2024-04-23T13:35:06.289Z

Ligabericht
Jeunesse setzte sich auf dem Gaalgebierg durch
Jeunesse setzte sich auf dem Gaalgebierg durch – Foto: Missioun Grottekick

BGL: Jeunesse gewinnt Derby, FCD schrammt an erster Niederlage vorbei

F91 rückt Differdingen auf die Pelle, Käerjeng und Mersch mit wichtigen Siegen

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In einer ereignisarmen ersten Halbzeit hatten die Gastgeber nach rund einer halben Stunde sowie kurz vor der Pause die einzigen halbwegs brauchbaren Torgelegenheiten, ehe die Seiten gewechselt wurden. Ein ähnliches Bild zeichnete sich zuänchst auch nach dem Tee ab, ehe der FC Una sich Mitte dieser zweiten Hälfte einem Tor annäherte.

Die Entscheidung sollte aber aufgrund eines individuellen Fehlers von Gästespieler Marian Sarr fallen, der einen langen Ball nicht kontrolliert bekam, Perez ihm das Leder abluchste und sich über halbrechts zum 1:0 auf und davon machte (86.‘).

Was die Verpflichtung des ehemaligen österreichischen Nationalspielers Raphael Holzhauser für den FC Swift wert ist, zeigte sich nach seinem tollen ersten Auftritt am 16.Spieltag auch am gestrigen Sonntag in Rosport: ein erster Versuch des einstigen Spielers aus der deutschen Bundesliga klatschte noch an den Pfosten, doch nur fünf Minuten später donnerte er eine Ablage von Lasme aus sechzehn Metern per Dropkick oben links in den Winkel (0:1, 11.‘). In der Folge kämpften sich die Hausherren aber ins Spiel und boten dem amtierenden Meister bis zur Pause Paroli, sollten den Ausgleich aber nicht finden.

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Ein wenig aus dem Nichts – bis dahin war nach Wiederbeginn nur wenig los – konnte Holzhauser dann nach der Pause auf 0:2 erhöhen, als Ferrara sich auf rechts gegen zahlreiche Gegenspieler behauptete und an den langen Pfosten spielte, wo der Österreicher vollendete (63.‘). Der FC Victoria wirkte zunächst ratlos, konnte dann aber durch Neves verkürzen, der ganz ähnlich wie Holzhausers erstes Tor eine Ablage erhielt und zum 1:2 traf (81.‘).

Hesperingen zitterte, konnte in der Nachspielzeit aber den Deckel draufmachen: Holzhauser profitierte in der Mitte von einem Rosporter Ballverlust, lief Richtung Sechzehner, legte auf Lasme ab, der mit einem Diagonalschuss für die Entscheidung sorgte (1:3, 90.‘+3).

Der klare Niederkorner Sieg gegen Schifflingen spiegelt den Spielverlauf vor allem der 1.Halbzeit alles andere als wider. Für den FC Progrès war ebenfalls ein einstiger Bundesliga-Spieler entscheidend, auch wenn er selber nicht treffen sollte: Mazure vollendete am langen Pfosten einen von Jonathan Schmid von weit rechts getretenen Freistoß zum frühen 1:0 (2.‘).

Nachdem die Gastgeber es verpassten, gleich nachzulegen, konnte ein Niederkorner Verteidiger auf der Gegenseite in Extremis den drohenden Ausgleich auf der Linie verhindern. In der 20.‘ segelte der nächste Schmid-Freistoß, dieses mal von links, in den Strafraum, Mazure verlängerte per Kopf und Bah bedankte sich mit dem 2:0. Ab diesem Moment zeigte Niederkorn seine Überlegenheit und hatte bis zur Pause weitere Gelegenheiten, darunter ein Pfostenschuss von Jarmouni.

