2024-05-29T12:18:09.228Z

Der Spieltag
Vergeblich stemmten sich Johannes Singl (links) und der TSV Dinkelscherben dem Schlusslicht SpVgg Langerringen (rechts Michael Keppeler) entgegen. Nach einer bitteren Heimpleite steckt man tief im Abstiegsschlamassel.
Vergeblich stemmten sich Johannes Singl (links) und der TSV Dinkelscherben dem Schlusslicht SpVgg Langerringen (rechts Michael Keppeler) entgegen. Nach einer bitteren Heimpleite steckt man tief im Abstiegsschlamassel. – Foto: Marcus Merk

Bittere Dinkelscherber Pleite gegen Schlusslicht

Für den Bezirksligisten wird die Luft nach der 1:3-Heimniederlage gegen Langerringen ganz dünn +++ Tabellenführer Aystetten holt in Oberstdorf nach 1:4-Rückstand noch ein 4:4 +++ Meringer Flutlicht-Heimpremiere endet bitter

Die Enttäuschung nach Abpfiff war groß und in den Gesichtern der Dinkelscherber Spieler, Verantwortlichen und Zuschauern abzulesen, als der Tabellenletzte aus Langerringen jubelnd im Mittelkreis den 1:3-Auswärtserfolg in der Bezirksliga Süd feierte. Nach einem 1:4-Rückstand kam der SV Cosmos Aystetten beim FC Oberstdorf noch zu einem Unentschieden. Damit bleibt der Spitzenreiter im 14. Spiel in Folge ungeschlagen. Der TSV Babenhausen kam nicht über ein 1:1 gegen den TSV Haunstetten hinaus. Der SV Türkgücü Königsbrunn bleibt auch nach dem dritten Spitzenspiel seit der Winterpause ungeschlagen. Nach dem 1:1 beim SV Egg bleiben die Königsbrunner auf Platz fünf.

Zur Halbzeit machte die Partie nicht den Anschein für dieses Ergebnis, denn trotz mäßigem Niveau und vielen Fehlpässen auf beiden Seiten hatte die Finkel-/Fürst-Truppe das Spielgeschehen weitestgehend im Griff, auch wenn Torchancen Mangelware blieben. Zwei nennenswerte Abschlüsse von Hakan Avci und Lukas Hörtensteiner standen zu Buche, bis es in der 45. Minute einen Eckball gab, den Paul Holand maßgenau in den Fünfmeterraum servierte, wo TSV-Innenverteidiger Jonas Mößner am höchsten stieg und zum 1:0 einköpfen konnte. Auch der erste Abschluss nach der Pause gehörte der Heimelf, aber ein strammer Schuss von Thomas Kubina verfehlte knapp das Tor (46.). Bis dahin schien alles nach Plan zu laufen für die Lila-Weißen, doch ein Treffer Marke „Tor des Monats“ leitete die Wende ein. Ein im Mittelfeld abgefangener Ball gelangte zu Robin Keiß, der Heimkeeper Lukas Kania zu weit vor seinem Tor wähnte und deshalb aus 40 Metern einfach mal abzog. Der Ball wurde länger und länger und schlug zum völlig überraschenden 1:1 ein (58.). Paul Holand hatte in der 73. Minute die erneute Führung auf dem Fuß, aber seine Direktabnahme im Strafraum konnte Gästetorwart Patrick Joder mit einer starken Parade klären. Zwei Minuten später parierte TSV-Keeper Kania einen Konter in Überzahl erst zweimal stark, doch beim dritten Versuch war er machtlos, als der eingewechselte Lukas Müller den Abpraller nur noch zur 2:1-Gästeführung einnicken musste. Sichtlich geschockt geriet Dinkelscherben kurz darauf erneut in einen schnellen Gegenangriff und erneut Lukas Müller blieb frei vor Kania eiskalt und erhöhte auf 1:3 (83.). Das zog der Heimelf endgültig den Stecker und es kam in der Schlussphase kaum noch zu nennenswerten Aktionen. (Kutschenreiter) Lokalsport Labo
Schiedsrichter: Fabian Hegener (Neuburg) - Zuschauer: 160
Tore: 1:0 Jonas Mößner (45.), 1:1 Robin Keiß (58.), 1:2 Lukas Müller-Daxbacher (75.), 1:3 Lukas Müller-Daxbacher (83.)

