2025-04-02T15:12:16.030Z 1743722192542

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fc deisenhofen, blau, gegen sv erlbach, 07.09.2024 alexander mehring
fc deisenhofen, blau, gegen sv erlbach, 07.09.2024 alexander mehring – Foto: Robert Brouczek

Deisenhofen verliert durch "Sonntagsschuss" gegen Erlbach

„Eine vermeidbare Niederlage“,

Nach den 0:3-Niederlagen gegen die Löwen-U21 in der Bayernliga und gegen die Profis der SpVgg Unterhaching im Totopokal ging der FC Deisenhofen erneut leer aus.

Deisenhofen – Das 0:1 (0:1) gegen die Ergebnisminimalisten vom SV Erlbach hätte aber nicht sein müssen.

Lange entsprach das Geschehen dem, was man angesichts der Gäste-Statistik erwarten durfte: Auf 9:3 belief sich Erlbachs Torverhältnis nach den vorangegangenen acht Partien. Tatsächlich wirkte der bislang unbesiegte Vorjahresmeister hinten gut organisiert, er deutete manchmal auch Gefährlichkeit an, doch die Blauhemden verteidigten ebenfalls aufmerksam und was aufs Gehäuse kam, war eine sichere Beute von Schlussmann Maximilian Obermeier. „Wir haben sehr gut begonnen, haben dann aber nach zehn Minuten das Heft etwas aus der Hand gegeben“, sagte der Deisenhofner Trainer Andreas Pummer über die eher chancenarme erste halbe Stunde.

Dann wurde seine Mannschaft aber plötzlich brandgefährlich: Nach Lukas Kretzschmars starkem Zuspiel schoss Paul Schemat in Bedrängnis von der Strafraumgrenze vorbei (31.). Nur eine Minute später hätte der Stürmer bei einem Konter dann das 1:0 markieren müssen: Nach Jan Kretteks Pass kam er Mitte der gegnerischen Hälfte zwar einen Schritt zu spät gegen SV-Keeper Andreas Steer, doch der haute über den Ball. Schemat zog sofort ab und verfehlte den verwaisten Kasten (32.). „Wir haben die Muss-Führung auf dem Fuß, da kann er noch gehen und den Ball reinschieben“, ärgerte sich Pummer.

Erlbach geht mit "Sonntagsschuss" in Führung

Und auch die nächste entscheidende Szene war nicht nach dem Geschmack des FCD-Coachs. Eigentlich hatte seine Abwehr einen Erlbacher Angriff abgefangen, aber: „Wir haben den Ball schon und geben ihn leichtfertig wieder her.“ Nutznießer war Erlbachs Maximilian Sammereier, der aus 28 Metern trocken aus dem Fußgelenk abzog und zum 0:1 genau in den Winkel traf (36.). „Ein Sonntagsschuss“, stellte FCD-Manager Thomas Werth zurecht fest, der dem Gegner im ersten Abschnitt „etwas mehr Spielanteile“ attestierte.

Einmal zappelte die Kugel vor der Pause aber auch im Erlbacher Netz: Yasin Yilmaz, der mit seinem schwächeren rechten Fuß aus spitzem Winkel sehenswert abgezogen hatte, stand allerdings im Abseits (40.). Vor Kretzschmars abgerissener Flanke an die Latte (43.) wurde ebenfalls abgepfiffen, dabei hatte sich Erlbachs Verteidiger Jakob Vogl ohne Fremdeinwirkung verletzt.

Die Gäste mussten zum zweiten Durchgang nicht nur auf Vogl, sondern auch auf ihren angeschlagenen Stürmer Simon Hefter verzichten. An ihrer grundsätzlichen Stabilität änderte das zunächst wenig. Die beste Chance nach der Pause blieb für lange Zeit Michael Vodermeiers Kopfball nach einer Yilmaz-Ecke, den ein Verteidiger auf der Linie abwehrte (52.). Die erste Möglichkeit der zweiten Hälfte aus dem Spiel heraus hatte Krettek nach Alexander Mehrings schöner Vorarbeit erst in der 81. Minute, sein Kopfball ging drüber. Die nächste dicke Chance ließ dann aber nicht lange auf sich warten: Björn Josts Drehschuss bereitete Torwart Steer einige Mühe (85.). Erlbach antwortete mit dem ersten gefährlichen Angriff seit langem, Obermeier parierte gegen Tobias Steer (86.) und nach der anschließenden Ecke auch gegen Thomas Königs Kopfball. So blieb es beim 0:1. „Eine vermeidbare Niederlage“, fand Pummer. „Unserer großen Führungschance trauere ich schon hinterher, denn man weiß: Nach dem 1:0 für Erlbach wird es eklig. Das ist kein Glück, das ist auch Qualität.“

Aufrufe: 08.9.2024, 15:04 Uhr
Umberto SavignanoAutor