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Die zweite Hälfte hielt nicht mehr ganz das Tempo und die Attraktivität der ersten 45 Minuten. Lange kam es nur zu Halbchancen, wenn überhaupt. Die Gastgeber ließen hinten fast nichts mehr zu. Kurios kam dann das 3:0 zustande: ein Handspiel von Laterza auf der Torlinie, der wie ein Volleyballer den Einschlag eines Schusses verhinderte, führte nicht nur zu einem Platzverweis sondern auch zu einem klaren Elfmeter. Diesen verwandelte Jarmouni zum 3:0 (82.‘). Wenige Minuten später scheiterte Mixtur nach einem Konter in Überzahl an Conti, Mazure war aber da um zum 4:0 abzustauben (87.‘).

Nach ansehnlichem und von Wiltz dominierten Beginn sollten es die Gäste aus Mersch sein, die in Führung gehen konnten: hatten die Wiltzer Romeyns und Klump zwei dicke Gelegenheiten liegenlassen, so traf Winter-Neuzugang Fall per Kopfball unter die Latte, nachdem die Gastgeber eine von links getretene Ecke nicht ausreichend klären konnten (0:1, 25.‘). Wiltz stemmte sich aber schnell gegen diesen Rückstand.

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Kurz nach der Pause scheiterte Philipps an der Latte, dies leitete eine offene Phase ein, in der Mersch das 0:2 ebenso verpasste wie die Gastgeber den Ausgleich. In der 77.‘ gelang dem FC Marisca erneut die Vorentscheidung nicht, als Czekanowicz einen Versuch von Rodrigues noch an den Pfosten lenken konnte. Am Ende war es ein offener Schlagabtausch, Tore sollten aber keine mehr fallen.

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Fola kam etwas besser in das Krisen-Derby, doch die ersten Abschlüsse waren zu schwach, um zu einem frühen Tor zu führen. Nach einer guten Viertelstunde konnte auch Jeunesse seine zwei ersten Torgelegenheiten verbuchen. Die beste Chance bis dahin hatte nach 22 Minuten Freitas, der aber an Amodio scheiterte. Bis zum Seitenwechsel waren die Gäste besser, mit Ausnahme von zwei Abschlüssen von Mendes passierte in der Folge aber nur wenig.

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Nach dem Dreh kamen die Gastgeber wieder besser rein, das kampfbetonte Derby hatte insgesamt aber nur wenige klare Torchancen zu bieten, auch wenn es genügend Abschlüsse und Abschlussversuche gab. Eine Viertelstunde vor Schluss war es Quinol, dem das 1:0 nicht gelang. Als man fast schon von einem torlosen Remis ausgehen konnte, behauptete sich der eingewechselte Luisi in einem Kopfballduell, um Mogni auf links in Szene zu setzen, bekam das Leder zurück und tunnelte Cabral vom linken Eck der Fünfmeterraums zur Entscheidung (88.‘).

Mit zehn Minuten Verspätung begann die Begegnung zwischen Racing und F91. Ein Lattentreffer von Agovic nach einer Viertelstunde war das erste Highlight der Partie. Dieser blieb lange auch der einzige Abschluss, erst kurz vor der Pause näherten sich die optisch überlegenen Gäste der Führung wieder an, hatten nach einem Lobversuch von D.Ahmetxhekaj aber Glück. Pech hatte kurz vor der Pause ausgerechnet der ehemalige Düdelinger Skenderovic, der eine Hereingabe von Bojic am linken Pfosten zum 0:1 ins eigene Tor lenkte (44.‘).

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Ein Düdelinger Doppelschlag gleich nach der Pause sorgte für die Entscheidung: nach einer von Racing zu kurz geklärten Ecke traf Freire aus dem Rückraum zwar nur die Latte, doch Decker reagierte schnell, legte den Abpraller auf Sidibé, der auf 0:2 erhöhen konnte (50.‘). Nur fünf Minuten später erreichte Stumpf auf links ein hohes Zuspiel, legte auf den mitgelaufenen Moussaki, der auf 0:3 stellte (55.‘). Nach diesem dritten Gästetor bestimmte F91 das Geschehen, Racing fand keinen Weg mehr zurück in die Partie.

