2026-04-23T13:43:33.969Z

Allgemeines

Der 1. FC Monheim dreht das Spiel nach der Pause

Der 1. FC Monheim holt nach einem 1:2-Rückstand einen extrem wichtigen 3:2-Sieg über den VfB Homberg, einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf der Oberliga. Für den Klassenerhalt braucht es theoretisch noch drei Punkte.

von RP / Tobias Brücker · Heute, 20:30 Uhr · 0 Leser
Der 1. FC Monheim arbeitet weiter am Klassenerhalt.
Der 1. FC Monheim arbeitet weiter am Klassenerhalt. – Foto: Ulrich Laakmann

Im Kellerduell der Oberliga Niederrhein zeigte sich der 1. FC Monheim (FCM) von Trainer Dennis Ruess im zweiten Spielabschnitt des Heimspiels gegen den VfB Homberg nicht nur deutlich verbessert, er drehte dabei auch einen 1:2-Pausenrückstand in den mit Blick auf die Tabelle wichtigen 3:2-Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten im Rennen um den Klassenerhalt. Die Siegesserie des FCM weitet sich damit auf nun zwei Partien aus. Ruess war nach Abpfiff dementsprechend glücklich, hatte seine Mannschaft gleichwohl über die gesamten 90 Minuten überlegen gesehen.

Eine Anlaufzeit nahm sich das Duell nicht. So ging der FCM gleich mit dem ersten gefährlichen Angriff in Führung. Nach einem Einwurf auf der rechten Seite zog Niclas Ferreira Zufelde mit dem Ball ungestörte quer zur Sechzehnerlinie in die Mitte, von wo aus er den eingerückten und allein gelassenen Talha Demir fand. Der Stürmer behielt die Nerven, umkurvte Gäste-Keeper Leon Schübel und schob aus drei Metern rechts versetzt ein (2.).

Den Traumstart machten sich die Hausherren jedoch wenig später kaputt. Isaak Kang grätschte an der Kante des Sechzehnermeterraums Luca Thissen um – der Unparteiische Thibaut Scheer zögerte nicht und gab den fälligen Strafstoß. Vom Punkt verwandelte Emir Demiri sicher in die rechte untere Ecke (6.). FCM-Schlussmann Luca Fenzl hatte die Ecke geahnt, nicht aber die entscheidenden Zentimeter Körperlänge mehr, um den Ball auch zu parieren.

Ruess nahm Foulspieler Kang in Schutz: „Er wollte sich in der Halbzeit noch dafür entschuldigen, aber da habe ich gesagt: Das ist Blödsinn. Wir machen alles zusammen.“ Viel schlimmer empfand er jedoch die Klärungsaktion seiner Hintermannschaft zuvor, die den Ball nur zu einem Einwurf in gefährlicher Position in Sechzehnerhöhe bringen konnte. „Wir haben da keine klare Kommunikation“, befand er.

FCM nutzt Chancen nicht

Die beiden besten Möglichkeiten der ersten Halbzeit gehörten im Anschluss Monheim: Erst hatte Tom Hirsch Schübel mit einem Lupfer aus linker Position bereits geschlagen, doch Heni Ben Salah klärte vor der Linie (10.), dann scheiterte Demir nach feiner Kombination über Emin Safikhanov und einem Steckball von Tim Klefisch an Schübel (23.). Die Führung erzielte jedoch das in der ersten Halbzeit über weite Strecken leicht überlegene Homberg. Dem Treffer voraus ging ein Foul von Demir zentral 30 Meter vor dem Tor am emsigen VfB-Angreifer Marcio Blank. Der Freistoß in die Mauer gelangte ausgerechnet über einen Umweg auf den Fuß von Blank, der aus sieben Metern keine Mühe hatte (25.).

Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild vollends. Monheim kam mit Dampf aus der Kabine und ließ keine nennenswerten Chancen der Auswärtself zu. Erneut erzielte der FCM – diesmal in Person von Hirsch nach einem langen Ball – einen schnellen Treffer, der aber wegen eines vermeintlichen Fouls im Duell mit VfB-Verteidiger Ariyoh Ayinla nicht zählte (46.). Es war eine softe Entscheidung des Schiedsrichters. Nach rund einer Stunde belohnten sich die Gastgeber für ihren Aufwand. In Folge eines Ballgewinns in der gegnerischen Hälfte, an dem auch Kang beteiligt war, trieb der 28-Jährige den Ball bis zur Box, zog in die rechte Ecke ab, und der durch Schübel nach außen geklärte Versuch landete vor den Füßen von Kameron Blaise – er versenkte ihn im leeren Tor (59.). Der Jubel mit Rückwärtssalto fiel technisch anspruchsvoll aus.

Nur zehn Minuten später drehte der FCM die Partie dann gänzlich. Dem Tor von Hirsch, der wunderbar halblinks im Strafraum eingesetzt wurde und in die kurze Ecke verwandelte, ging eine Kombination über Kang und Demir voraus (70.). Dass Monheim gegen ein jetzt offensiveres und defensiv zudem verunsichertes Homberg nicht für die Entscheidung sorgte, war in dieser Phase das einzige Manko. „Das ist es bei uns zuletzt immer“, ordnete Ruess ein. Exemplarisch scheiterte Mohamed El Mouhouti nach einer Drei-auf-eins-Situation auf Vorlage von Kisolo Deo Biskup am Armreflex von Schübel (90.+1).

Dennoch gewann der FCM und setzt sich so in der Tabelle von den Abstiegsrängen ab. Die Rechnung, die Ruess vor ein paar Spieltagen aufgemacht hatte, ist denkbar einfach: Noch ein Sieg aus den verbleibenden fünf Spielen sollte theoretisch zum Liga-Erhalt reichen.

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