2024-02-28T09:51:25.667Z

Ligabericht
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Symbolbild – Foto: paul@lsn.sarl (Archiv)

BGL: Differdingen Derby-Sieger, Esch am Abgrund

Befreiungsschlag für Käerjeng, Mersch schrammt gegen Swift am Sieg vorbei

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In einer torlosen ersten Halbzeit hielten sich Strassen und Schifflingen weitestgehend in Schach, lediglich ein Schuss von Perez in der Anfangsphase sorgte für Gefahr, konnte aber auf der Linie geklärt werden. Etwas lebhafter gestaltete sich der Beginn der zweiten Hälfte, doch erst in der Schlussphase bahnte sich die Una-Führung an: unmittelbar nachdem ein erster Versuch von Perez noch geblockt wurde, landete die anschließende von links getretene Ecke am kurzen Pfosten auf dem Kopf des ehemaligen Hesperingers, der das Leder zur Entscheidung ins lange Eck beförderte (1:0, 83.‘).

Nach ordentlichem Beginn verflachte die Partie zwischen Aufsteiger Mersch und Meister Hesperingen, bis die Gäste in der Schlussphase der ersten Halbzeit etwas aktiver wurden. Dennoch sollten die Seiten beim Stand von 0:0 gewechselt werden. Kurz nach Wiederanpfiff setzte sich Deville schön auf halbrechts durch, legte in die Mitte, wo Stolz herangestürmt kam um zum 0:1 zu treffen (49.‘). Merschs Antwort ließ aber nicht allzu lange auf sich warten: nach einer Stunde kam Swift-Keeper Dupire weit aus seinem Kasten, zu weit, wie sich herausstellen sollte: bevor er zurück in seinem Gehäuse war kam Rodrigues da Cruz an den Ball und zog unnachahmlich aus rund vierzig Metern linker Position zum 1:1 ins offene Tor ab (60.‘).

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Kurz vor dem Ende Partie schnupperte der FC Marisca dann an der Überraschung: Bresch leitete einen Konter ein, Rodrigues bediente in der Vorwärtsbewegung Meyong, der Dupire und einen Swift-Verteidiger im Strafraum zum 2:1 überwand (88.‘). Doch in der Nachspielzeit brachte Marisca-Keeper Moussima seine Farben um den Sieg, als er einen Schuss von links von Sinani nicht festhalten konnte und Deville aus kurzer Distanz zum 2:2-Endstand abstaubte (90.‘+4).

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Seit dem 27.August wartet Jeunesse Esch in der BGL Ligue auf einen Sieg und ein solcher sollte auch am Samstag gegen Petingen nicht gelingen. War das 0:0 gegen einen besseren Gast eigentlich ein guter Punkt, so rutschte der Rekordmeister aufgrund der Ergebnisse vom Sonntag auf den vorletzten Platz ab und befindet sich in immer größer Abstiegsnot, auch wenn die Tabelle sehr eng ist und es nur sechs Punkte bis auf Rang sechs sind. Wie schwer die Lage an der „Grenz“ ist zeigte optisch ein Banner der Fans mit dem Spruch „Pas d’effort? Pas de support!“ (Keine Leistung? Keine Unterstützung!).

Aufgrund der anderen Ergebnisse konnte sich Düdelingen etwas von der Konkurrenz absetzen während Gegner Rosport nach der vierten Niederlage in Serie einen wahren Absturz erlebt. Quasi mit der ersten Torchancen gingen die Hausherren in Führung: nach Flanke von Delorge köpfte Hadji in der 14.‘ zunächst nur an die Latte, setzte aber nach um den Abpraller per Dropkick zum 1:0 zu verwerten. Mit diesem Spielstand ging die zähe erste Halbzeit zu Ende.

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Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hielten sich die beiden Kontrahenten in Schach. Nach einer Ecke von Stumpf, die zum im Rückraum postierten Agovic gelangte, fiel das 2:0 als Letztgenannter den Ball aus rund achtzehn Metern präzise in den rechten Torwinkel zirkelte (59.‘). Sechs Minuten später hatte Redekop die erste wirkliche Rosporter Torchance, scheiterte aber an Desprez, auf der anderen Seite traf Moussaki das Tor nicht. In der 79.‘ durfte Agovic ein zweites mal jubeln, als er das Leder in der Mitte des Strafraums annehmen konnte, um es wieder oben rechts zum 3:0 in die Maschen zu befördern.

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Das Derby zwischen Differdingen und Niederkorn war gleich „on fire“: schon nach fünf Minuten gingen die Gäste durch Mixtur in Führung, der durch Amofa schön bedient wurde (0:1). In der 11.‘ wurde es dann turbulent: nach einem eigentlich harmlosen Zweikampf kam es zu einer Rudelbildung, die hach einem Fußtritt völlig ausartete. Doch der Unparteiische beließ es bei zwei Verwarnungen, genau wie wenig später bei einer vermeintlichen Notbremse von Karayer. Per direkt verwandeltem Freistoß und unter gütiger Mithilfe von Keeper Flauss glich Trani aus (1:1, 25.‘).

