2026-06-09T05:59:15.975Z

Allgemeines

Christian Nolte über die Gründe für sein Aus in Bad Westernkotten

Der Ex-Coach des Westfalenliga-Aufsteigers im ausführlichen Interview bei FuPa Westfalen.

von Tom Vieth · Heute, 17:15 Uhr · 0 Leser
Christian Nolte stand über drei Jahre lang an der Seitenlinie des SuS Bad Westernkotten.
Christian Nolte stand über drei Jahre lang an der Seitenlinie des SuS Bad Westernkotten. – Foto: Kamil Wilkowski

Die Verwunderung war groß, als Cheftrainer Christian Nolte im Oktober 2025 plötzlich und mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt beim Landesliga 2-Titelkandidaten und späteren Meister SuS Bad Westernkotten verkündete. Exakt acht Monate später spricht der 43-Jährige im Interview mit FuPa Westfalen ausführlich über seine Gründe, die darauffolgenden Reaktionen und seine Zeit am Zehnthof.

FuPa Westfalen: Christian, genau acht Monate ist es her, dass du das vorerst letzte Mal an der Seitenlinie gestanden hast. Wie hast du die fußballfreie Zeit genutzt? Wie viele Sonntage warst du noch als Zuschauer auf den heimischen Sportplätzen zu Gast?

Christian Nolte: Ich habe die Zeit nach meinem Rücktritt mit meiner Familie, meinen Freunden, zum Sport machen und zur persönlichen Weiterentwicklung genutzt. Es geht dabei beispielsweise um die Entwicklung von Führungskräften oder sportlich, wie man das Training zur Leistungssteigerung und Motivation verbessern kann. In der Rückserie habe ich mir dann in jeder Liga, angefangen von der 1. Bundesliga bis zur C-Liga, überall mindestens ein Spiel angesehen. Ehrenamtlich, aber ohne festen Posten, helfe ich ab und an beim TSV Rüthen aus. Das ist der Verein, wo ich auch lebe und wohne. Dort halte ich mich auch fit.

FuPa Westfalen: Du bist damals nach der 0:2-Niederlage am 9. Spieltag beim BSV Menden zurückgetreten. Dabei war man unter deiner Leitung richtig gut in die Saison gestartet, unter anderem mit Siegen gegen direkte Konkurrenten: 4:0 gegen den späteren Vizemeister und Mitaufsteiger Salchendorf, 2:1 in Dröschede und 2:0 in Neheim. Warum so früh und zu diesem Zeitpunkt der Saison?

Christian Nolte: Das Spiel in Menden hatte nichts mehr mit meiner Entscheidung zu tun. Erste Gedanken gab es bereits während der Vorbereitung und zuletzt zu Saisonbeginn. Zuletzt ausschlaggebend war aber das Spiel die Woche davor zu Hause gegen Schmallenberg/Fredeburg (1:2). Am Samstag vor unserem Spiel hat die Ü32 ihr Kreispokalspiel auf dem Rasen im Stadion ausgetragen. Am Sonntag vor uns dann noch die 2. Mannschaft ihr Meisterschaftsspiel. Wir haben den Platz dann als dritte Mannschaft bespielen dürfen, nach dem schon zwei Mannschaften vor uns darauf gespielt haben. Schmallenberg/Fredeburg stellte sich tief, lauerte auf Konter, erzielt ein Tor nach einer Freistoßvariante und erhält dazu noch einen Elfmeter, der keiner war. Hinzu kam noch eine indiskutable Schiedsrichterleistung. Wir konnten aufgrund der Platzverhältnisse unser Pass- und Offensivspiel nicht durchbringen, weil der Platz es nicht hergab.

Im Fokus: das Stadion Am Zehnthof des SuS Bad Westernkotten.
Im Fokus: das Stadion Am Zehnthof des SuS Bad Westernkotten. – Foto: Kamil Wilkowski

FuPa Westfalen: War das auch der Hauptgrund für deinen damaligen Rücktritt in Bad Westernkotten?

