
Die lange Ära von Coach Detlef Dammeier endet nach der aktuellen Spielzeit. Nachdem der heute 56-Jährige den Delbrücker SC im Sommer 2018 übernahm, gab es zwischenzeitlich das große Highlight mit der Oberliga-Rückkehr nach 14 Jahren (Saison 2022/23). Dem sofortigen Wiederabstieg folgte in der vergangenen Saison der Absturz in die Landesliga. Stets hielt der Verein dem Ex-Profi die Treue. Nun wird aber Schluss sein.
Nach der Bekanntgabe der Trennung setzte es nach dem durchwachsenen Saisonstart in der Vorwoche beim VfB Schloß Holte eine 0:2-Pleite. Erleichterung dürfte am heutigen Abend aufgekommen sein, als das wichtige Kellerduell beim SVKT 07 Minden mit 1:0 gewonnen wurde. Leon Acikel schoss in der 77. Spielminute das "Goldene Tor des Tages".
Landesliga 1, 8. Spieltag:
SVKT 07 Minden – Delbrücker SC 0:1 (0:0)
SVKT 07 Minden: Dennis Mönig, Lennart Springer, Luca Christian Bruse, Anis Zouabi, Eric Beims, Lasse Haakon Kellermeier (76. Julian Harzmeier), Yannik Niermann, Joel Jamil Rabenhorst, Jan Rekling, Malte Lüken, Timon Henry Bredemeier (68. Batuhan Pehlivan) - Trainer: Jens Meier - Trainer: Marcel Wallbaum
Delbrücker SC: Marvin Meier, Tobias Henksmeier, Levin Borgmeier, Lukas Mehn, Fabian Engelbrecht, Jeremy Franz (73. Furkan Simsek), Nils Kautschor, Tobias Heering (87. Simon Schielke), Godslove Onyedikachi Anyanwu, Leon Piere Acikel, Lukas Hartmann (82. Moussa Conde) - Trainer: Detlev Dammeier - Trainer: Jeffrey Addai
Schiedsrichter: Daniel Harting (Aerzen) - Zuschauer: 67
Tore: 0:1 Leon Piere Acikel (77.)
Nach der aktuellen Landesligasaison endet die Zeit von Detlev Dammeier als Cheftrainer unserer Ersten.
Die Entscheidung war nicht leicht
„Wir haben uns zusammengesetzt, weil der Saisonstart nach dem Westfalenligaabstieg nicht wie erhofft verlaufen ist, und die Situation gewohnt offen analysiert. Beide Seiten sind der Meinung, dass es im kommenden Sommer nach achtjähriger vertrauensvoller und freundschaftlicher Zusammenarbeit Zeit für etwas Neues ist“, sagt Elmar Westermeyer. Unser erster Vorsitzender betont, dass die Entscheidung alles andere als leicht gefallen sei: „Detlev ist unser Rekordtrainer. Er hat den Delbrücker SC durch sein großes Engagement entscheidend geprägt und viele junge Spieler entwickelt. Als er die Erste 2018 übernahm, waren wir in keiner leichten Phase und in der Westfalenliga eher im unteren Tabellendrittel angesiedelt. Mit Detlev sind wir dann erst zum zweiten Mal überhaupt in der Geschichte des DSC trotz eines sehr kleinen Etats in die Oberliga aufgestiegen und standen im Halbfinale des Westfalenpokals. Abgesehen vom letzten Jahr hatte er hier durchgängig Erfolg.“
Dammeier hat Etatkürzungen und den Weg mit jungen Talenten stets mitgetragen
Ebenso hoch rechnet Westermeyer dem 56-jährigen Ex-Profi an, dass er die notwendigen Etatkürzungen der letzten zwei Jahre und den Rückgriff auf überwiegend junge Spieler stets mitgetragen habe. Dies sei mit Blick auf den Westfalenligaabstieg und auf den nun holprigen Saisonstart mit nur sieben Punkten aus sechs Partien ebenso ein Faktor. Als Saisonziel hatte der DSC ausgegeben, in der Landesliga oben angreifen zu wollen. Westermeyer: „Detlev hat den Weg immer mitgetragen, was nicht jeder Trainer so gemacht hätte. Auch dafür sind wir ihm sehr dankbar.“
Der Fokus liegt auf den gesteckten Zielen
Dammeier bestätigt die einvernehmliche Entscheidung: „Ich trage es mit und kann beim DSC auf eine sehr erfolgreiche Zeit zurückblicken, die noch nicht zu Ende sind. Wir haben nach wie vor Ziele in der Saison. Jetzt haben alle Seiten Klarheit. Ab sofort liegt der Fokus darauf, die Ziele dann auch zu erreichen.“ Und auch Westermeyer hofft, dass der jüngste 2:1-Sieg beim FC Bad Oeynhausen der Startschuss zur Wende war: „Wenn diese Ära im Sommer einen positiven Abschluss gefunden hat, dann sind wir alle zufrieden.“ Über mögliche Nachfolgekandidaten möchte Delbrücks erster Vorsitzender nicht spekulieren: „Wir werden uns jetzt die Zeit nehmen, um Gespräche zu führen und uns dann wieder passend aufstellen.“