Frings adelt Bonato – Die Erfolgsformel aus Siegburg und Millionen-Investitionen in die Infrastruktur ebnen den Weg. Der SC Rheinbach präsentiert sich zur Winterpause als Baustelle der Superlative – im positiven Sinne. Der 1. Vorsitzende und Sportdirektor Hermann Josef Frings und der Sportliche Leiter Oliver Bonato krempeln den Kader radikal um. Mit sechs feststehenden Neuzugängen und weiteren in Planung, soll die Erfolgswelle, die Bonato einst in Siegburg lostrat, nun in Rheinbach anbranden. Flankiert wird die sportliche Offensive durch eine 2,7-Millionen-Euro-Sanierung des Stadions im Freizeitpark.
Expertise für den nächsten Schritt: Das Duo Frings und Bonato
Der sportliche Aufschwung soll untrennbar mit zwei Namen verbunden sein: Sportdirektor Hermann Josef Frings und seinem Partner Oliver Bonato. Frings spart nicht mit Lob für den Neuzugang in der sportlichen Leitung und verweist auf dessen Erfolgsbilanz beim Siegburger SV.
„Was Oliver Bonato in sieben Jahren in Siegburg aufgebaut hat, ist bemerkenswert. Er hat den Verein von einer grauen Maus zu einem Top-Team der Mittelrheinliga entwickelt – das ist sein Verdienst“, betont Frings. Nachdem beide Vereine 2014 noch gemeinsam den Gang aus der Landesliga antreten mussten, gelang der Wiederaufstieg im Gleichschritt. Doch während Siegburg sich oben etablierte, musste Rheinbach die Herausforderungen der Fusion zwischen dem VfL und dem 1. FC Rheinbach bewältigen.
„Wir haben in Rheinbach unsere Hausaufgaben gemacht: Altlasten bewältigt, die Fusion gestemmt und einen neuen Kunstrasen realisiert. Jetzt ist die Zeit reif für den nächsten Schritt“, so Frings weiter. „Ich bin froh, Oliver an meiner Seite zu haben. Er bringt das Netzwerk, die Erfahrung und das Herzblut mit, das wir für unsere Ambitionen brauchen.“
Kader-Umbau:
Um die sportlichen Ziele bereits in der Rückrunde zu untermauern, präsentiert sich das Team zum Jahresauftakt 2026 stark verändert. Sechs Abgänge, darunter Ritsuki Oyama, Mouad Zaki (SSV Nümbrecht) Keita Moriba (Fortuna Bonn) und Delord Unzola (Schönenbach), stehen sechs Neuzugängen gegenüber:
- Bartu Gökcen (Söke Spor Kulübü)
- Linus Salm (1. FC Spich)
- Adriano Giarrizzo (FV Endenich)
- Niklas Heidemann (SpVg Porz)
- Betim Sylaj & Florent Sylaj (beide Schafhausen)
Die Transferaktivitäten sind damit jedoch noch nicht abgeschlossen. Die sportliche Leitung kündigte an, bis zum Ende der Wechselfrist noch ein bis zwei weitere Qualitätsspieler verpflichten zu wollen.
Infrastruktur: Ein 2,7-Millionen-Euro-Projekt für die Zukunft
Parallel zum sportlichen Geschehen schafft die Stadt Rheinbach das notwendige Fundament. Rund 2,7 Millionen Euro fließen in die Sanierung des Stadions im Freizeitpark. Neben einem neuen Naturrasen und einer modernen Flutlichtanlage werden damit die Voraussetzungen geschaffen, um auch infrastrukturell im Konzert der Top-Clubs am Mittelrhein mitzuspielen.
Ausblick: 2026 als Vorbereitungsjahr für den Aufstieg
Der SC Rheinbach sieht die kommende Rückrunde als intensive Formierungsphase. Ziel ist es, eine eingeschworene Einheit zu bilden, die in der Saison 2026/2027 den Angriff auf die Mittelrheinliga mit voller Kraft angeht.