Heimertingen war in der ersten Halbzeit das aktivere Team und hatte die ersten Chancen durch Michael Schreyer und Alexander Link. Kurz vor dem Halbzeitpfiff machten sich dann auch mal die Gäste bemerkbar. Tim Kern scheiterte jedoch mit seinem Kopfball an FCH-Keeper Daniel Medwed. Im zweiten Abschnitt nahmen die „Niso-Boys“ die Zügel in die Hand. Pech hatte der FCH, als bei einem feinen Spielzug Marcel Schmids Schuss vom Pfosten ins Feld zurücksprang. Im Gegenzug klatsche ein Heber von Christian Kreuzer an den Querbalken. Die Zielstrebigkeit der Gäste wurde dann belohnt, als Felix Thum nach einem Eckball zum 1:0 einköpfte (66.). Kurz darauf erhöhte der SG-Spielertrainer wieder per Kopf auf 2:0 (73.). Die Unterallgäuer steckten nicht auf, doch Marcel Schmid gelang mit einem platzierten Linksschuss nur noch der 1:2-Anschlusstreffer (78.).
Schiedsrichter: Erhan Özcan (Augsburg) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Felix Thum (66.), 0:2 Felix Thum (73.), 1:2 Marcel Schmid (78.)

Wie bereits im Hinspiel musste sich das Team von Trainer Manuel Hust mit einem Punkt begnügen. Die Anfangsphase bot zunächst wenig Unterhaltung. Bis auf zwei Torannäherungen der Gastgeber war nicht viel zu sehen. In der 29. Minute brachte Patrick Stahl den TSV Babenhausen nach Vorarbeit von Fatih Ademi mit seinem platzierten Abschluss in Front. Doch schon wenige Augenblicke später glich Haunstetten durch Laurent Kuci aus (31.). Auch in der zweiten Halbzeit waren Torchancen Mangelware. Zwar ging es zwischen beiden Mannschaften oftmals mit hoher Intensität her, vor dem Tor wurde es jedoch selten gefährlich. So blieb es am Ende bei der Punkteteilung. (pmi) Lokalsport NU
Schiedsrichter: Michael Hagl (Grassau) - Zuschauer: 193
Tore: 1:0 Patrick Stahl (29.), 1:1 Laurent Kuci (31.)

Der FC Thalhofen feierte gegen die SpVgg Kaufbeuren einen ungefährdeten Derby-Sieg. Die Hausherren hatten bei stürmischen Verhältnissen die Partie von Anfang an fest im Griff. Abwehrhüne Matthias Vetter verwandelte eine perfekte Hereingabe von Janik Suske zum 1:0 (42.). Nach der Pause hatten die Gäste ihre einzige kurze Druckphase, Thalhofens Lukas Kress war jedoch zur Stelle. In der Schlussviertelstunde machte der FC Thalhofen dann alles klar: Erst traf Niklas Zeiler auf Vorlage von Marvin Wahler (80.), dann fungierte Zeiler als Vorbereiter für Wahler (84.).
Schiedsrichter: Leon Löffler (Medlingen) - Zuschauer: 340
Tore: 1:0 Matthias Vetter (42.), 2:0 Niklas Zeiler (80.), 3:0 Marvin Wahler (84.)

