
Der SV Erlbach sorgt frühzeitig für einen echten Transfercoup: Zur neuen Saison wechselt mit Christoph Schulz der langjährige Kapitän des SV Wacker Burghausen nach Erlbach.
Der 29-jährige Defensivspieler bringt dabei nicht nur Qualität, sondern auch jede Menge Erfahrung aus der Regionalliga Bayern mit. Seit 2011 ist der gebürtige Passauer in Burghausen, seit 2015 gehört er zum festen Bestandteil der Burghauser Regionalligamannschaft und entwickelte sich dort zu einer Identifikationsfigur. Insgesamt absolvierte Schulz bisher 269 Partien in der Regionalliga und führt den SVW seit vielen Jahren als Spielführer aufs Feld.
Nun schlägt der Routinier ein neues Kapitel auf. Auch, weil sich die Vorzeichen in Burghausen zuletzt verändert hatten: „Mein Vertrag in Burghausen läuft aus und es kam erst wenig Reaktion von Seiten des SV Wacker“, erklärt Schulz offen, der auch durchblicken lässt, dass er sich nach 15 Jahren im Verein durchaus ein anderes Ende gewünscht hätte.
„Erlbach hat sich dagegen sehr um mich bemüht, da hatte ich von Anfang an ein sehr gutes Gefühl bei allen Gesprächen.“ Besonders die Perspektive überzeugte den Defensivallrounder: „Mir wurde ein cooles Paket angeboten, als spielender Co-Trainer. Das hat mir sehr zugesagt. Ich habe dann nochmal das Gespräch mit den Verantwortlichen des SVW gesucht. Es gab dann ein Angebot, am Ende habe ich mich dennoch für Erlbach entschieden.“ Neben sportlichen Aspekten spielten auch private Faktoren eine wichtige Rolle. „Ich bin seit einem Jahr Vater einer kleinen Tochter, da verschieben sich auch die Prioritäten“, sagt Schulz. „Ich denke, dass ich künftig hochklassigen Fußball und meine private und berufliche Zukunft in Erlbach optimal verbinden kann. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das passt.“
Für den SV Erlbach ist die Verpflichtung ein starkes Signal. Der Verein, der seit Jahren mit viel Kontinuität und Zusammenhalt am Aufstieg in die 4. Liga arbeitet, gewinnt nicht nur einen gestandenen Regionalligaspieler aus der Region, sondern auch eine Persönlichkeit für die Kabine. Mit Blick auf die Ziele für die neue Saison hält sich Schulz bewusst noch bedeckt, auch weil die Ligazugehörigkeit des SV Erlbach noch nicht final feststeht: „Da sollte man abwarten, wie sich die kommenden Wochen entwickeln und wo Erlbach dann in der neuen Saison spielt.“ Klar ist für ihn jedoch, egal in welcher Liga, die Herausforderung reizt ihn. „In der Regionalliga geht es wohl eher gegen den Abstieg, da ist man der Underdog. Ich bin aber sicher, dass man da auch eine gute Rolle spielen kann.“ Und auch ein anderes Szenario hätte seinen Charme: „Es wäre aber ebenso reizvoll, wenn man einen weiteren Anlauf in Richtung Regionalliga machen könnte – ich bin noch nie Meister geworden. Egal was kommt, ich habe Bock drauf.“
Sportlich ist der Defensivmann flexibel einsetzbar. Seine Stammposition ist die rechte Abwehrseite, darüber hinaus kann er aber auch auf der linken Abwehrseite oder in der Innenverteidigung agieren. Neben seiner defensiven Stabilität bringt er vor allem Führungsqualitäten, Laufstärke und Mentalität mit.
Dementsprechend begeistert ist man auch im Holzland über den neuen Mann. Erlbachs sportlicher Leiter Christoph Huber spricht von „einer brutalen Verstärkung“. Schulz bringe „viel Erfahrung auf hohem Niveau mit, hat über Jahre Verantwortung übernommen und ist auch durch seine Variabilität sportlich sehr wertvoll“. Ebenso entscheidend für die Verpflichtung war aber ein „sehr gutes Gefühl“, das man vom ersten Gespräch gehabt habe. „Christoph ist ein offener, nahbarer Typ, der menschlich hervorragend zu uns nach Erlbach passt – gleichzeitig aber eine klare, ehrgeizige Mentalität mitbringt. Er will nochmal etwas erreichen und ist offen dafür, sich auch in einer neuen Rolle weiterzuentwickeln – genau diese Haltung passt zu dem, was wir hier vorhaben.“, erklärt Huber.
Dass sich der Spieler am Ende bewusst für den SV Erlbach entschieden hat, sei auch als positives Zeichen für den Weg, den man Erlbach eingeschlagen hat, zu werten. „In seiner Funktion als spielender Co-Trainer wird er Schritt für Schritt in diese Aufgabe reinwachsen und dabei sowohl auf als auch neben dem Platz wichtige Impulse setzen können.“, ist Huber überzeugt.