Christian Nolte: Mit unter. Bad Westernkotten verfügt über zwei Naturrasenplätze. Einmal der Rasenplatz am Schottenteich, der gleichzeitig auch als Trainingsplatz fungiert und in einer deutlich besseren Verfassung ist als der Hauptrasenplatz am Zehnthof, wo die Meisterschaftsheimspiele stattfinden. Der Platz am Zehnthof ist aber in seiner Verfassung absolut nicht mehr zeitgemäß und in die Jahre gekommen. Er ist sehr wellig, uneben und sehr schwer zu bespielen. Er wurde im Laufe der Jahre nicht ausreichend angepasst oder entsprechend modernisiert. Natürlich hat der Verein immer versucht den Platz bestmöglich herzurichten, aber das konnte das eigentliche Problem nicht lösen.

Die Spieler in der Mannschaft sind im Laufe der Jahre mit der Platzsituation zunehmend unzufriedener geworden und es war immer wieder Thema. Für mich war es dann schwierig auf Dauer zwischen Spielern und dem Vorstand zu vermitteln. Wir waren in den letzten beiden Jahren in der Auswärtstabelle immer ganz vorne mit dabei. In der Heimtabelle hingegen nicht. Es ist halt ein Unterschied, ob man alle 14 Tage dort spielt oder wie unsere Gegner einmal in der gesamten Saison. Vor allem bei einer spielstarken Mannschaft wie wir es waren. Die jüngere Generation an Spielern denkt da heutzutage einfach anders und wenn sie dann jede zweite Woche bei den Auswärtsspielen auf modernen Platzanlagen spielt, macht es das für alle Beteiligten nicht einfacher. Ich brauche dann auch keinem mehr erzählen, dass ich acht Jahre meiner Jugend auf roter Asche in Meerhof gespielt habe.

FuPa Westfalen: Meinst du also, dass die angesprochenen Heimschwäche mit den schwierigen Platzverhältnissen zusammenhing?

Christian Nolte: Schon, ja und man sollte dabei auch die Stimmen der Spieler mit einbeziehen, wenn es sich dabei um sachliche Kritik handelt. Vor unseren Meisterschaftsspielen fanden die Meisterschaftsspiele der 2. Mannschaft statt, die jetzt wieder in die Bezirksliga aufgestiegen ist. Je nach Wettersituation, war der Platz dann bereits einmal vorbespielt. Wir haben demnach als Landesligamannschaft die schlechteren Platzbedingungen vorgefunden als die klassentiefere 2. Mannschaft. Dabei gab es noch einen weiteren Rasenplatz, der deutlich besser gewesen ist und nur wenige hundert Meter vom Stadion entfernt war, aber nicht genutzt wurde.

Man hätte das alles gut absprechen und regeln können, aber es sollten immer beide Mannschaften ihre Heimspiele hintereinander auf dem Rasen im Stadion austragen. Dadurch wurden die Heimspiele unnötig erschwert. Natürlich hatte der Verein dafür seine Gründe und ich habe versucht auch diese an die Mannschaft zu vermitteln, aber für Fußballer ist das zweitranging. Sie wollen vernünftige Platzbedingungen, um ihren Fußball spielen zu können.

FuPa Westfalen: Du hast nach deinem Rücktritt erklärt, dass „unterschiedliche inhaltliche Punkte“ ausschlaggebend waren. War damit vor allem das „Rasenproblem“ gemeint oder auch andere Aspekte?

Christian Nolte: Nach meinem Rücktritt hat der Vorstand meinen Kritikpunkt zeitnah umgesetzt. Die Mannschaft aus Bad Westernkotten konnte in der Zeit nach mir jedes Heimspiel auf dem neuen Kunstrasenplatz in Erwitte austragen – Ausnahme war das Heimspiel gegen den USC Altenautal. Es folgten 10 „Heimspiele“ auf Kunstrasen in Erwitte. Dabei kam es zu 8 Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage. Die Platzverhältnisse des neuen Kunstrasens kamen der Mannschaft sehr entgegen, das sind auch die Rückmeldungen der Spieler und das spiegeln auch die Ergebnisse wider. Die Mannschaft stand ab dem Platzwechsel natürlich in der Pflicht, ist enger zusammengerückt und hat abgeliefert. Dazu wurde der Rasenplatz in Bad Westernkotten für die ganze Rückserie gesperrt, weil er komplett erneuert wurde. Er soll zur neuen Saison 2026/2027 bespielbar sein. In meiner Zeit als Trainer habe ich das sehr oft beim Vorstand angesprochen und versucht das Thema zu platzieren.