Am Ende war die Flutlicht-Heimpremiere für den SV Mering gegen den SVO Germaringen zum Verzweifeln. Hier hadert Endrit Ahmeti (rechts) mit sich und dem Schicksal.
Am Ende war die Flutlicht-Heimpremiere für den SV Mering gegen den SVO Germaringen zum Verzweifeln. Hier hadert Endrit Ahmeti (rechts) mit sich und dem Schicksal. – Foto: Rudi Fischer

Schon nach acht Minuten stellten die Gastgeber die Weichen auf Sieg. Nach einem Steckpass von Harald Kerber landete der Ball bei Sebastian Kempf. Dieser schloss schnell ab und der Ball landete zur 1:0-Führung flach im linken unteren Eck. In der 25. Minute erhöhten die Hausherren dann auf 2:0. Ein Querpass von Kempf, etwa 18 Meter vor dem Tor, kam zu Jonas Niemi, der den Ball gekonnt ins Tor drückte. Mit der mehr als verdienten Führung ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber weiter die spielbestimmende Mannschaft. Allerdings kassierten sie mit der ersten Torannäherung der Gäste den Anschlusstreffer. Nach einer Flanke von der linken Seite löste sich Knipser Steve Masuch gut von seinem Gegenspieler und traf zum 1:2. Mering war bemüht, den alten Abstand wieder herzustellen, allerdings rettete für Germaringen zweimal das Aluminium. Erst weit in der Nachspielzeit, in der 95. Spielminute, gelang den Gästen noch der Lucky Punch. Nach einem SVO-Freistoß auf den zweiten Pfosten konnten die Gastgeber zwar klären, aber zu zentral und so konnte Leon Wörle den Ball zum 2:2 über die Linie drücken. „Es war über 90 Minuten ein Spiel auf ein Tor. Der Ausgleichstreffer in der 95. Minute tut natürlich richtig weh“, so Sammer. „Mit der Leistung können wir sehr zufrieden sein. Es gilt, einfach weiter an uns zu arbeiten“, sagte der MSV-Trainer. Durch das Remis wartet Mering nun seit vier Ligaspielen auf einen Sieg. (lost) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Lukas Schön (Egg an der Günz) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Sebastian Kempf (8.), 2:0 Jonas Niemi (25.), 2:1 Steve Masuch (59.), 2:2 Leon Wörle (90.+5)

Dem SV Türkgücü Königsbrunn war vor der Partie beim SV Egg ein heißer Tanz prophezeit worden. Dem hielten die Spieler aber Stand, auch wenn sie sich vom heimischen Kunstrasen auf das tiefe und holprige Geläuf in Egg gewöhnen mussten. In der 33. Minute leitete ein die Abwehr öffnender Pass von Anthony Kabatas die Gästeführung ein. Yenal Strauß verwandelte gekonnt zum 0:1. Mit diesem Vorsprung ging es auch in die Pause. In der zweiten Hälfte kamen die Platzherren zu mehr Ballbesitz und Strafraumszenen. Türkgücü stemmte sich dagegen, wobei sich Torwart Nico Hopfenzitz und Oguzhan Karaduman gelbe Karten einfingen. In der 67. Minute kam mit Serdal Aydogan ein weiterer Abwehrspieler für den offensiveren Yenal Strauß und neun Minuten vor dem Ende noch Abdullah Kücük für Anthony Kabatas ins Spiel. So konnten die Königsbrunner ihre Gegenspieler einigermaßen in Schach halten, bis in der 87. Minute ein Missverständnis zwischen Torwart Hopfenzitz und Burak Tok doch noch zum Ausgleich führte. Als sich beide nicht einig waren, wer an den Ball gehen soll, nutzte dies der Angreifer Joshua Steck eiskalt aus und schoss zum 1:1-Ausgleichstreffer ein. „Ohne dieses Missgeschick hätten wir heute kein Gegentor zugelassen und drei Punkte nach Hause gebracht“, sagte Trainer Paolo Maiolo, der mit der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft sehr zufrieden war. (Schneider) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Leonhard Schramm (Augsburg) - Zuschauer: 80
Tore: 0:1 Yenal Strauß (33.), 1:1 Joshua Steck (87.)

