2024-05-29T06:38:12.186Z

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Im Bezirksliga-Abstiegskampf wird mit intensiven Duellen zu rechnen sein, wie hier zwischen der SpVgg. Untermünstertal und der SG Nordweil/Wagenstadt.
Im Bezirksliga-Abstiegskampf wird mit intensiven Duellen zu rechnen sein, wie hier zwischen der SpVgg. Untermünstertal und der SG Nordweil/Wagenstadt. – Foto: Siegbert Hensle

Die Bezirksliga vor dem Frühjahrsauftakt, Teil 1

Den Abstiegskandidaten steht eine intensive Rückrunde bevor +++ Einzig SV Kirchzarten ist deutlich abgeschlagen

Am Wochenende startet die Bezirksliga Freiburg aus der Winterpause, und damit beginnt für knapp die Hälfte der Mannschaften wieder der Kampf gegen den Abstieg. Vom elften Rang abwärts darf sich kein Team zu sicher fühlen.

Bereits am vergangenen Wochenende war die SG Prechtal/Oberprechtal im Einsatz und landete in Glottertal einen 3:2-Erfolg. Die Mannschaft von Martin Schill hat damit den elften Platz gefestigt und das Polster auf den ersten potenziellen Abstiegsrang – Platz 13 – um sechs Punkte auf insgesamt 22 verstärkt. „Oberste Priorität hat für uns, weiter Abstand zum 13. Platz zu gewinnen und näher ans Mittelfeld zu rücken“, sagt Trainer Martin Schill. Der gefährlichste Gegner sei die aktuelle Grippewelle, die bereits in der Vorbereitung ihre Spuren hinterlassen hat.

Auf dem sicheren zwölften Rang steht derzeit der SV Biengen. Trainer Angelo Saggiomo hatte in der Winterpause die Aufgabe, vier Neuzugänge in die Mannschaft zu integrieren. Aus Pfaffenweiler ist der 19-jährige Julian Günther zum SVB gestoßen, vom FV Sasbach kam Rino Saggiomo hinzu, und vom Landesligisten FV Herbolzheim hat sich Kazbek Ulubiev den Gelbschwarzen angeschlossen. Der namhafteste Neuzugang ist Erich Sautner vom Oberligisten FC Denzlingen. „Alle haben super eingeschlagen“, erklärt Angelo Saggiomo, „und für viel Zug im Training gesorgt.“ Mit der Vorbereitung und den Testspielen ist er weitgehend zufrieden, und er rechnet mit guten Chancen im Abstiegskampf, „weil wir eine starke Truppe haben“. Der SV Biengen steht mit 18 Zählern zwei Punkte „überm Strich“ und hat es somit in der eigenen Hand. „Wir hoffen, in den ersten Spielen gleich ordentlich Punkte zu sammeln und so früh wie möglich den Klassenerhalt zu feiern“, sagt Saggiomo. „Ein Sieg zum Auftakt gegen Endingen wäre gleich ein Big Point.“

Denn der Tabellenvierzehnte SV Endingen könnte mit einem Auswärtserfolg nach Punkten mit den Biengenern gleichziehen. Das wäre ganz im Sinne des neuen Spielertrainer-Teams der Kaiserstühler, Florian Metzinger und Stipe Malenica. Das Duo kann auf eine Vielzahl von Spielern zurückgreifen, die in der Vorrunde verletzungsbedingt nicht zur Verfügung gestanden hatten. „Das gibt uns viel mehr Möglichkeiten in der Aufstellung“, sagt Metzinger, der auf eine annehmbare Vorbereitung zurückblickt. „Die Jungs haben alle mitgezogen, wir hatten eine hohe Trainingsbeteiligung. In den Testspielen gab es zwar schwankende Leistungen, aber wir haben kein Spiel verloren.“ Im Rennen um den Klassenerhalt schreibt er seiner Mannschaft gute Chancen zu: „Jeder muss alles dafür tun, damit wir die Klasse zu halten. Es sind noch genug Spiele und damit genug Punkte zu holen.“

Bei der SG Nordweil/Wagenstadt, ihres Zeichens Tabellenfünfzehnter mit 13 Punkten, haben kürzlich die Spielertrainer Philipp Hensle und Jonas Bühler ihr Engagement für die kommende Saison verlängert. In der Rückrunde können die Bleichtäler wieder auf Nico Levis und Noah Herrmann zurückgreifen, die ihre Verletzungen auskuriert haben. Hensle legte in der Wintervorbereitung Wert darauf, der Mannschaft neuen Optimismus mit auf den Weg zu geben: „Die Nackenschläge in der Hinrunde gingen schon ans Selbstbewusstsein. In der Vorbereitung haben wir den Grundstein für die Physis, aber auch für das Mindset einer Mannschaft gelegt, die etwas reißen will. Ich bin überzeugt von der Mannschaft. Jeder zieht mit, alle ziehen an einem Strang. Wir werden viel Power entwickeln und gleich mit dem Punkten loslegen.“ Am Sonntag erwartet die SG den Tabellensiebten Reute.

Schon ein wenig abgeschlagen scheint der Ex-Landesligist SpVgg. Untermünstertal. Die Mannschaft von Angelo Pflug ist Vorletzter und muss zum sicheren Ufer acht Punkte Rückstand überbrücken. Keine leichte, aber freilich auch keine unmögliche Aufgabe! Am Freitagabend (19.30 Uhr) empfangen die „Täler“ den FC Bad Krozingen zum Derby und wollen mit einem Sieg die Aufholjagd starten. Für das Schlusslicht SV Kirchzarten, das nach 18 Spielen erst einen Punkt auf dem Konto hat, geht es wohl nur noch darum, sich mit Anstand aus der Liga zu verabschieden. Am Sonntag geht es zum FC Freiburg-St. Georgen.

Und der aktuelle Tabellendreizehnte? Für die SG Ihringen/Wasenweiler beginnt der „Ernst des Lebens“ erst kommende Woche; turnusgemäß haben die Kaiserstühler am Wochenende spielfrei. „Unsere Vorbereitung lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, räumt Trainer Dennis Klossek ein. „Wir hatten drei Testspiele, und die haben wir alle verloren und dabei sehr viele Gegentore bekommen.“ Er erwartet, dass sich die Mannschaft im regulären Spielbetrieb wieder steigert und dort anknüpft, wo sie vor der Winterpause aufgehört hatte. „Ich bin guter Dinge“, so Klossek. „Wenn die Jungs Bock haben und Gas geben, können wir noch viel erreichen. Es liegt einzig an uns selbst.“ Ein schwerer Verlust ist Torsten Schätzle, der noch aus der Vorrunde eine Verletzung des Unterarms mit sich herumträgt und wohl für ein halbes Jahr ausfallen wird.

Morgen: Die Bezirksliga vor dem Frühjahrsauftakt, Teil 2 – Die Aufstiegsaspiranten

Aufrufe: 07.3.2024, 21:30 Uhr
Jürg Schmidt (BZ)Autor