2026-04-28T04:45:54.822Z

Allgemeines

Der sportliche Gedanke wäre ad absurdum geführt

Die Würzburger Kickers bekommen wahrscheinlich die Aufstiegschance kampflos überreicht

von Mathias Willmerdinger · Heute, 09:00 Uhr · 0 Leser
Können sich ab sofort wohl auf die Aufstiegsspiele vorbereiten: Kickers-Coach Michael Schiele (li.) und Sturmkante Tarsis Bonga.
Können sich ab sofort wohl auf die Aufstiegsspiele vorbereiten: Kickers-Coach Michael Schiele (li.) und Sturmkante Tarsis Bonga. – Foto: Sportfoto Zink / Melanie Zink

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Die SpVgg Unterhaching verzichtet auf den Aufstieg in die 3. Liga - das will der für gewöhnlich sehr gut informierte "Münchner Merkur" aus dem näheren Umfeld der Vorstädter erfahren haben! Offiziell dazu geäußert hat sich die SpVgg bisher noch nicht, aber man darf sich sicher sein, dass sich der "Merkur" wahrscheinlich eher dreifach als nur doppelt abgesichert hat, bevor mit einer solch weitreichenden Meldung an die Öffentlichkeit gegangen wird. Damit ist auch klar: Die Würzburger Kickers werden ziemlich sicher in die Aufstiegsspiele zur 3. Liga gehen.

Schade für die Fans der Regionalliga Bayern, denn der sportliche Gedanke wird damit ad absurdum geführt. Zur Erinnerung: Bereits der 1. FC Nürnberg hat in Sachen Aufstieg in die 3. Liga frühzeitig abgewunken. Die "Cluberer" sehen ihre U23 weiterhin am besten in der Regionalliga Bayern aufgehoben. Zudem wäre es aus finanzieller Sicht für den FCN schlicht nicht lohnenswert gewesen, neben den Profis in der 2. Liga noch eine Mannschaft in der 3. Liga zu haben.

Aus einem Herzschlagfinale um den Titel und den Aufstiegs-Relegationsplatz wird also nun in den verbleibenden drei Saisonspielen ein Dreikampf um die goldene Ananas. Denn durch das Verzichten in Unterhaching und Nürnberg geht die Aufstiegschance kampflos an die Würzburger Kickers. Schade ebenfalls, dass es damit auch nicht zum mit Spannung erwarteten Duell um den Aufstiegsplatz kommt. Denn am vorletzten Spieltag (09.05.) wären die Kickers und Unterhaching im direkten Schlagabtausch aufeinander getroffen. Auch diese Partie wird nun nahezu zur Bedeutungslosigkeit degradiert. Champions League der Amateure? Von wegen! Vor dem großen Showdown marginalisiert sich die Regionalliga Bayern selbst - und das ist natürlich gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um die Reformierung der Regionalligen viel Wasser auf die Mühlen der Kritiker. Um im Bild des Kopf-an-Kopf-Rennens zu bleiben: Das ist ungefähr so, wie wenn man bei einem Radrennen den drei Führenden auf der Zielgerade die Luft aus den Reifen lässt.

Der FWK ist der letzte verbliebene ernsthaft Bewerber für den Aufstieg. Als nächstes käme noch der SV Wacker Burghausen auf Tabellenplatz acht in Frage. Die Salzachstädter möchten bekanntlich zurück in den Profifußball, haben aber aktuell 22 Punkte Rückstand auf die Kickers. Das wird also nichts mehr in diesem Jahr...
Für die Teams dazwischen - Illertissen, Eichstätt, Aubstadt und Vilzing - stellt sich erst gar nicht die Frage nach dem Aufstieg.

Termine für die Relegation stehen auch schon fest.


Da die Würzburger Kickers am sogenannten "Finaltag der Amateure" teilnehmen und am 23. Mai im Endspiel um den Bayerischen Totopokal den TSV 1860 München empfangen, stehen damit auch die Termine für die Relegation fest: Das Hinspiel steigt am Mittwoch, den 27. Mai. Das Rückspiel findet dann am Sonntag, den 31. Mai statt. Der Vertreter aus der Regionalliga Bayern trifft auf den Meister aus der Regionalliga Nordost - aktuell sieht es schwer nach Lok Leipzig aus.