2026-04-10T07:15:08.667Z

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„Dachte, jemand hat das Licht ausgeknipst“: Zeh kritisiert Bedingungen in Köln

von Thorsten Pracht · Heute, 16:47 Uhr · 0 Leser
Szene aus dem Hinspiel: Marc Kleefisch ist umringt von Kölner Fortunen.
Szene aus dem Hinspiel: Marc Kleefisch ist umringt von Kölner Fortunen. – Foto: Michael Schnieders

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In der Fußball-Mittelrheinliga punktet der FC Wegberg Beeck bei Fortuna Köln II. Gutes Spiel, schwaches Flutlicht. Marc Kleefisch macht sein 18. Saisontor.

Ein gutes Auswärtsspiel bei einem starken Gegner lieferte Fußball-Mittelrheinligist FC Wegberg-Beeck am Freitagabend bei der Zweitvertretung von Fortuna Köln ab. Mit der Leistung beider Teams konnte das Flutlicht auf dem Kunstrasenplatz im Jean-Löring-Sportpark allerdings nicht mithalten. „Das hat mit gehobenem Amateurfußball nichts zu tun. Es war viel zu dunkel“, ärgerte sich Beeck Trainer Mark Zeh über die schlechten Rahmenbedingungen.

Kleefisch trifft erneut

Der Reihe nach: Beeck musste auf den erkrankten Marc Brasnic und die am Knie verletzten Kai Bösing und Luca Bini verzichten. Mit drei Punkten Rückstand auf den Tabellensechsten und dem Wissen um die Spielstärke der jungen Fortunen waren die Wegberger in die Kölner Südstadt gereist, und die Erwartungen wurden bestätigt. „Fortuna hat uns vor einige Aufgaben gestellt“, lobte Zeh den Gegner, sein Team habe mit guten Anlaufen „erwachsen“ auf die Kölner Spielweise reagiert. Und die Beecker haben nun mal einen Top-Goalgetter in ihren Reihen. Mit Saisontor Nummer 18 brachte Marc Kleefisch die Gäste per Kopf in Führung (22.). Vor der Pause drückte die Fortuna, die Kleeblätter mussten brenzlige Situationen überstehen und nahmen den knappen Vorsprung mit in die Kabine.

Weiter ging es nach Sonnenuntergang. „Als wir aus der Pause kamen, dachte ich, jemand hat das Licht ausgeknipst“, beschrieb Zeh die Sichtverhältnisse. Eigentlich wolle er solche Dinge nicht zum Thema machen, sagte Zeh. „Aber man muss das einfach ansprechen, wir reden von der höchsten Verbandsklasse. Das war eine Katastrophe, so kann man kein Fußball spielen“, stellte der Trainer klar. Sein Team schien mit dem Dämmerschoppen gut klarzukommen. Justin Hoffmanns wurde nach einem Lauf in die Tiefe bedient und schloss einen Konter mit dem 0:2 ab (47.).

Issifou gleicht aus

Wieder reagierte die Fortuna mit einer Drangphase, die Beeck aber überstand – bis zu einem Ballverlust in der Offensive, den die Kölner zum Anschlusstreffer durch Salvatore Davide Giambra nutzten (67.). Acht Minuten später war die Partie egalisiert: Der 20-jährige Stürmer Jamal Issifou (Zeh: „Es würde mich wundern, wenn er kommende Saison noch in der Mittelrheinliga spielt“) stellte mit seinem zwölften Saisontor auf 2:2.

Eine Spielsituation, in der die Beecker in dieser Saison schon ein ums andere Mal die Kontrolle verloren hatten. Nicht so am Freitagabend: „Wir haben es diesmal geschafft, das abzuschütteln. Die Mannschaft ist zurückgekommen“, zollte Zeh seiner Elf Respekt in Sachen Mentalität. Drei, vier Situationen boten sich, das Spiel zu entscheiden. „Wir hatten den Lucky Punch auf dem Fuß oder dem Kopf“, fand Zeh, der am Ende aber ein leitungsgerechtes Remis in einem guten Spiel gesehen hatte. Beide Teams werden sich kommende Saison wiedersehen, nur nicht unter Flutlicht. Zeh: „Wenn wir nochmal gefragt werden, ob wir am Freitagabend spielen, werden wir das sicher nicht machen.“

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