In Köfering wird der Nachfolger von Stefan Buchner gesucht. Jener steht als Spieler weiterhin zur Verfügung.
In Köfering wird der Nachfolger von Stefan Buchner gesucht. Jener steht als Spieler weiterhin zur Verfügung. – Foto: Schmautz

Der SSV Köfering ist auf Trainersuche

Wie vereinbart, beendet Stefan Buchner zur Winterpause sein Engagement - Die Suche nach einem passenden Kandidaten ist im Winter natürlich besonders schwer

Die beiden Abteilungsleiter Philipp Kaindl und Thomas Karwot sondieren bereits eifrig den Trainermarkt. „Zuerst einmal möchten wir uns bei Stefan Buchner dafür bedanken, dass er die Aufgabe übernommen und tolle Arbeit geleistet hat“, so Karwort, der erklärt: „Bis jetzt war der richtige Nachfolger noch nicht dabei. In der Winterpause ist es natürlich besonders schwer, einen passenden Trainer zu finden. Wer einen Tipp oder selbst Interesse hat, darf sich gerne bei uns melden. Wir stehen vielen Lösungen aufgeschlossen gegenüber.“

Nach vier intensiven Jahren verabschiedete sich im Sommer Spielertrainer Perparim Lushi und pausiert seither seine Karriere. Als die Verantwortlichen Schwierigkeiten hatten, in der kurzen Zeit einen geeigneten Nachfolger zu finden, trat man an Stefan Buchner heran. Der langjährige Leistungsträger und Kapitän des SSV, der zudem für den Bezirksligisten FC Thalmassing aufgelaufen war, wurde gefragt, ob er es sich vorstellen könnte, das Traineramt zu übernehmen. Der inzwischen 30-Jährige sagte bis zur Winterpause zu. Nun übergibt er den Staffelstab an einen noch unbekannten Nachfolger. Nun stellte sich Stefan Buchner unseren Fragen.

Herr Buchner, warum legen Sie Ihr Amt nieder?

Stefan Buchner: Bereits bei meinem Antritt habe ich gesagt, dass ich das Spielertraineramt interimsweise bis zur Winterpause übernehmen werde. Ich stand zu meinem Wort. Nun haben die Verantwortlichen Philipp Kaindl und Thomas Karwot die nötige Zeit, um einen geeigneten Trainer zu finden und zu verpflichten. Mein Dank gilt Patrick Ovari und Thomas Kaindl, die mich als Co-Trainer vorbildlich unterstützt haben.

Zur Winterpause hat der SSV 17 Zähler auf dem Konto. Sind Sie mit der Bilanz zufrieden?

Buchner: Uns war bereits im Sommer klar, dass mit Spielertrainer Perparim „Beppo“ Lushi und Daniel Schäffer, der zum SV Donaustauf II gewechselt ist, zwei Leistungsträger nicht mehr mit dabei sein würden. Dennoch starteten wir sogar besser als erhofft in die Saison. Fünf der ersten sieben Spielen konnten wir gewinnen. Dann folgten allerdings sieben sieglose Partien, in denen wir nur noch zwei Punkte einfahren konnten. Insgesamt können wir mit der bisherigen Ausbeute nicht zufrieden sein. Man muss klar und deutlich sagen, dass wir etwas hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben sind.

Was sind die Gründe dafür?

Buchner: In einigen Spielen hatten wir das nötige Matchglück nicht auf unserer Seite. Zudem mussten wir unglaublich viele Ausfälle hinnehmen. Gegipfelt hatte dies im Auswärtsspiel gegen Hofdorf, als ein Dutzend Spieler, die mindestens einmal in der Startformation gestanden haben, auf einmal ausgefallen sind. Zum Glück ist der Kader in der Breite sehr gut aufgestellt, ansonsten hätten wir zu dieser Zeit ziemlich sicher Spiele absagen müssen. Leider konnten wir durch das immense Verletzungspech allerdings kein einziges Mal die gleiche Startformation wie in der Vorwoche aufbieten, mussten immer wieder Kompromisse finden und Umstellungen vornehmen. Die Mannschaft war dadurch nicht eingespielt, Automatismen konnten sich nicht einschleifen und man verlor so auch gegen vermeintlich schwächere Gegner. Zudem fehlte uns in einigen Spielen in der Offensive die Durchschlagskraft: Mit 23 erzielten Treffern stellen wir die drittschwächste Offensive. Erwähnenswert hierbei ist, dass wir 14 verschiedene Torschützen hatten, jedoch niemand mehr als drei Tore erzielen konnte.

Wie geht es mit Ihnen weiter?

Buchner: Ich habe mich am neunten Spieltag etwas schwerer verletzt, mir das Innenband angerissen und falle seitdem aus. Diese Woche habe ich mit dem Lauftraining begonnen, möchte fit in die Wintervorbereitung einsteigen und meinen Mann als Spieler stehen. Ich bin motiviert und heiß auf die Restrückrunde. Wir wollen zeigen, dass der gute Saisonstart kein Zufall war. Die Mannschaft hat Potenzial. Wenn wir halbwegs verletzungsfrei bleiben, können wir es in der Liga jeder Mannschaft schwer machen.

Können Sie sich vorstellen, in Zukunft wieder als Trainer zu arbeiten?

Buchner: Als Spielertrainer eher nicht. Seit meiner Verletzung konnte ich mich voll auf meine Aufgabe als Trainer konzentrieren. Ich habe gemerkt, dass ich mich in dieser Rolle sehr wohl fühle, Spaß an der Aufgabe hatte. Mit meinen 30 Jahren fühle ich mich noch sehr fit, aber in ein paar Jahren kann ich es mir durchaus vorstellen, wieder eine interessante Aufgabe als Trainer zu übernehmen. In den kommenden Jahren werde ich den Fokus aber voll auf das Spielerdasein legen.

Aufrufe: 018.11.2022, 12:59 Uhr
Markus SchmautzAutor