Natürlich gibt es auch noch weitere Aspekte für meinen Rücktritt, die aber nicht in die Öffentlichkeit gehören. Ich hatte dort viele gute Momente, die überwiegen und dabei soll es bleiben. Nach meinem Rücktritt in Bad Westernkotten haben sich fast alle meine Ex-Vereine bei mir gemeldet und wollten mich als Trainer zurückholen. Ich denke das sagt viel aus. Einzig mein Timing in der Vergangenheit hätte ab und an besser sein können.

FuPa Westfalen: Glaubst du, dass dein Rücktritt damit etwas ins Rollen gebracht hat?

Christian Nolte: Der Verein hat an der Stelle auf jeden Fall genau gemerkt, wie ernst es mir um die Situation war. Wäre ich nicht zurückgetreten, hätte die Mannschaft jedenfalls nicht fast all ihre Heimspiele auf dem Kunstrasen in Erwitte ausgetragen. Es wäre ähnlich weiter gegangen wie bisher, sonst hätte man es vorher ja auch jederzeit ändern können.

Nolte: „Wir sind ‚Reisende‘ gewesen.“

FuPa Westfalen: Wie waren ansonsten die Trainingsbedingungen?

Christian Nolte: Im Frühling und im Sommer auf dem Naturrasenplatz am Schottenteich in Bad Westernkotten. Allerdings konnte ich das Training dort nicht immer so gestalten wie ich es geplant hatte. Teilweise gab es unterschiedlich Auffassungen über die Nutzung des Platzes, wie und wo ich die verschiedenen Übungen und Spielformen trainiere, einige auch außerhalb des Spielfeldes. Aus dem Grund musste ich oft improvisieren.

In der Herbst- und Winterzeit sind wir dann zum Training auf den Kunstrasen nach Lipperode, Dedinghausen, Geseke, Upsprunge, Lippstadt, Rüthen und zuletzt Erwitte gefahren. Wir haben sogar zwischenzeitlich auf den Kunstrasenkleinspielfeldern in Oestereiden und Horn trainiert. Wir sind „Reisende“ gewesen. Immer mussten alle Trainingssachen eingepackt und mitgenommen werden. In meinem ersten Jahr fand das Training von 20:30-22:00 Uhr auf Kunstrasen in Lipperode statt. In meinem zweiten und dritten Jahr der Regel von 20:00-21:45 Uhr auf Kunstrasen in Lippstadt. Freitags mussten wir immer improvisieren und jede Woche neu suchen. Mir war es wichtig, dass die Jungs auch noch etwas vom Wochenende haben. Jede Woche 3x die Woche volle Tage mit Training, bis zum Teil in die Nacht hinein.

FuPa Westfalen: Blicken wir noch einmal in den Oktober zurück: Wie waren die Reaktionen nach deinem Rücktritt?

Christian Nolte: Keiner konnte es zunächst verstehen. Es haben mich sehr viele Leute kontaktiert und wollten die genauen Gründe wissen, aber das hätte nichts geändert. Die Mannschaft hat sich danach auch nochmal bei mir gemeldet. Eine Woche vor Weihnachten, also fast drei Monate nach meinem Rücktritt, hat sie mich zu Hause überrascht. Merlin Sonntag hat das Ganze in Absprache mit meiner Frau als Überraschung geplant. Ich wusste wirklich nichts davon. Sie haben mir sogar noch ein Geschenk überreicht. Wir haben dann bis in die Nacht hinein zusammengesessen. Ich rechne das den Jungs hoch an. Diese Geste hat mir sehr viel bedeutet.

Eine Weihnachtsüberraschung, ein klärendes Telefonat und eine Einladung zur Aufstiegsfeier

FuPa Westfalen: Wie blickst du auf über drei Jahre SuS Bad Westernkotten zurück?

