2026-03-05T07:49:35.839Z

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Danny Fäuster erfüllt sich mit Trainerposten in Beeck einen Traum

Der FC Wegberg-Beeck hat Vollzug bei der Trainerfrage für die kommende Saison vermeldet: Danny Fäuster, zurzeit noch Spielertrainer beim SV Brachelen, wird im Sommer neuer Coach. Den Großteil seiner aktiven Zeit hatte Fäuster auch schon beim FC verbracht.

von Mario Emonds · Gestern, 23:00 Uhr · 0 Leser
Das ist Danny Fäuster.
Das ist Danny Fäuster. – Foto: FCWB

Vergangene Woche hatte Tim Banerjee, designierter neuer Vorsitzender des FC Wegberg-Beeck, gegenüber unserer Redaktion unter anderem das gesagt: „Ich weiß natürlich, dass das eher unrealistisch ist, aber ich würde mir wünschen, dass der Trainer für die Saison 2026/2027 schon in der kommenden Woche feststehen würde.“

Exakt dieser Wunsch ist nun tatsächlich in Erfüllung gegangen. Denn am späten Mittwochnachmittag unterschrieb Danny Fäuster in der Beecker Geschäftsstelle den Trainervertrag für die kommende Saison. Der bald 37-Jährige ist seit Sommer 2022 Spielertrainer beim A-Ligisten SV Brachelen. Den Großteil seiner aktiven Zeit hatte der Innenverteidiger allerdings auch schon in Beeck verbracht.

Fäuster erfüllt sich Wunsch

Schon vor dreieinhalb Jahren, zu Beginn seiner Spielertrainertätigkeit in Brachelen, hatte der gebürtige Linnicher gegenüber der Rheinischen Post erklärt: „Ich kann mir durchaus vorstellen, später auch mal höherklassig zu trainieren.“ Dieser Zeitpunkt ist nun schneller gekommen, als Fäuster selbst gedacht hätte. „Bei dieser Aussage damals hatte ich durchaus auch an Beeck gedacht. Für den FC habe ich schließlich viele Jahre selbst gespielt, ich kenne den Verein. Von daher musste ich jetzt auch nicht so lange überlegen und habe nach wenigen Tagen zugesagt.“

Bereits am Freitag war Fäuster Zaungast bei Beecks Spiel gegen Teutonia Weiden. Danach war er noch lange im Stadionzelt, unterhielt sich gerade auch mit Beecks Sportlichem Leiter Friedel Henßen sehr angeregt. Tags darauf setzten die beiden dieses Gespräch unter vier Augen bei Henßen daheim in Brachelen fort – vier Stunden lang. „Da habe ich mich aber noch nicht entschieden. Am Sonntag stand dann erst einmal mit Brachelen das Derby gegen Germania Rurich an. Da lag mein ganzer Fokus drauf. Und nach dem Spiel, das wir 2:4 verloren haben, sah es nicht anders aus – vor allem wegen der Art und Weise nicht, wie wir diese Partie verloren haben.“

Nachdem er dann noch zweimal drüber geschlafen hatte, sagte Fäuster am Dienstag Henßen zu. Am Abend teilte er dann seiner Mannschaft vor dem Training seinen Fortgang zum Saisonende mit. „Da habe ich in viele enttäuschte und traurige Gesichter geblickt. Schließlich haben wir hier gemeinsam was aufgebaut, ist Brachelen in diesen vier Jahren von einem mittelmäßigen B-Ligisten zu einem guten A-Ligisten geworden“, sagt Fäuster. Er hoffe auch sehr, dass die Mannschaft über den Sommer hinaus zusammenbleibe und im Kreisoberhaus auch ohne ihn weiterhin eine gute Rolle spielen werde.

In Brachelen verlängert hatte Fäuster noch nicht. „Ich hatte in Brachelen aber auch gegenüber dem Vorstand immer offen kommuniziert, dass mich ein Angebot aus einer weit höheren Liga schon reizen würde. Dafür hatte ich schon zu Beginn meiner Brachelener Zeit auch mit den Trainerscheinen angefangen.“ Zunächst machte er den erforderlichen DFB-Basis-Coach, dann den C-Schein – und zur Krönung hatte er Ende 2024 den B-Schein in der Tasche. Das ist die Qualifikation, die ein Trainer in der Mittelrheinliga auch benötigt.

Beecker Vergangenheit und enge Verbundenheit

Sehr zufrieden mit der raschen Lösung der Trainerfrage ist auch Beecks Boss Werner Tellers: „Wir hatten im Vorfeld zwei, drei Mann im Kopf, Danny war einer von ihnen. Dass es jetzt so schnell ging, freut mich sehr. Danny kennt die Abläufe in Beeck, was speziell in einer Umstrukturierungsphase, in der wir gerade stecken, sehr wichtig ist.“

Mit drei aktuellen Akteuren hat Fäuster in Beeck noch selbst zusammengespielt: Kapitän Yannik Leersmacher, Torjäger Marc Kleefisch und Abwehrchef Nils Hühne. Letzteren zieht es wohl zum A-Ligisten SC Selfkant. Aus dem Kader kennt Fäuster zudem noch Niklas Koppitz sehr gut – mit dem Mittelfeldspieler hat er von 2020 bis 2022 bei Borussia Freialdenhoven zusammengespielt. „Sowohl Yannik als auch Marc und Niklas würde ich natürlich mit Kusshand nehmen, sollten sie bleiben wollen“, erklärt Fäuster. Da es sich abzeichnet, dass es in Beeck ab Sommer keinen Sportlichen Leiter mehr geben wird, dürfte Fäuster dann in Doppelfunktion beim FC arbeiten. „Aber das habe ich in Brachelen im Prinzip auch schon getan, wäre für mich also kein Neuland“, versichert er.

Es bleibt bei Interimsengagement von Zeh

Mark Zeh, der aktuelle Trainer, hatte sein Engagement in Beeck bislang immer nur in den Kontext bis Saisonende gestellt – länger binden wollte er sich noch nicht. Zudem betonte er wiederholt, vor allem aus persönlicher Verbundenheit mit Tellers den Trainerjob in Beeck erneut übernommen zu haben. Zeit, die Trainerfrage hinauszuschieben, hatte der Verein allerdings nicht mehr – die Spieler wollen nun einmal jetzt wissen, woran sie in Beeck sind. „Zurzeit sind wir im luftleeren Raum“, hatte Leersmacher noch am Freitagabend erklärt. Dieser Zustand ist nun beendet.

Fäuster kam 2007 für sein letztes A-Jugend-Jahr nach Beeck, spielte für die FC-Senioren dann von 2008 bis 2010, 2011 bis 2015 und 2016 bis 2020. Die beiden Zwischenjahre lief er für Germania Dürwiß (10/11) und FC Hennef (15/16) auf.

Bei den beiden wohl größten Siegen der Vereinsgeschichte stand er auf dem Platz: Am 21. Mai 2008 wurde er im Mittelrheinpokalfinale gegen Borussia Freialdenhoven in der Nachspielzeit eingewechselt, um den 3:2-Sieg nach Hause zu bringen. Um im „Endspiel“ um den erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga beim Bonner SC 2015 köpfte Fäuster eine Flanke von Arian Berkigt zum 1:0 ein (Endstand 2:0). Fäuster ist verheiratet, hat zwei Kinder, lebt mit seiner Familie in Kaster und ist von Beruf Polizeibeamter.

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