
Nach dem denkbar bitteren Abschied aus der Oberliga Niederrhein richtet sich der Blick der DJK Adler Union Frintrop wieder nach vorne. In der Landesliga, Gruppe 2, materialisiert sich vor Saisonbeginn noch kein klarer Aufstiegsfavorit heraus. Im Normalfall sollte Frintrop zumindest zu den besser postierten Teams gehören.
Von der sprichwörtlichen Couch musste die DJK miterleben, wie Konkurrent TSV Meerbusch sie noch in der Nachspielzeit auf einen Abstiegsplatz drückte. Die Umstände machten den Rückschritt in die Landesliga zwar denkbar unglücklich, Spieler und Verantwortliche wollten sich damit jedoch nicht lange abhalten.
"Es war auf jeden Fall kurzzeitig bitter. Dann ging es aber relativ schnell. Schon am nächsten Tag konnte ich eine Aufbruchstimmung bei uns feststellen. Es herrschte keine große Trauer, auch wenn der Sonntag natürlich relativ spaßbefreit war", sagte Frintrop-Trainer Marcel Cornelissen gegenüber RevierSport. "Wir fallen nicht ins Bodenlose, das hat uns natürlich bei der Verarbeitung geholfen. Der Verein ist gut aufgestellt und die Mannschaft bleibt in den wichtigsten Teilen zusammen. Es verändert sich nicht viel, außer die Liga. Wir wollen nach vorne schauen."
Abgänge von Leistungsträgern halten sich absolut in Grenzen. Unter anderem Beslind Fazlija (TVD Velbert) und Noah Karthaus (FC Büderich) wollten der Oberliga erhalten bleiben. Auf der anderen Seite gewinnt Frintrop mit Burak Demirdere (SC Velbert) einen verlässlichen Spieler für das Mittelfeld. Dazu stoßen unter anderem mit Felix Gatner (SpVgg Sterkrade-Nord), Luka Frano Beric (A-Jugend KfC Uerdingen) und Paul Leon Thumulla (A-Jugend SpVg Schonnebeck) einige junge Spieler zum Kader hinzu.
In der tieferen Liga hat der Verein damit auch wieder die Möglichkeit, Talente aus der zweiten Reihe heranzuführen: "Wir haben viele junge Spieler verpflichtet, bei denen wir uns sicher sind, dass sie tragende Säulen im Verein werden können. Wir wollen die Jungs entwickeln. Diese Möglichkeit hätten wir in der Oberliga nicht gehab", erklärte Cornelissen.
Die DJK hat sich in der vergangenen Jahren etwas als Fahrstuhlmannschaft etabliert. Nach zwei Aufstiegen in Folge, ging es nun wieder aus der Oberliga einen Schritt nach unten. Vielleicht würde es dem Verein dementsprechend auch gut tun, sich zunächst in er Landesliga zu etablieren, bevor man einen erneuten Anlauf in der fünfthöchsten Spielkasse angeht.
Etwaige Aufstiegsansprüche werden ohnehin nicht verkündet: "Wir sind kein Verein, der jetzt anfängt große Sprüche rauszuhauen, sowas haben wir nie gemacht und damit fangen wir jetzt auch nicht an. Die Liga wird unglaublich ausgeglichen sein. Ich sehe keine Mannschaften, die positiv oder negativ herausstechen. Am Ende wird es vielleicht darauf ankommen, wer einen Lauf starten kann und wer den breitesten Kader hat. Hier sehe ich uns sehr gut aufgestellt.
Mit einem ausgeglichenen Kader ohne wesentliche Verluste aus der Oberliga-Saison ist für die kommende Spielzeit in jedem Fall mit Frintrop zu rechnen.