Dicke Bretter für Weiden & Ammerthal – Fortunas offene Rechnung
Bayernliga Nord, 18. Spieltag: Gebenbach nimmt Schlusslicht Karlburg nicht auf die leichte Schulter +++ Bezirksduelle in Regensburg und Neumarkt +++ Freitagabend in Ammerthal: Topteam ATSV Erlangen kommt
Die Bayernliga Nord startet in die Rückrunde! Bei den oberpfälzer Vertretern fällt die Zwischenbilanz sicherlich recht unterschiedlich bzw. mehrschichtig aus. Vor allem Fortuna Regensburg, Weiden und Gebenbach haben schließlich verschiedene Phasen erlebt in der zu Ende gegangenen Hinserie. Und in Cham und Ammerthal gab es ergebnismäßig ein Auf und Ab. Eine Sache ist mit dem Start der zweiten Saisonhälfte aber gewiss: „Rückschlüsse aus den jeweiligen Hinrunden-Partien lassen sich auf die Rückrunden-Begegnungen nur bedingt ziehen, weil sich jede Mannschaft über die Zeit weiterentwickelt“, spricht Christoph Jank von Jahn Regensburg II seinen Trainerkollegen aus der Seele.
Bereits am Freitag steht die DJK Ammerthal vor einer hohen Hürde, wenn sie unter Flutlicht den Tabellenzweiten ATSV Erlangen begrüßt. Eine ähnlich schwere Aufgabe wartet auf die SpVgg SV Weiden. Die Riester-Elf reist am Samstag zum Herbstmeister VfB Eichstätt. Wegen Krankheit personell angezwickt ist Fortuna Regensburg, die sich fürs Heimspiel gegen den ASV Cham dennoch einiges vorgenommen hat. Ein weiteres Oberpfalzduell steigt zwischen dem ASV Neumarkt und dem unter Druck stehenden SSV Jahn II. Unterdessen will die DJK Gebenbach ihren Aufwärtstrend gegen den Tabellenletzten TSV Karlburg fortsetzen.
Fr., 25.10.2024, 17:00 Uhr
Hinspiel: 2:3. Eine Viertelstunde „killte“ die Ammerthaler Elf letztes Wochenende. Unkonzentriert fing sie sich kurz hintereinander drei Gegentore vom SSV Jahn II – eine Hypothek, die in der zweiten Halbzeit nicht mehr zu kitten war. 1:4 hieß es am Ende aus Sicht der DJK (13., 19). Seit nun drei Spielen warten Sommerer, Peric und Kameraden auf einen Sieg und hoffen im morgigen Flutlicht-Heimspiel gegen Topteam ATSV Erlangen (2., 36) umso mehr auf einen positiven Rückrundenauftakt. „Natürlich gab es nach der verdienten Niederlage in Regensburg keine Freudensprünge unter der Woche“, sagt Ammerthals Coach Serdal Gündogan vor der Partie, „Allerdings lag der Fokus schon wieder ziemlich schnell auf unserem Rückrundenstart.“ Die Gäste aus Mittelfranken rangieren aktuell punktgleich mit Spitzenreiter Eichstätt auf Platz 2 und kommen vor allem über ihre starke Defensive. Dass hier die Erlanger Stärke in dieser Spielzeit liegt, wurde bei den vergangenen Auftritten gegen Eltersdorf (0:0) und Münchberg (1:0) wieder einmal deutlich. „Der ATSV geht nach einer starken Hinrunde als Favorit ins Spiel und wird alles daran setzen, dem gerecht zu werden“, weiß Gündogan um die Schwere der Aufgabe. Gleichzeitig hat er die Hinspielniederlage noch im Kopf: „Wir wollen eine bessere Leistung zeigen als in der Hinrunde, um wieder zu punkten.“ Für dieses Vorhaben müssen die Hausherren weiterhin auf das verletzte Spielertrio Fabian Helleder, Mario Plott und Fabio Pirner verzichten.