Christian Nolte: Im Laufe der Jahre hatte ich das Glück viele gute Menschen kennenlernen zu dürfen und positive Erfahrungen und Erinnerungen zu sammeln. Das gilt für Spieler wie Verantwortliche, aber auch für Menschen über den Verein hinaus. Jetzt alle hier namentlich zu erwähnen würde den Rahmen sprengen und am Ende würde ich noch unnötig jemanden vergessen. Unter der Woche hat mich der 1. Vorsitzende Franz-Josef Minter erstmalig seit meinem Rücktritt vor acht Monaten angerufen. So lange hatten wir keinen Kontakt mehr. Wir haben uns am Telefon ausgesprochen, wie es sich unter Männern gehört. Es war ein gutes und sehr langes Gespräch. Wir hatten uns einiges zu sagen. Er ist nicht nachtragend und ich bin es auch nicht. Zur Aufstiegsfeier, die im Juli geplant ist, hat er mich auch eingeladen.

Rückblickend war es aber auch sehr viel Arbeit. Training, Spielvorbereitung, Kaderzusammenstellung, die Gespräche mit den Spielern. Ich habe sehr viel Energie, Leidenschaft und Zeit in das Gesamtprojekt in Bad Westernkotten investiert. In all den Jahren gab es viele Baustellen, die ich nach und nach schließen musste, damit sich irgendwann der Erfolg einstellen konnte. Es galt viele Widerstände und Rückschläge zu überwinden. Ich habe dort sehr viel an den Strukturen gearbeitet, mit einem klaren Plan und einem klaren System. Insgesamt 16 Spieler aus dem aktuellen Kader habe ich in Absprache mit dem Verein nach Bad Westernkotten geholt. Von den anderen 8 habe ich vier selber noch in der U19 vom SV Lippstadt 08 trainiert. Alle Spieler des Kaders habe ich dabei aus dem Kreis Lippstadt geholt, bis auf einen. Es hat mehrere Jahre gebraucht, um die Mannschaft entsprechend zu formen und zu entwickeln und die passgenauen Positionen zu finden.

FuPa Westfalen: Welche Spieler haben die größten Sprünge gemacht?

Christian Nolte: Die gesamte Mannschaft hat sich gut entwickelt, ganz besonders Jan Penner, Marvin Schumacher, Henning Klebolte und Michael Köller. Alle habe ich aus unteren Ligen nach Bad Westernkotten geholt. Auch Stürmer Philip Köster, Linksverteidiger Luca Kaiser, Louis Sprick – als Rechtsfuß auf der linken offensiven Seite –, Rechtaußen Daniel Bertels und Rechtsverteidiger Davin Hense haben einen Sprung gemacht, nachdem wir endlich ihre Positionen gefunden hatten. Das hat zwar eine Weile gedauert, lief aber ab da es richtig gut.

Der SuS Bad Westernkotten nach dem 3:1-Coup im Westfalenpokal gegen Regionalligist SC Wiedenbrück.
Der SuS Bad Westernkotten nach dem 3:1-Coup im Westfalenpokal gegen Regionalligist SC Wiedenbrück. – Foto: privat

FuPa Westfalen: Wem traust du noch mehr zu?

Christian Nolte: Merlin Sonntag, Lukas Traufetter, Phil Mehn, Lennart Belda und David Wallmeier. Diese fünf Spieler, können in den meisten Oberliga Mannschaften Fuß fassen.

FuPa Westfalen: Nach deinem Rücktritt haben Cevahir Evin, Maurice Brock und „Billie“ Mennie übernommen. Was kannst du über die drei sagen?

Christian Nolte: Sie haben die letzten 20 Spiele nach meinem Rücktritt gut gelöst. Ich freue mich sehr, dass sie dabei an meiner Arbeit festgehalten und nicht viel geändert haben. Sie haben die Spieler in ihren Positionen weiter so aufgestellt wie davor und auch das System entsprechend beibehalten. Das empfinde ich als sehr wertschätzend.

FuPa Westfalen: An welche Momente blickst du besonders gern zurück?

