2026-04-01T12:50:56.008Z

Ligabericht

Dämpfer am Huthgarten: Geschwächte Vilzinger unterliegen Schlusslicht

Regionalliga Bayern, 26. Spieltag, Mittwochabend: Oberpfälzer müssen sich Viktoria Aschaffenburg mit 1:2 geschlagen geben +++ Hausherren halbe Stunde in Unterzahl +++ Zwei Elfmetertore

von Stephan Hörhammer · Gestern, 20:50 Uhr · 0 Leser
Wie bereits im Hinspiel (3:2) im September des vergangenen Jahres behielt auch diesmal die Aschaffenburger Viktoria gegen Vilzing die Oberhand.
Wie bereits im Hinspiel (3:2) im September des vergangenen Jahres behielt auch diesmal die Aschaffenburger Viktoria gegen Vilzing die Oberhand. – Foto: IMAGO / Frank Scheuring

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Nichts war's mit dem erhofften Heimsieg vor den Osterfeiertagen: Die DJK Vilzing musste sich am Mittwochabend dem Tabellenletzten Viktoria Aschaffenburg mit 1:2 geschlagen geben. In einer Partie, die vor allem durch personelle Sorgen und eine bittere gelb-rote Karte geprägt war, fanden die Oberpfälzer gegen leidenschaftlich kämpfende Unterfranken zu selten zu ihrem Spiel.


Die Vorzeichen standen für die DJK alles andere als günstig. Ohne den gesperrten Außenverteidiger Thomas Haas sowie Mittelfeldmotor Alexis Fambo musste die Heimelf ordentlich umbauen. Zwar kehrten Luis Bezjak und Mario Kufner in die Startelf zurück, doch die gewohnte Souveränität im Spielaufbau fehlte zunächst. Aschaffenburg, das seit 15 Spielen auf einen Sieg wartete, agierte galliger und suchte immer wieder den Abschluss. Vilzings Keeper Weber hielt seine Farben in der ersten Halbzeit mit starken Reflexen – unter anderem gegen Kallo (26.) und den immer wieder aus nah und fern anrennenden Viktoria-Kapitän Baier – im Spiel, während die eigene Offensive kaum Akzente setzen konnte. So rettete man das 0:0 nur mit Mühe in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel schien die DJK zunächst stabiler zu stehen, doch die 63. Minute versetzte den Hausherren einen nachhaltigen Schlag: Ausgerechnet Rückkehrer Mario Kufner brachte Viktorias Cassaniti im Strafraum zu Fall - und sah dafür die Ampelkarte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Benjamin Baier sicher zum 0:1 für sein Farben. In Unterzahl rannte Vilzing tapfer an, offenbarte aber Lücken, die Roberto Desch in der 82. Minute nach einer Ecke eiskalt zum 0:2 nutzte.

Wer nun dachte, die Messe sei gelesen, sah sich jedoch getäuscht: Die Kirschbaum-Elf bewies Moral: Nur drei Minuten nach dem zweiten Gegentreffer verwandelte Andreas Jünger einen Foulelfmeter eiskalt unter die Latte (85.) - und blies zur Schlussoffensive. In der fünfminütigen Nachspielzeit lag der Ausgleich sogar noch in der Luft, doch der Schuss von Tobias Kordick von der Strafraumkante zischte knapp am linken Pfosten vorbei (90.). Am Ende steht eine unangenehme Heimniederlage, die für Vilzing als Weckruf dienen dürfte. Während die Gäste aus Aschaffenburg ihren Befreiungsschlag feierten, muss die DJK ihre Wunden lecken und hoffen, dass sich die personelle Situation zeitnah wieder entspannt...

Die Partie aus Sicht von Vilzings Trainer Thorsten Kirschbaum: "Eine enttäuschende Niederlage für uns. In der ersten Halbzeit haben wir kein gutes Spiel gemacht, haben keine guten Lösungen gefunden. Aschaffenburg hatte immer wieder Umschalt-Situationen, aber bis auf den ein oder anderen Fernschuss auch keine hundertprozentigen Torchancen.

In Hälfte zwei haben wir dann deutlich mehr Energie reingebracht - so, wie wir's uns von Anfang an vorgestellt haben. Die erste Viertelstunde haben wir komplett in der Hälfte der Aschaffenburger absolviert, Bälle schnell wieder gewonnen - das sah gut aus. Und dann gab's aus meiner Sicht zwei klare Fehlentscheidungen vom Schiedsrichter: Einmal pfeift er das Stürmerfoul an Jünger nicht - und 20 Sekunden später der Elfmeterpfiff, der aus meiner Sicht keiner war. Ich durfte ja nicht auf der Bank sitzen, saß an der Seitenlinie (Anm. d. Red.: auch er war rotgesperrt), war auf der Höhe, der Stürmer lässt sich einfach reinfallen; ich dachte eigentlich, er gibt die gelbe Karte für eine Schwalbe, aber dem war nicht so. Stattdessen Elfmeter - und auch noch Gelb-Rot für Mario Kufner.

Wir lagen dann in Unterzahl mit 0:1 hinten, haben noch alles reingeworfen, doch es hat am Ende nicht mehr gereicht. Wir gehen weiter Richtung München und dann schauen wir, was nächste Woche rauskommt."

Das Spiel aus Sicht von Matthias Graf, Co-Trainer der DJK: "In der ersten Halbzeit kam von unserer Mannschaft zu wenig - und wir gehen nur mit Glück ohne Gegentor in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel sind wir besser in die Partie gekommen, bekommen dann aber in dieser Phase einen Elfmeter und einen Platzverweis gegen uns, so dass sich das Spiel wieder komplett gedreht hat. Am Ende haben wir nochmal alles versucht und den Anschlusstreffer erzwungen. Doch zum Ausgleich hat es am Ende nicht mehr gereicht."