Sa., 26.10.2024, 12:00 Uhr
Hinspiel: 1:2. An den kommenden Gegner hat die SpVgg SV Weiden (8., 25) beste Erinnerungen! Der Heimtriumph über Titelaspirant Eichstätt war am 1. Spieltag ein Coup des Aufsteigers, der seinerzeit „sehr nah am perfekten Spiel“ war, wie es Cheftrainer Michael Riester im Anschluss formulierte. Drei Monate später haben sich die Vorzeichen im Grunde kaum verändert: Der VfB, der sich mit 36 Zählern zum Herbstmeister kürte, geht klar favorisiert in das Duell mit den Oberpfälzern. Für die Rühl-Truppe zählt eigentlich nur ein Heimsieg. Riester geht von einer ganz anderen Aufgabe als noch im Juli aus. Weshalb? „Ich glaube, Eichstätt hat uns damals unterschätzt. Auch die Tatsache, dass es zu Beginn der Saison war und sie noch nicht so eingespielt waren, wird uns diesmal beides nicht mehr passieren. Daher stellen wir uns auf ein komplett anderes Spiel ein, in dem die Trauben noch höher hängen als im Heimspiel“, erklärt der 42-Jährige. Überdies sieht es bei Weiden auch personell weniger rosig aus als beim letzten Duell mit Eichstätt. So schlagen sich Tizian Mittereder und Josef Rodler seit dem Abtswind-Spiel beide mit einem Bänderriss im Sprunggelenk herum und Sturmtalent Julian Kiener zog sich beim letzten Spiel gegen Karlburg (5:1) einen Schlüsselbeinbruch zu. Bei Stratege Martin Fillo entscheidet sich ein möglicher Einsatz erst am Spieltag. Zudem stehen Lang, Hügel und Bytomski weiter auf der Verletztenliste. „Wir gehen jetzt in die entscheidende Phase der Saison. Die kommenden vier Spiele könnten mit Eichstätt, Ingolstadt, Fortuna Regensburg und Eltersdorf schwieriger nicht sein“, blickt Riester voraus.
Sa., 26.10.2024, 13:00 Uhr
Hinspiel: 2:5. „Wir haben eine offene Rechnung aus der Hinrunde“: Natürlich haben Arber Morina, Übungsleiter des SV Fortuna (5., 29), und seine Schützlinge die 2:5-Schlappe vom Saisonauftakt noch lebhaft vor Augen. Hintenraus schwammen den Regensburgern die Felle davon. Diesmal will es Fortuna vor dem eigenen Publikum besser machen gegen den Oberpfalzrivalen ASV Cham (11., 21). „Sie haben aus den letzten drei Spielen fünf Punkte geholt, sind wieder im Aufwärtstrend. Cham ist von Haus aus eine sehr gut organisierte Mannschaft und ihr Trainer Faruk Maloku hat immer gute Pläne gegen jeden Gegner. Es wird wieder ganz schwer, Cham vor Aufgaben zu stellen. Nichtsdestotrotz haben auch wir einen guten Lauf – woran die letzten zwei Unentschieden nichts geändert haben. Ich hoffe, dass wir die sportliche Revanche begleichen können. Wir wollen positiv in die Rückrunde starten und im Flow bleiben“, gibt Morina die Marschroute vor. Personell ist die Situation beim Gastgeber angespannt. Eine Krankheitswelle schwappt seit zwei Wochen über die Isarstraße. Phil Bockes ist wieder ins Training eingestiegen und könnte eine Option sein. Dafür haben Lucas Altenstrasser, Steven Rank, Lukas da Silva-Freundorfer und Fabian Ziegler krankheitsbedingt in dieser Woche alle noch nicht trainiert. Ihr Einsatz entscheidet sich kurzfristig. Morina dazu: „Wir haben einen großen Kader. Jetzt können die anderen Spieler Werbung in eigener Sache betreiben. Ich hoffe, das machen sie und packen die Chance am Schopf. Da ist jeder einzelne gefordert.“
Genau wie die Heimelf sammelten auch die Chamer aus den letzten drei Spielen fünf Punkte. Das jüngste 1:1-Unentschieden bei Ingolstadt II war durchaus achtbar. Entsprechend motiviert reist das Team um Kapitän Marco Pfab in die Bezirkshauptstadt. Mit der Aufgabe vom Juli möchte ASV-Trainer Faruk Maloku keinen Vergleich mehr ziehen. „Wir treffen auf die Mannschaft der Stunde. Die Fortuna hat sich unter Arber Morina stark weiterentwickelt. Die aktuelle Serie von 13 ungeschlagenen Spielen, die Serie von acht Siegen am Stück, mit Abstand die stärkste Offensive der Liga, etliche Kantersiege gegen namhafte Gegner eingefahren, seit fast drei Monaten kein Spiel mehr verloren – das alles ist schon sehr beeindruckend. Entsprechend selbstbewusst treten sie auf“, schickt Maloku anerkennende Worte nach Regensburg. Dementsprechend müsse man auf der Hut sein und hellwach und voll fokussiert auftreten. „Die Offensivqualität von Fortuna wird uns alles abverlangen. Einige Mannschaften wurden von deren Offensivpower heftig überrollt und sind komplett untergegangen. Das ist Warnung genug! Wir müssen uns voll ins Zeug legen, brauchen eine richtig starke Tagesform und jeder meiner Spieler muss alles auf dem Platz lassen“, warnt Maloku, der lediglich auf Simon Haimerl und Maximilian Bauer verzichten muss.