Christian Nolte: Definitiv der Sieg im Kreispokal gegen den Oberligisten SV Lippstadt 08, wo wir das Spiel sogar mit einem Mann weniger gewonnen haben. Und der Sieg im Westfalenpokal gegen den Regionalligisten SC Wiedenbrück, dabei besonders die Art und Weise wie. Wir haben Wiedenbrück in der ersten Halbzeit durch temporeiches Offensivspiel phasenweise an die Wand gespielt und das als Landesligist. Zu Chancen kam Wiedenbrück erst, nachdem ich gewechselt habe. Dort ist dann ein Bruch in unserem Spiel entstanden.

Das Westfalenpokalspiel gegen den FC Gütersloh musste aufgrund von Sicherheitsbedenken der Polizei Soest/Lippstadt leider nach Delbrück verlegt werden, da man das Aufeinandertreffen von Gütersloher und Lippstädter Ultras verhindern wollte. Für mich überzogen und auch das falsche Signal, dadurch gestehen sich die Behörden selber unnötig Schwäche ein und setzen das falsche Zeichen. Ganz besonders war auch die ungeschlagene Serie von 21 Spielen ohne Niederlage in Meisterschaft und Pokal im Jahr 2025.

FuPa Westfalen: Der SuS Bad Westernkotten hat im weiteren Saisonverlauf den zwischenzeitlich auf acht Punkte enteilten SV Germania Salchendorf noch einholen können. Wärst du auch gerne Landesliga Meister und Westfalenliga Aufsteiger geworden?

Neue Herausforderung? „Grundbedingungen sollten vorliegen“

Christian Nolte: Natürlich, absolut. Bei meinem Rücktritt war mir aber bewusst, dass Salchendorf in der Hinrunde noch gegen alle Top-Mannschaften von oben spielen wird und dort Punkte lässt. Wir hätten dagegen nur noch Mannschaften aus dem Mittefeld oder von unten gehabt. So ist es dann ja auch gekommen.

Manchmal ist es im Leben aber wichtiger, sich, seinen Prinzipien und Werten treu zu bleiben. Das habe ich an dem Abend meines Rücktritts zu dem Vorstand und den Spielern gesagt und wenn mein Rücktritt dazu dient, dass diese Dinge endlich angegangen und verändert werden, dann habe ich alles richtig gemacht. Genau der Fall ist eingetreten. Auch wenn es einen hohen Preis hatte und ich nun nicht mehr Teil des Ganzen bin: Irgendwann muss man für sich selber eine Entscheidung treffen und das habe ich getan – im Sinne des sportlichen Erfolgs. Trotzdem nochmals Glückwunsch an dieser Stelle an den Verein, das Trainer- und Betreuerteam und natürlich an alle Spieler zur Landesliga Meisterschaft und zum Aufstieg in die Westfalenliga.

Christian Nolte trainierte in der Vergangenheit unter anderem die FSV Bad Wünnenberg/Leiberg, den VfB Marsberg und den VfB Salzkotten.
Christian Nolte trainierte in der Vergangenheit unter anderem die FSV Bad Wünnenberg/Leiberg, den VfB Marsberg und den VfB Salzkotten. – Foto: Lukas Rogala

FuPa Westfalen: Jetzt bist du seit exakt acht Monaten ohne Trainerjob. Wie sehr kribbelt es wieder? Könntest du dir ein Engagement zur neuen Saison vorstellen, kommt für dich auch eine andere Funktion in Frage oder genießt du gerade einfach die freie Zeit?

Christian Nolte: Zunächst hat es erstmal gar nicht gekribbelt. Erst in den vergangenen Monaten kam dieses Gefühl nach und nach wieder zurück. Es gab in den vergangenen Monaten immer mal wieder Anfragen von anderen Vereinen, aber ich hatte da nicht den Kopf für. Sicherlich werde ich in der Zukunft wieder auf dem Platz stehen. In welcher Funktion, das werden wir sehen. Ich werde es aber nur machen, wenn ich mir mit dem Verein von Anfang an über die Rahmenbedingungen und Inhalte einig werde. Um als Trainer sportlich erfolgreich arbeiten zu können, sollten wenigstens die Grundbedingungen vorliegen. Ich denke, das ist nicht zu viel verlangt.