Monnerich macht die Meisterschaft spannender und freut sich selbst über einen Punkt gegen den immer noch ungeschlagenen Spitzenreiter, der so wahrscheinlich nicht eingeplant war. Der vermeintliche Underdog kam gut in sein Heimspiel, doch Samba sah seinen Kopfball durch eine starke Reaktion von Ruffier pariert.

Nach einer knappen Viertelstunde wurden auch die Gäste gefährlich, ehe die Partie bis zur halben Stunde verflachte. Dann war es wieder Samba, der einen Schuss von Ruffier geklärt sah, ehe Da Silva auf der anderen Seite eingreifen musste. Pech hatte der FCD in der 40.‘ bei einem Lattentreffer. Nach ansehnlichen 45 Minuten wurden die Seiten aber ohne Tore gewechselt.

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Gleich nach Wiederbeginn gelang dem FCM die nicht unverdiente Führung: Bekhaled köpfte einen von Rechtsaußen getretenen Freistoß ins linke, untere Eck (1:0, 48.‘) und die Gäste waren zunächst bedient. Delgado hätte sogar kurz darauf nachlegen können, verpasste aber deutlich. Es dauerte bis zur 64.‘, ehe Da Silva einen tollen Fallrückzieher von Lamas entschärfen konnte. Wenig später blieb der Schlussmann der Hausherren gegen Costa Monteiro Sieger.

Der Spitzenreiter drückte auf den Ausgleich, konnte zunächst aber nicht von einer Ampelkarte gegen den Monnericher Pitisci profitieren (79.‘). Fünf Minuten später herrschte wieder personeller Gleichstand, Bedouret sah ebenfalls gelb-rot (84.‘). Nachdem Da Silva kurz vor Ende der regulären Spielzeit den Einschlag ein weiteres mal verhindern konnte, so war er im Anschluss an eine schlecht geklärte Ecke machtlos, als Joker Oliveira Dropkick aus 15 Metern unters Dach zum 1:1 traf (90.‘+3).

Mondorf fand besser ins Spiel, Käerjeng kämpfte sich hinein ehe die Gäste wieder besser wurden. So lassen sich die einzelnen Phasen der ersten Halbzeit zusammenfassen, in der die Hausherren durchaus hätten ein Tor erzielen können, einmal klappte dies sogar, doch Muras Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Besser gelang es Mondorf, als Käerjeng den Ball nach einer Flanke von rechts hinten vertändelte und Abdelkadous sich mit einem strammen Schuss bedankte (0:1, 41.‘).

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Nach Wiederanpfiff verlor die USM etwas den Faden, die Gastgeber kämpften sich zurück ins Spiel. Bereits nach einer Stunde hätte Corral ausgleichen können, setzte aber zu hoch an. Einen schönen Käerjenger Spielzug verteidigte Mondorf schlecht, so dass Boutrif am Ball blieb und auf 1:1 stellte (72.‘). Nur sechs Minuten später drehte der gleiche Spieler die Partie, nachdem er eine maßgeschneiderte flache Hereingabe von rechts zur Entscheidung über die Linie drückte (78.‘). Am Ende lief den Badestädtern die Zeit davon, so dass man nichts Zählbares mehr mit nach Hause nehmen konnte.

„Vorgaben aus der Halbzeitpause wurden nicht umgesetzt“

Manuel Correia, Trainer der US Mondorf : „Wir haben in der 2.Halbzeit nicht mehr gut gespielt. Meine Vorgaben aus der Halbzeitpause wurden nicht umgesetzt, danach wurden wir bestraft. Beim ersten Gegentor haben wir viel zu naiv verteidigt, insgesamt haben wir unsere Deckung nicht eingehalten. Positiv hervorheben kann ich das Tor, dass wir uns weitere Situationen herausgespielt haben und dass wir den Kopf nicht hängenließen.“

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Aufrufe: 019.2.2024, 12:45 Uhr
Paul KrierAutor