Sa., 26.10.2024, 13:00 Uhr
Hinspiel: 1:1. Die Jungs vom Urspringer Weg sind im Aufwand! Der neue Chefcoach Markus Kipry hat offensichtlich an den richtigen Hebeln angesetzt, jedenfalls ist die Mannschaft seit seiner Amtsübernahme immer noch unbesiegt (4/1/0). Ob dieser Aufwärtstrend allein an der Veränderung auf der Trainerposition festzumachen ist, sei natürlich dahingestellt. Fest steht jedoch: Verglichen mit dem ersten Saisondrittel hat sich die DJK Gebenbach (14., 18) deutlichst stabilisiert – speziell in der Defensivarbeit. Beim 2:1-Erfolg in Eltersdorf unter der Woche verteidigten Vogl, Scherm und Co. im Kollektiv herausragend. Ähnliches will Kipry auch im Heimmatch gegen Tabellenschlusslicht TSV Karlburg (18., 6) sehen. „Das ist gegenüber Eltersdorf eigentlich das schwierigere Spiel: Viele von uns erwarten, dass wir das Spiel gewinnen werden. Aber so einfach ist es leider nicht“, mahnt Gebenbachs Trainer eindringlich davor, den Gegner am Tabellenstand zu messen. „Wenn wir das tun, werden wir eine ganz böse Überraschung erleben. Erneut müssen wir an unsere Grenzen gehen und alles in die Waagschale werfen. Zudem müssen wir gut verteidigen und extrem diszipliniert und vielleicht auch geduldig sein, damit wir die drei Punkte in Gebenbach behalten“, lauten Kiprys Forderungen. Der Gebenbacher Kader bleibt gegenüber Dienstag unverändert.
Sa., 26.10.2024, 13:00 Uhr Hinspiel: 1:0. Mit Unterstützung der Zweitligaprofis Ochojski und Eisenhuth gelang dem SSV Jahn II (16., 13) zuletzt ein ungemein wichtiger 4:1-Heimsieg gegen Ammerthal. Eine
„tolle Teamleistung“ stellte Regensburgs Chefanweiser Christoph Jank anschließend heraus. Nur drei Siege in der gesamten Hinrunde (3/4/10) ist aber natürlich überhaupt nicht das, was man sich am Kaulbachweg vorgestellt hatte. Dementsprechend gilt es in der zweiten Saisonhälfte die Zügel anzuziehen, um den Klassenerhalt noch zu realisieren. Zum Rückrundenauftakt geht's in den Nachbarlandkreis zum ASV Neumarkt (7., 28) – wo die Domstädter unbedingt gewinnen wollen.
„Unsere Absicht gegen Neumarkt ist es, drei Punkte nach Regensburg mitzunehmen. Wir wollen dies mit Entschlossenheit, Mut und mit hoher Intensität erreichen“, gibt Jank die Zielsetzung für diese Auswärtspartie aus. Die knappe Hinspielniederlage spiele dabei keine Rolle mehr. Denn für Jank ist klar:
„Rückschlüsse aus den jeweiligen Hinrunden-Partien lassen sich aus meiner Sicht auf die Rückrunden-Begegnungen nur bedingt ziehen, weil sich jede Mannschaft über die Zeit weiterentwickelt.“ Die Ausfallliste der Jahn-U21 umfasst Adrian Nagel, Alexander Nittnaus, Leon Rudenko, Henrik Heid und Korbinian Stütz. Keine personellen Sorgen haben hingegen die Neumarkter.