Bezirksvorsitzender Sigmar Störk äußert sich in einer Stellungnahme gegenüber FuPa Württemberg zum Rücktritt des Bezirksschiedsrichterobmanns Jochen Oelmayer.
„Ich bedauere den Rücktritt von Jochen Oelmayer“, erklärte Störk. Er betonte, dass Meinungsverschiedenheiten intern zwar immer Raum gefunden hätten, jedoch die Hoffnung bestanden habe, nach außen mit einer einheitlichen Linie aufzutreten. Oelmayer hatte seinen Rücktritt unter anderem mit Unzufriedenheit über den Führungsstil innerhalb des Bezirksvorstands begründet.
Oelmayer hatte in seinem Rücktrittsschreiben mangelnde Transparenz und einen autoritären Führungsstil kritisiert. Störk sagte folgendes zu diesen Vorwürfen: „Ich erwarte eine große Selbstständigkeit eines jeden in seiner Position – diese darf jeder Ehrenamtliche auch ausfüllen.“ Er betonte, dass er sich nicht in die Arbeit Oelmayers eingemischt habe und dass alle relevanten Informationen stets zeitnah kommuniziert worden seien.
Der scheidende Obmann hatte zudem die erfolglosen Mediationsgespräche nach einem internen Hilferuf des Bezirksvorstands kritisiert. Störk bestätigte den geschilderten Ablauf der Mediation, wies jedoch darauf hin, dass anschließend weitere Schritte angestoßen worden seien. „Diese wurden mit der Geschäftsstelle abgestimmt und im Rahmen einer Sitzung des Bezirksvorstandes am 04.12.2024 durch mich kommuniziert.“ Darüber hinaus sei bei der Beiratssitzung am 09.12.2024 von Matthias Schöck über den Sachstand informiert worden, und es sei ein Bezirkdialog für Februar 2025 angesetzt worden. Einladungen dazu seien am 21.12.2024 durch den Hauptgeschäftsführer Frank Thumm versandt worden.
Die Ereignisse gingen auch an ihm persönlich nicht spurlos vorbei, betonte Störk. „Die gesamten Geschehnisse lassen mich natürlich nicht kalt, da ich ja nicht empathielos bin.“ Dennoch stellte er klar, dass er sich als Mensch nicht verbiegen wolle. Gleichzeitig zeigte sich Störk besorgt über die Auswirkungen solcher Konflikte auf das Ehrenamt: „Wir haben in der heutigen Zeit leider viel zu wenige Ehrenamtliche. Solche unschönen Dinge erschweren die Gewinnung von Nachwuchs zusätzlich.“
Mit Blick auf die Zukunft erklärte Störk, dass die drei Obleute sich auf einen neuen Bezirksschiedsrichterobmann einigen müssten. Dieser werde dann dem Vorstand zur Bestätigung vorgeschlagen. Die Berufung eines neuen stellvertretenden Bezirksvorsitzenden werde er im Januar angehen. „Hierzu werde ich gezielt auf die entsprechenden Personen zugehen“, so Störk.
Störk schloss seine Stellungnahme mit dem Wunsch nach einer gemeinsamen Ausrichtung und Wertschätzung im Ehrenamt. Der Weg nach vorne sei nun entscheidend, um den entstandenen Schaden zu begrenzen und eine stabile Grundlage für die Zukunft zu schaffen.