
In der Sitzung des Schul- und Sportausschusses ging es am Mittwoch unter anderem um zwei Themen, denen sich auch unsere Redaktion zuletzt gewidmet hatte: das Stadion Ratingen und die Umgestaltung des Schulzentrums Lintorf inklusive der dortigen Sporthallen.
Ob die Stadt noch etwas am Stadion tun müsse, damit dieses im Falle eines Aufstiegs von Ratingen 04/19 aus der Oberliga Niederrhein auch für Spiele in der als Profi-Spielklasse geführten Regionalliga West tauglich wäre, hatte unsere Redaktion von Bürgermeister Patrick Anders wissen wollen. Auszug aus der Antwort: „Auf Basis der hiesigen Erkenntnisse geht die Stadt Ratingen davon aus, dass die baulichen und infrastrukturellen Anforderungen an eine regionalligataugliche Spielstätte zum Saisonbeginn erfüllt sein werden (...).“
In den Haushaltsberatungen bestätigte Anders nun in der Sitzung, dass an der Gäste-Tribüne noch nachgerüstet werden muss – unabhängig davon, ob 04/19 den Aufstieg schafft oder nicht. Aus den 500 Sitzplätzen soll nun eine Tribüne mit 800 Stehplätzen und „Wellenbrechern“ werden. Für die „Erneuerung der Tribüne nach den Anforderungen der Regionalliga“ sollen 400.000 Euro bereitgestellt werden. Damit dürfte 04/19, das bis zum 31. März die Lizenz für die höhere Spielklasse beantragen muss und das auch tun will, noch eine Absichtserklärung der Stadt benötigen, dass sie die Arbeiten bis zum Beginn der nächsten Saison abgeschlossen hat. Ein solcher Nachweis ist im Lizenzierungsverfahren notwendig.
Wie schon im Bezirksausschuss Ratingen-Lintorf/Breitscheid wurde zudem nun auch im Sportausschuss für die Vorlage 36/2026, die eine Umgestaltung des Schulzentrums Lintorf samt Abriss der Sporthalle am Breitscheider Weg und Neubau zweier Dreifachhallen vorsieht und auf einen Prüfauftrag der Bürger-Union zurückgeht, ein positiver Beschluss gefasst.
Die empfohlene Vorzugsvariante aus der Entwicklungsstudie sieht vor: Neubau moderner Sporthallen, eingebettet in ein Gesamtkonzept aus Freiraumgestaltung, klarer Wegeführung und verkehrlicher Neuordnung. Die Umsetzung soll abschnittsweise erfolgen, sodass Schulbetrieb und Vereinssport durchgängig gewährleistet bleiben.
Statt kurzfristiger Reparaturen setzt das Konzept bewusst auf einen nachhaltigen Neubau mit langfristiger Perspektive. Eine reine Sanierung hätte funktionale und energetische Grenzen sowie eine deutlich geringere Nutzungsdauer. Die Neubauvariante biete hingegen langfristige Vorteile bei Betriebs- und Energiekosten und schaffe Planungssicherheit für Jahrzehnte. Auch wirtschaftlich sei dieser Weg langfristig tragfähig und verantwortungsvoll. Das Gesamt-Projekt soll rund 31 Millionen Euro kosten.
Margret Paprotta (CDU) betonte als Vorsitzende des Schul- und Sportausschusses: „Das Schulzentrum Lintorf ist ein zentraler Bildungsstandort für unsere Stadt. Die heute bestätigte Vorzugsvariante schafft die Grundlage dafür, dass Schule und Sport hier langfristig in modernen, funktionalen und attraktiven Rahmenbedingungen stattfinden können. Damit investieren wir gezielt in gute Lern- und Bewegungsräume für kommende Generationen.“
Mit diesem Beschluss sei „der politische Grundstein gelegt“, so Paprotta. Die notwendigen Haushaltsmittel sollen im Doppelhaushalt 2026/27 mit Sperrvermerk veranschlagt werden, sodass vor der finalen Umsetzung ein gesonderter Baubeschluss erfolgen kann. Für die CDU-Fraktion stehe damit fest: „Das Schulzentrum Lintorf wird nicht nur modernisiert, sondern zukunftsfest weiterentwickelt – zum Nutzen der Schülerinnen und Schüler, der Vereine und des gesamten Stadtteils.“
Ein anderer Antrag der CDU wurde zurückgezogen: Da die Fußball-Europameisterschaft der Frauen im Jahr 2029 in Deutschland stattfindet und einer der Austragungsorte Düsseldorf ist, hatte die Fraktion vorgeschlagen, dass sich die Stadt als Teamquartier für eine Nationalmannschaft bewerben soll. Ratingen liege in unmittelbarer Nähe zu Düsseldorf, das Ratinger Stadion und die vorhandene Hotelstruktur würden gute Voraussetzungen für die Unterbringung und Vorbereitung der Spielerinnen bieten. Nun stellte sich aber heraus: Der Termin würde mit dem Mehrkampf-Meeting des TV Ratingen, der für die kommenden beiden Jahre wieder finanzielle Unterstützung in Höhe von 25.000 Euro von der Stadt beantragt hat, kollidieren. Darum zog die CDU den Antrag zurück.
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