
Der FC Bayern Alzenau ist ein besonderer Klub. Sie tragen zwar den Freistaat für jedermann gut erkennbar im Namen, mischen aber seit mittlerweile über 30 Jahren im hessischen Fußball mit. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga haben sie nun wieder ein Alleinstellungsmerkmal inne: Die Alzenauer aus dem unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg sind der einzige Vertreter aus Bayern, der in der Südwest-Staffel an den Start geht.
Schön war`s, aber abgehakt, jetzt gilt der Fokus der Liga, die für einen Verein wie den FC Bayern Alzenau nach wie vor eine große Herausforderung ist. "Das wird nicht nur sportlich sehr schwer für uns. Die Regionalliga fordert uns als Verein in außerordentlicher Art und Weise", weiß Trageser aus eigener Erfahrung, was auf seinen Klub zukommt. "Genau durch die Regionalliga verläuft im deutschen Fußball die Grenze zwischen Amateur- und Profibereich. Da stehen sich quasi zwei Welten gegenüber. Auf der einen Seite Profiklubs, die hoch wollen. Auf der anderen Seite Amateurvereine, die aus strukturellen Gründen an ihre Grenzen stoßen und für die es einzig und allein um den Klassenerhalt geht."
Zum Saisonstart empfangen die Alzenauer am Samstag den TSV Schott Mainz zum Aufsteigerduell - gleich eine richtungweisende Partie, geht es nach Andreas Trageser: "Ich gehe davon aus, dass beide Teams um den Klassenerhalt kämpfen werden. Deshalb ist das gleich ein richtig wichtiges Spiel." In Sachen Titelfavoriten hat der Alzenauer Klubchef die Kickers aus Offenbach, aber auch Hessen Kassel auf dem Zettel. Dem SV Sandhausen traut Trageser prinzipiell auch einiges zu, eingedenk des großen Umbruchs ist der Absteiger aus der 3. Liga aber noch schwer einzuschätzen. Für seinen FC Bayern wäre der Klassenerhalt ein riesiger Erfolg - gleichzusetzen mit dem Aufstieg in der vergangenen Saison...