
Der Einstand von Oliver Kirch als Trainer der U23 von Borussia Mönchengladbach ist daneben gegangen. Gegen den Aufsteiger Bonner SC gab es für das Regionalliga-Team eine 1:2-Heimniederlage.
Dabei begann es vielversprechend. Fritz Fleck, der auf rechts stürmte, kam nach einer schönen Einzelleistung zum Schuss, traf aber nur den Innenpfosten (10.). Was folgte, „nervte“ Kirch. „Wir haben Bonn ins Spiel reingeholt“, monierte der Trainer. Nach 22 Minuten gab es den ersten Rückschlag. Julijan Popovic brachte die Mannschaft aus der Bundesstadt 1:0 in Führung. Es gab einen Ball in die Spitze, Robin Bird legte auf Strafraumhöhe zurück auf den Torschützen und Gladbachs Torwart Tiago Cardoso Pereira war ohne Chance.
Im Hinspiel siegten die Borussen 4:0 in Bonn, Jan Urbich war damals dreimaliger Torschütze. Spätestens nach dem 0:1 war aber klar, dass die Geschichte des zweiten Treffens mit dem Aufsteiger keine so lockere werden würde. 14 Minuten später gab es den nächsten Beleg für diese These. Wieder kamen die Bonner über rechts, nach der nächsten Hereingabe von Bird stand Jonas Berg am zweiten Pfosten recht allein und nutzte die ihm gewährte Freiheit zum 2:0. Gewarnt waren die Gladbacher eigentlich, schließlich hatte Bonn zuvor schon dreimal in der Fremde gesiegt, die Gründe wurden vorab analysiert. Doch dieses Wissen half Gladbach nicht.
„Eine Mannschaft, die eine gute Struktur hat, die lebendig ist, die Talent hat, und die gewillt ist, etwas zu reißen“, hatte Kirch in den ersten Wochen seiner Tätigkeit vorgefunden, nun im Ernstfall brachten seine Spieler all das aber nicht auf den Platz im Grenzlandstadion. „Alles, was wir besprochen hatten, war wie abgeschaltet, wir waren nervös und hektisch. Es ärgert mich etwas, dass wir uns so von der Spielsituation haben beeinflussen lassen“, sagte Kirch. So war die U23 im ersten Kirch-Spiel zunächst mal im Krisenmodus unterwegs, Ideen des Trainers waren gefragt. Die erste Maßnahme war nach der Pause die Einwechslung von Josiah Uwakhonye. Eine gute Idee, wie sich herausstellen sollte.
Denn dem Neuen bot sich in der 56. Minute die Chance zum Anschlusstor, doch er hatte Pech, als sein Kopfballversuch an der Latte des Bonners Tores landete. Vier Minuten später passte es besser, Uwakhonye sorgte für das 1:2. Das erste U23-Tor unter Kirch war ein komplettes Joker-Tor, da auch die zweite Idee Kirchs zündete: Justin Adozi, für Urbich gekommen, war der Vorbereiter.
Zu mehr reichte es aber nicht mehr für die Gladbacher, trotz einiger guter Chancen, die zweimal Uwakhonye und Adozi ungenutzt ließen. So gab es beim Kirch-Debüt die dritte Heimniederlage der Saison für die U23. Ein Fakt, dem neuen Trainer natürlich nicht behagt.
Kirchs früheres Team, die Gladbacher U19, bescherte derweil seinem Nachfolger Mihai Enache einen hübschen Einstand. In der ersten Runde des Niederrheinpokals gab es beim BV Wevelinghoven einen 10:0-Erfolg. Kirch nahm auch das zur Kenntnis, vor allem aber machte er sich Gedanken über das 1:2 der U23 gegen Bonn, das „unglücklich, aber selbst verschuldet“ war.
„Ich habe den Jungs gleich nach dem Spiel gesagt, dass wir gar nicht viel analysieren müssen. Wir haben in der ersten Halbzeit einfach nicht das gemacht, was nötig war. Positiv ist, wie wir es nach der Pause gemacht haben. Das wäre ein Punkt drin gewesen, wir hätten das Spiel sogar drehen können“, sagte Kirch.
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