
Nach nur einem Jahr muss die DJK Adler Union Frintrop das Abenteuer Oberliga Niederrhein wieder abbrechen. In einem herzzerreißenden Finale sprang der TSV Meerbusch in letzter Instanz noch vor die Essener, die am letzten Spieltag unbeteiligt in die Röhre schauen mussten.
Die Ausgangslage vor dem finalen Spieltag hätte schlimmer für Adler aussehen können. Punktgleich mit dem Mülheimer FC 97, hätte es ein Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt gegen dem MFC gegeben, hätte dieser sein letztes Spiel verloren. Der TSV Meerbusch musste wiederum sein Spiel gegen den VfB Hilden gewinnen, um noch einmal an Frintrop vorbeizuziehen.
Letztlich kam es, wie es kommen musste: Beide Kontrahenten erledigten ihre Hausaufgaben, weshalb Union Frintrop unbeteiligt mit ansehen musste, wie es auf den letzten offenen Abstiegsplatz abrutschte. Meerbusch erzielte seinen Siegtreffer dabei auch erst in der fünften Minute der Nachspielzeit. Ein Umstand, der den Abstieg für die Adler umso bitterer macht.
"Das war das absolute Worst-Case-Szenario. Man ist natürlich darauf vorbereitet gewesen, aber die 95. Minute ist natürlich das absolut Schlimmste, was überhaupt passieren konnte. Wenn es zur Halbzeit 3:0 steht, dann sagt man 'okay, dann sollte es nicht sein'", offenbarte Marcel Cornelissen seine Gefühlslage dem RevierSport.
Nach Murphys Law hat der Übungsleiter zunächst auch das schlimmste erwartet: "Man geht die ganze Zeit davon aus, dass man absteigt, aber wenn es dann in der 80. Minute 1:0 für Hilden steht, dann ist der Nichtabstieg auf einmal ganz nah", schilderte Cornelissen. "Du brauchst einfach mal zwischendurch ein bisschen Glück. Das hatten wir jahrelang, auch in engen Situationen. Jetzt haben wir es wohl aufgebraucht, aber wir haben beim Fußballgott jetzt wieder einen gut."
Mit dem Gang zurück in die Landesliga wird sich grundsätzlich nicht viel an der Transfer- und Kaderplanung tun. Alle Spielergespräche wurden schon im Vorgang unter dem Gesichtspunkt eines möglichen Abstiegs geführt.
"Wir brauchen Leute, die sich mit der Aufgabe identifizieren. Die Leute, die in der Oberliga gekommen wären, kommen jetzt auch in der Landesliga", erklärte Cornelissen.
Die Verantwortlichen werden nach dem bitteren Ausscheiden aus der Oberliga sicherlich erstmal ihrer Wunden lecken. Spätestens zu Beginn der Sommervorbereitung will die DJK Adler Union Frintrop wieder erneut angreifen.