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Die Bayern kommen! Alzenau & die Grenzerfahrung Regionalliga Südwest

Die Unterfranken sind der einzige Vertreter aus dem Freistaat in der Südwest-Staffel +++ Saisonstart am Samstag gegen Schott Mainz

von Mathias Willmerdinger · 31.07.2025, 09:45 Uhr · 0 Leser
Die Gegner piesacken, wie hier im Test gegen Bundesligist Mainz 05, wollen die Alzenauer Kicker in der Regionalliga Südwest.
Die Gegner piesacken, wie hier im Test gegen Bundesligist Mainz 05, wollen die Alzenauer Kicker in der Regionalliga Südwest. – Foto: Julien Christ / sportfotografi

Der FC Bayern Alzenau ist ein besonderer Klub. Sie tragen zwar den Freistaat für jedermann gut erkennbar im Namen, mischen aber seit mittlerweile über 30 Jahren im hessischen Fußball mit. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga haben sie nun wieder ein Alleinstellungsmerkmal inne: Die Alzenauer aus dem unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg sind der einzige Vertreter aus Bayern, der in der Südwest-Staffel an den Start geht.


Nach dem geschafften Aufstieg Ende Mai haben es die Alzenauer ordentlich krachen lassen. Ausnahmezustand war angesagt rund um das schmucke Stadion am Prischoß. Mittlerweile ist die Partystimmung natürlich längst abgeebbt, die Alzenauer haben sich in einer anstrengenden Vorbereitung für eine harte Saison in der Regionalliga Südwest gewappnet. "Die Freude ist schon groß, keine Frage. Aber wir gehen die Sache auch nicht blauäugig an. Wir wissen, dass es vom ersten Spieltag an ein sportlicher Überlebenskampf werden wird", meint der erste Vorsitzende Andreas Trageser. Höhepunkt der Vorbereitung war das Duell mit dem Bundesligisten Mainz 05 zuhause vor fast 1.500 Zuschauern. "Es hat Spaß gemacht, die Atmosphäre war gut", so Trageser.

Schön war`s, aber abgehakt, jetzt gilt der Fokus der Liga, die für einen Verein wie den FC Bayern Alzenau nach wie vor eine große Herausforderung ist. "Das wird nicht nur sportlich sehr schwer für uns. Die Regionalliga fordert uns als Verein in außerordentlicher Art und Weise", weiß Trageser aus eigener Erfahrung, was auf seinen Klub zukommt. "Genau durch die Regionalliga verläuft im deutschen Fußball die Grenze zwischen Amateur- und Profibereich. Da stehen sich quasi zwei Welten gegenüber. Auf der einen Seite Profiklubs, die hoch wollen. Auf der anderen Seite Amateurvereine, die aus strukturellen Gründen an ihre Grenzen stoßen und für die es einzig und allein um den Klassenerhalt geht."

Zum Saisonstart empfangen die Alzenauer am Samstag den TSV Schott Mainz zum Aufsteigerduell - gleich eine richtungweisende Partie, geht es nach Andreas Trageser: "Ich gehe davon aus, dass beide Teams um den Klassenerhalt kämpfen werden. Deshalb ist das gleich ein richtig wichtiges Spiel." In Sachen Titelfavoriten hat der Alzenauer Klubchef die Kickers aus Offenbach, aber auch Hessen Kassel auf dem Zettel. Dem SV Sandhausen traut Trageser prinzipiell auch einiges zu, eingedenk des großen Umbruchs ist der Absteiger aus der 3. Liga aber noch schwer einzuschätzen. Für seinen FC Bayern wäre der Klassenerhalt ein riesiger Erfolg - gleichzusetzen mit dem Aufstieg in der vergangenen Saison...