne, bis dahin soll in aller Ruhe ein geeigneter Coach gesucht werden. Kandidaten würde der Markt aktuell hergeben. Thomas Zellermeyr etwa, der lange den SV Marzling trainiert hatte, wurde vor kurzem beim Liga-Konkurrenten FC Eitting freigestellt. Matthias Spanrad

Aufrufe: 023.10.2024, 03:00 Uhr
Matthias SpanradAutor