Unfreiwillig hat nun auch der 1. FC Sonneberg 2004 eine Laterne in der Hand. Denn nach der Spielabsage der Partie bei Struth-Helmershof musste die Mannschaft von Roberto Benn tatenlos zusehen, wie sie ans Tabellenende wanderte....
Ein Zustand, der den 50-Jährigen wurmt. Das Ziel für die zwei verbleibenden Spiele vor der Winterpause ist deshalb klar: „Keine Laterne. Für mich persönlich ist es ein extremes Thema, dass wir als Tabellenletzter in das Heimspiel. Das ist nicht zufriedenstellend. Wir wollen den Umbruch und den Klassenerhalt. Da ist die Ansicht der Tabelle negativ. Natürlich wissen wir aber, dass das Feld sehr eng ist und es noch zwei Spiele vor der Winterpause sind, in denen man das ändern kann“, so Benn.
Kämpfte zu Beginn der Saison Roberto Benn noch darum überhaupt einen 12. oder 13. Mann für den Spieltagskader zu finden, scheint sich nun die Situation ins Gegenteil zu drehen. Für einen Trainer ist dies natürlich Luxus: „Ich habe die Qual der Wahl. Im Training kommt jetzt der gewünschte Konkurrenzkampf rein und das ist positiv. Ich habe diese Saison auch schon darüber nachdenken müssen selber vielleicht die Fußballschuhe einzupacken“, witzelt der Sonneberger Trainer ein bisschen. Ansonsten ist er aber fokussiert und zielstrebig und will zur Winterpause nicht die Rote Laterne in der Spielzeugstadt haben.
Mit Steinbach-Hallenberg kommt ein Gegner, der sich defensiv gefangen hat und viele Punkte zuletzt sammelte. „Wir haben aus unseren Fehlern gelernt und sind step-by-step dabei sie abzustellen“, sagt Daniel Schindler zur Entwicklung seiner Mannschaft. Der Steinbacher Coach geht dabei von einem „umkämpften Spiel aus. Ich schätze Sonneberg deutlich stärker ein, als ihr Tabellenplatz aussagt“. Wie Siege in Sonneberg gehen, weiß der Gästetrainer aus dem Mai dieses Jahres. Damals gewann der FC Steinbach-Hallenberg mit 3:2 in Sonneberg. Für Roberto Benn ist der Gegner hingegen wie nahezu alle Teams der Liga eine „Black Box“. „Persönlich kenne ich die Mannschaft nicht. Ich versuche immer anhand der Statistiken mir ein Bild zu machen. Ihr Torverhältnis ist leicht negativ und wir eine gute Offensive. Das war eine Erkenntnis. Zudem geben mir erfahrene Spieler und auch Ronny Röhr immer wichtige Informationen an die Hand“, sagt Benn. Mit Blick auf den Matchplan kündigt der Sonneberger Trainer an, dass sich seine Mannschaft nicht verstecken wird: „Wir haben eine gute Offensive und werden uns nicht hinten reinstellen“, so die Marschroute. Denn das Ziel ist klar: Zur Winterpause soll keine Laterne (mehr) in Sonneberg leuchten.