Bei schwierigen Platzverhältnissen taten sich beide Mannschaften schwer, ins Spiel zu finden. Torchancen waren im ersten Durchgang Mangelware. Mit der letzten Aktion vor der Pause kam ein langer Ball der Gäste über die linke Seite, Niklas Winter profitierte von der unsortierten Ottobeurer Abwehr und staubte zum 1:0 ab (44.). Auch in der zweiten Hälfte hatten beide Teams Mühe, klare Torchancen herauszuspielen. In der 66. Spielminute war es wieder Winter, der nach einer schönen Einzelaktion zum 2:0 für Wiggensbach traf. Ottobeuren gab nicht auf und Dominik Zuka erzielte durch einen direkten Freistoß den Anschlusstreffer zum 1:2 (80.).
Schiedsrichter: Johannes Lösch (Reimlingen) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Niklas Winter (44.), 0:2 Niklas Winter (66.), 1:2 Dominik Zuka (80.)

Schon in der zweiten Minute hatte Oberstdorfs Christian Lingg die erste Gelegenheit, doch er schoss genau in die Arme von Niklas Frank. Danach spielte nur noch der Tabellenführer und hatte Chancen im Minutentakt. In der 15. Minute war es dann endlich soweit, als Stefan Simonovic eine Hereingabe von Kevins Makowski verwertete. Doch schon fünf Minuten später erzielte der schnelle Christian Lingg den Ausgleich, als er einen katastrophalen Fehlpass von Marcel Burda abfing und allein aufs Tor lief. Vier Minuten später pfiff der sonst gute Schiedsrichter einen Elfmeter, der eigentlich eine Schwalbe war. Doch Niklas Frank hielt den von Marco Bonauer geschossenen Strafstoß. Das nennt man wohl ausgleichende Gerechtigkeit. Wiederum drei Minuten später verwandelte Bonauer eine Ecke durch Freund und Feind hindurch zur 2:1-Führung. Jetzt wachte Cosmos wieder auf und griff wütend an, doch Maximilian Heckel, Raphael Marksteiner und Tobias Ullman scheiterten aus kurzer Distanz. Kurz vor der Pause kam es noch schlimmer. Als Patrick Wurm den Ball verlor bediente Christian Lingg Antonio Coppola, der auf 3:1 erhöhte. Nach der Pause hatte Marcel Burda (47.) einen Freistoß aus 25 Meter, der ganz knapp am Kreuzeck vorbei ging. Beim 4:1 der Heimelf durch Christian Lingg konnte Patrick Wurm den schnellen Angreifer nicht halten. Doch Totgesagte leben länger. So traf Maximilian Heckel aus einer Traube von Spieler zum 2:4. Jetzt spielte nur noch der Gast aus Aystetten. Tobias Ullmann bediente zunächst Stefan Simonovic (66.), der aus fünf Metern scheiterte, dann Nicolas Brummer, der zum 3:4 traf. In der Nachspielzeit hatte der Schiedsrichter endlich auch den Mut, ein klares Foul an Aystetten mit einem Elfmeter zu bestrafen. Diesen verwandelte Fabian Krug zum am Ende glücklichen 4:4-Ausgleich. (Brenner) Lokalsport Labo
Schiedsrichter: Christian Stober (Königsbrunn) - Zuschauer: 70
Tore: 0:1 Stefan Simonovic (15.), 1:1 Christian Lingg (20.), 2:1 Marco Bonauer (27.), 3:1 Antonio Coppola (45.), 4:1 Christian Lingg (51.), 4:2 Maximilian Heckel (56.), 4:3 Nikolas Brummer (71.), 4:4 Fabian Krug (90.+2 Foulelfmeter)
Besondere Vorkommnisse: Marco Bonauer (FC Oberstdorf) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Niklas Frank (24.).

Aufrufe: 024.3.2024, 21:09 Uhr
Bernhard MeitnerAutor