
Die Freistellung von Coach Valdrin Blakaj beim SSV Eggenfelden sorgte in der Vorwoche für Aufsehen. Obwohl der "V" tabellarisch jenseits von Gut und Böse steht, trennten sich die Verantwortlichen vom 35-jährigen Übungsleiter, der erst im vergangenen Sommer Tobias Huber auf der Kommandobrücke ablöste und dessen Vertrag kurz vor Weihnachten noch verlängert wurde. Blakaj, der in früheren Jahren unter dem damaligen Chefanweiser Marcel Thallinger an der Birkenallee bereits als Co-Spielertrainer fungierte und die Aufstiege von der Kreis- in die Landesliga mitmachen durfte, möchte sich nun mit etwas Abstand zum Sachverhalt äußern.
"Klassenerhalt sichern und gleichzeitig die Entwicklung junger Spieler fördern, war die Zielsetzung. Vor Beginn der Saison stand der Verein vor einem tiefgreifenden personellen Umbruch: Elf Spieler – größtenteils langjährige Stammkräfte – haben den Verein verlassen. Dem gegenüber standen lediglich drei erfahrene Neuzugänge. Der restliche Kader wurde bewusst mit jungen Spielern, teilweise aus dem eigenen Nachwuchs, aufgebaut. Trotz dieser Ausgangslage wurde das ausgegebene Ziel nicht nur erreicht, sondern frühzeitig erfüllt: Der Klassenerhalt war zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr. In den Jahren zuvor hingegen kämpfte der Verein regelmäßig bis zum letzten Spieltag um den Ligaverbleib – teilweise sogar über die Relegation. Umso befremdlicher ist es, mir im Nachhinein vorzuwerfen, ich hätte bewusst auf erfahrene Spieler verzichtet", lässt Valdrin Blakaj wissen.
Nach einem Top-Start zeigte die Formkurve der jungen Truppe schon im Herbst nach unten und auch aus der Winterpause kamen Schie, Schiedermair & Co. nicht gut. Richtig rumort scheint es vor dem Duell gegen Schlusslicht FC Kosova Regensburg zu haben, das Eggenfelden nach einem zähen Kampf mit 1:0 für sich entscheiden konnte. "Insbesondere vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten wurde ein unnötiger und inhaltlich nicht nachvollziehbarer Druck aufgebaut. Dass eine Vorstandschaft nicht jedes fußballerische Detail beurteilen kann, ist das eine. Der Umgang mit meiner Arbeit und die Art der Kommunikation sind jedoch respektlos und lassen jegliche Wertschätzung vermissen. Auf menschlicher Ebene ist das für mich eine große Enttäuschung", sagt Blakaj.