2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

Bitterer Abend für die Benders: Die Reaktionen zum Dienstag

Wacker-Aus im Pokal und Haching patzt im Titelrennen

von Mathias Willmerdinger · Heute, 11:00 Uhr · 0 Leser
Für Lars Bender (im Hintergrund) und sein Team war am Dienstagabend der Traum vom Pokalsieg ausgeträumt.
Für Lars Bender (im Hintergrund) und sein Team war am Dienstagabend der Traum vom Pokalsieg ausgeträumt. – Foto: Frank Scheuring

Es war ein bitterer Abend aus Sicht des SV Wacker Burghausen. Die Elf von Coach Lars Bender musste sich nach hartem Kampf dann doch den Würzburger Kickers geschlagen geben und schied damit im Halbfinale des Totopokals aus. Das große verbliebene Saisonziel ist damit auch weg. In der Regionalliga liegt der SV Wacker derzeit auf Rang elf jenseits von Gut und Böse. Und auch Zwillingsbruder Sven erlebte in Ansbach einen Rückschlag. Die Hachinger patzten im Titelrennen und verloren mit 0:1 in der mittelfränkischen Bezirkshauptstadt. Wir haben für euch die Reaktionen zum Pokalduell und dem Liga-Nachholspiel vom Dienstagabend:


Perfekter Einstand für Kickers-Coach Michael Schiele, der nach dem erfolgreichen Ligadebüt gegen Aschaffenburg (4:0) auch im Pokal jubeln darf. Im Anschluss der Partie gegen Wacker sagte er den Medienvertretern: "Es war ein aufregendes Spiel. Am Ende mit einem verdienten Sieger. Die Jungs konnten viel von dem umsetzen können, was wir sehen wollten. Jetzt freuen wir uns natürlich, dass wir im Endspiel stehen."

Wo Sieger, da natürlich auch Verlierer. Für den SV Wacker Burghausen ist der Traum vom Finale "dahoam" geplatzt. Am Morgen danach sagt Geschäftsführer Andreas Huber im Gespräch mit FuPa: "Die Enttäuschung bei uns ist natürlich riesengroß. Der Mannschaft kann man so gut wie keinen Vorwurf machen. Die Jungs haben alles rausgehauen. Vielleicht hätten wir nach dem Ausgleich das 1:1 länger halten müssen, so bekommen wir binnen drei Minuten leider auch noch das 1:2. Das war extrem bitter! Und davon haben wir uns auch nicht mehr erholt, so ehrlich muss man sein. Was man aber auch berücksichtigen muss: Die Würzburger haben vor allem nach der Pause ein ganz starkes Spiel gemacht. Wir wollten Nadelstiche setzen, aber die Kickers haben halt kaum etwas zugelassen. Die haben schon brutale Qualität im Kader."

Mehr als 250 Fans aus Burghausen hatten ihr Team nach Würzburg begleitet.
Mehr als 250 Fans aus Burghausen hatten ihr Team nach Würzburg begleitet. – Foto: Frank Scheuring

Was bleibt nun aus Wacker-Sicht? "Wir nehmen das Positive mit. Wir haben gesehen, welches Potential wir haben. Über 250 Fans sind an einem Dienstagabend mit nach Würzburg gefahren. Das ist alles andere als selbstverständlich", betont Huber, der die Mannschaft im Saisonendspurt in die Pflicht nimmt: "Wir wollen mit einem guten Gefühl rausgehen. In den kommenden Spielen wollen wir sehr fleißig punkten. Am Ende wollen wir schon unter den ersten Sechs landen. Tabellenplatz elf, auf dem wir augenblicklich stehen, kann nicht unser Anspruch sein."

Sven Bender (vorne) musste am Ende mit ansehen, wie sich die Ansbacher diebisch über ihren Coup freuten.
Sven Bender (vorne) musste am Ende mit ansehen, wie sich die Ansbacher diebisch über ihren Coup freuten. – Foto: Kurt Botsch


Wie haben die Coaches die Partie gesehen? Ansbachs Cheftrainer Niklas Reutelhuber sagte im Anschluss im Pressegespräch im Vereinsheim befragt nach seinem Fazit mit einem Augenzwinkern folgendes: "Viel hinterhergelaufen, einmal aufs Tor geschossen, getroffen und drei Punkte mit heim genommen." Und dann schob er nach: "Riesenrespekt an die Jungs. Die Leidenschaft war heute auf Anschlag. Mehr als die Jungs heute gelaufen sind, kann man nicht laufen."



Matthias Rascher, Co-Trainer bei der SpVgg Ansbach, meinte mit Blick auf die Partie: "Wir haben heute über 90 Minuten leidenschaftlich gekämpft. Wir haben alles gegeben, haben alles auf dem Platz gelassen. Klar hat uns auch die rote Karte so ein wenig ins Spiel gebracht. Ich muss aber auch sagen, dass es zum Schluss gar nicht mal so unverdient ist. Unterhaching hatte auch nicht viele Großchancen und wir konnten halt den Lucky-Punch setzen. Wir können zufrieden sein, dass wir wieder einen Tabellenführer geschlagen haben."

Hachings Cheftrainer Sven Bender war nach dem unnötigen Ausrutscher sichtlich bedient: "Wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt mit vielen Tormöglichkeiten. Hätten wir ein bisschen zielstrebiger und genauer agiert, dann wären wir in Führung gegangen. Wir bekommen dann in der zweiten Halbzeit eine rote Karte, die das restliche Spiel dann recht gut beschreibt."