2024-05-29T12:18:09.228Z

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Alper Kayabunar will ab Sommer wieder angreifen und baut auf den Standortvorteil von Türkgücü München.
Alper Kayabunar will ab Sommer wieder angreifen und baut auf den Standortvorteil von Türkgücü München. – Foto: IMAGO/Fotostand / Jovic

Coach Kayabunar wittert Standortvorteil – greift Türkgücü ab Sommer mit neuen Spielern wieder an?

„Viele Möglichkeiten gibt es in München nicht“

Türkgücü München hat nach der Winterpause erst einmal gewonnen. Ab Sommer will Alper Kayabunar mit einer neu formierten Mannschaft wieder angreifen.

München – Es waren keine einfachen Wochen für Alper Kayabunar und seine Mannschaft nach der Winterpause. Fast sechs Monate musste Türkgücü München warten, ehe nach der starken ersten Saisonhälfte wieder ein Sieg gelang. Am 32. Spieltag setzte sich die Elf von der Heinrich-Wieland-Straße im Heimspiel gegen den SV Schalding-Heining mit 2:1 durch.

„Wir waren natürlich schon sehr, sehr enttäuscht.“

Alper Kayabunar über die teilweise herben Klatschen nach der Winterpause.

„Wir waren natürlich schon sehr, sehr enttäuscht“, gestand der 38-Jährige vergangene Woche nach dem knappen Heimsieg gegen den Aufsteiger aus Niederbayern. Zwei Punkte hatte Kayabunar zuvor seit Jahresbeginn mit seiner Mannschaft gesammelt. In den Partien vor dem Dreier gegen Schalding-Heining kassierte Türkgücü München teilweise herbe Klatschen. 0:4 in Bayreuth, 0:4 in Würzburg, 0:5 in Ansbach oder 0:4 im Heimspiel gegen Burghausen. Den viel zitierten Bock haben die Münchner gegen Schalding aber scheinbar nicht umgestoßen. Gestern setzte es beim 0:7 in Vilzing die höchste Saisonniederlage.

Nach den Finanzproblemen und dem damit verbundenen Abgang etlicher Stammspieler war bzw. ist der Kader nicht Regionalliga-tauglich. Das soll sich aber im Sommer wieder ändern. Mit Ünal Tosun, der spielender Co-Trainer wird, hat ein Leader verlängert. Außerdem: Im Großtraum München ist, abgesehen vom FC Bayern II, nach dieser Spielzeit voraussichtlich kein Team mehr übrig, das in Bayerns höchster Amateurklasse spielen möchte. Das könnte Türkgücü in die Karten spielen.

Neue Spieler für Türkgücü München: Trainer Alper Kayabunar setzt auf den Standort

„Ich denke, dass wir ganz normal nächste Saison in der Regionalliga starten“, sagt Kayabunar, der noch bis 2025 unter Vertrag steht. Gespräche mit der Vereinsführung gab es zwar seit der Winterpause offenbar nicht, aber der Sympathieträger geht bisher wohl davon aus, auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie zu stehen.

Und dann wieder mit einer wettbewerbsfähigen Mannschaft. Der ehemalige Mittelfeldspieler spricht von einem Privileg und ist sicher, „dass unser Standort sehr, sehr gut ist. Ich glaube, viele Spieler, die hier im Umland leben oder Fußball spielen, haben schon den Traum, in der Regionalliga zu spielen“.

„Jeder junge Spieler, der irgendwie Ambitionen hat, möchte in der Regionalliga spielen. Viele Möglichkeiten gibt es hier in München nicht.“

Alper Kayabunar

Für den BFV hagelt es Absagen. Aus der Bayernliga Süd will kaum ein Verein aufsteigen. Klubs wie Heimstetten, Deisenhofen oder Landsberg können bzw. wollen die Auflagen des Verbands nicht stemmen. Deshalb hofft Kayabunar, dass er und sein Klub davon profitieren werden. „Wir werden vielleicht im Sommer wieder einen größeren Umbruch haben und dem einen oder anderen dann wieder eine Chance geben, sich zu beweisen.“

Kayabunar ist optimistisch, neue Leistungsträger an die Heinrich-Wieland-Straße locken zu können. „Ich denke, jeder junge Spieler, der irgendwie Ambitionen hat, möchte in der Regionalliga spielen. Viele Möglichkeiten gibt es hier in München nicht“, erläutert er seine schlüssige Theorie. „Wir sind eigentlich der einzige Klub, weil der FC Bayern niemand von Landsberg oder Heimstätten holen würde. Das wollen wir vielleicht dann zum Sommer auch ausnutzen und wieder schlagkräftig werden.“ (jb)

Aufrufe: 012.5.2024, 12:30 Uhr
Jörg BullingerAutor