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Während Niederkorn kurz vor der Pause durch Mazur und in Folge eines zu kurz geratenen Rückspiels das 1:2 verpasste, führte wenig später eine Balleroberung im Mittelfeld zum 2:1, als Monge Costa Monteiro auf die Reise schickte (45.‘). Es sollte nicht der einzige sogenannte psychologisch wichtige Zeitpunkt sein, zu dem die Gastgeber trafen: Unmittelbar nach Wiederanpfiff war es dieses mal Barbosa da Silva, der Costa Monteira in die Tiefe bediente und dieser setzte sich prompt zum 3:1 durch (56.‘). Mitte der zweiten Halbzeit näherte sich der FC Progrès dem Anschlusstreffer an, sollte diesen aber nicht finden, so dass die Gastgeber den Sieg einfahren konnten.

„Differdingen hat unsere Fehler konsequent ausgenutzt“

„Wir haben gut begonnen und waren in der ersten Halbzeit eigentlich besser, doch Differdingen war im Sechzehner einfach effizienter. Das zweite Differdinger Tor entstand aus einem zu einfachen Ballverlust unsererseits, einer unserer Verteidiger hätte da schneller herausrücken müssen. Differdingen hat unsere Fehler konsequent ausgenutzt. Beim 3:1 unterläuft uns in einer Überzahlsituation ein weiterer einfacher Fehler. Dies auszunutzen ist in der laufenden Saison Differdingens Stärke gepaart mit der individuellen Qualität von drei oder vier Spielern“ erklärte uns Progrès-Trainer Jeff Strasser seine Sicht auf den Spielverlauf des Differdinger Derbys.

„In der zweiten Hälfte haben wir genug Druck ausgeübt, doch die Effizienz hat den Unterschied gemacht: vor dem 2:1 hat Mazure die Chance auf unseren Führungstreffer, später muss ein Kopfball von Bah eigentlich zum Anschlusstor rein. Bei Differdingen machen Trani sowie die zwei Angreifer den Unterschied, das ist dann einfach so. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, denn zwischen der 60. und 90.Minute spielten wir auf ein Tor, hatten viele Situationen, die wir aber nicht erfolgreich abschlossen. Dann muss man sich fragen, ob ein De Almeida nicht trotzdem fehlt, ob wir ihn nicht hätten halten können. Wir müssen nun im defensiven Bereich sowie an den individuellen Fehlern arbeiten.“

In Mondorf war es wie auf einigen anderen Plätzen auch eine eher mäßige erste Hälfte, die den spärlich anwesenden Zuschauern geboten wurde. Einzig eine glasklare Chance von Romeyns (Wiltz) ging nach zwanzig Minuten knapp neben das Tor. Nach Wiederbeginn war es der zuletzt starke Gassama, der mit einem Schuss aus dem Rückraum für Aufregung sorgte, als er nur den Pfosten traf.

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Qualitativ wurde die Partie nicht wirklich besser, doch in der 77.‘ war es schließlich Taarimte, der in der Mitte des Strafraums nach Zuspiel von Gassama zum 1:0 traf. In der 89.‘ bekam Wiltz die dicke Gelegenheit auf das 1:1, doch Bonet scheiterte mit einem von Keeper Machado verursachten Foulelfmeter an der Latte. Nach dem Strafstoß flog Malget vom Platz (90.‘+1) und Gassama vollendete einen Alleingang zum entscheidenden 2:0 (90.‘+5).

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Zwischen Käerjeng und Fola stand sehr viel auf dem Spiel, nach welchem die Escher nun sieben Punkte Rückstand auf den unteren Relegationsplatz und damit auf den Gegner des Tages haben. Es war eine lange Zeit zerfahrene Partie, die erst spät nach der Pause Fahrt aufnahm. Joker Barbaro sollte dabei auf Seiten der Gastgeber zum entscheidenden Akteur werden: in der 64.‘ lenkte Tawaba einen Schuss des Käerjengers zum 1:0 ins eigene Tor um. Die Gäste brauchten aber nicht lange, um zu egalisieren: in der 70.‘ köpfte Diallo eine Flanke zum 1:1 in die Maschen. Aber wieder nur wenig später war es abermals Barbaro, der mit einem langen Ball Lopes bediente, welcher sich alleine zum entscheidenden 2:1 auf und davon machte (75.‘).

Nach nur einer Halbzeit stand das Ergebnis zwischen Monnerich und Racing fest, dies nach einem Galaauftritt von Andreas Buch. Nachdem Dionisio in der Anfangsphase das 1:0 verpasste, war es wenig später der erwähnte Buch, der nach Zuspiel von der Grundlinie zum 0:1 traf (10.‘). Pech hatten die Hausherren in der 20.‘ nach einem Lattentreffer von Branca und wieder dauerte es nicht lange, bis Buch zum zweiten mal zuschlug, als er einen abgewehrten Versuch von Ahmetxhekaj zum 0:2 abstaubte (26.‘).

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Racing blieb äußerst effizient: einen von Kerger getretenen Freistoß köpfte Buch in der 43.‘ zum 0:3 ins Tor und nur Minuten später bediente er Dewalque nach einem Doppelpass zu dessen 0:4 (45.‘) und hatte damit an allen Racing-Toren seine Beteiligung. Mit einer nahezu perfekten Ausbeute hatten die Hauptstädter ihren Gastgebern den Zahn schon zur Pause gezogen, nach einem Platzverweis nach einer Tätlichkeit für Monnerichs Delgado war für den FCM nichts mehr zu holen.

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Aufrufe: 04.12.2023, 10:45 Uhr
Paul KrierAutor