In der Abstiegszone schaffte der TSV Wiepenkathen den ersten Saisonsieg im direkten Duell mit Kellerkind FC Mulsum/Kutenholz. Ein weiteres Team wartet weiter auf den ersten Dreier. Nach sechs Spieltagen thronen A/O II und VfL Güldenstern mit optimalen 18 Punkten gemeinsam an der Tabellenspitze. Beide treffen am kommenden Wochenende aufeinander.
Im Duell Letzter gegen Vorletzter landeten die Hausherren einen verdienten 4:2-Erfolg. In der bis zur Halbzeit offenen Partie setzte für Wiepenkathen Vorbereiter Niklas König entscheidende Akzente: Seine scharfe Flanke bugsierten die Gäste ins eigene Tor, bei seiner zweiten Eingabe stand letztlich Tim Hinrichs goldrichtig und wuchtete das Leder in die Maschen zum 2:2.
In Durchgang zwei dominierte der TSV eindeutig, kam schnell zu einer 4:2-Führung und hätte durchaus höher gewinnen können. Aber auch so war Trainer Nils Zielesniak erleichtert und zufrieden: „Nach intensivem Pausengespräch haben wir unsere zuvor wackelige Defensive in den Griff bekommen und kaum noch Gefährliches zugelassen. Das waren ebenso wichtige wie verdiente drei Punkte und hoffentlich die Wende zum Guten.“
Der FC Mulsum/Kutenholz steht zweifellos vor einer äußerst schwierigen Saison. In den ersten 45 Minuten wussten die Gäste mitzuhalten und hatten in Jonas Willenbockel ihren Top-Vorlagengeber. Zunächst bereitete er per Solo den Treffer von Finn Marzog glänzend vor, dann fand seine Flanke den Kopf von Jannik Martens, der die zwischenzeitliche 2:1-Führung markierte.
Das 2:2 zur Halbzeit eröffnete alle Möglichkeiten, aber der Auftritt nach dem Wechsel musste nachdenklich stimmen. Gravierende Abwehrfehler paarten sich mit fehlerhaftem Aufbauspiel und auch jedwede Torgefahr wurde vermisst.
Trainer Jörn Augustin durchlebte harte 45 Minuten und kommentierte konsterniert: „War die erste Hälfte noch in Ordnung, sind wir später eingebrochen und hatten keinerlei Struktur mehr in unserem Spiel. Unsere Lage ist prekär, aber wir werden den Kopf oben behalten und hoffen auf baldige Besserung.“
Zu loben in diesem Keller-Duell war Schiedsrichter Joshua Glameyer (SC Hemmoor): jung, energisch, gut.
Tore: 1:0 (11., ET) Brünjes, 1:1 (15.) F. Marzog, 1:2 (18.) Martens, 2:2 (33.) Hinrichs, 3:2 (54.) Duman, 4:2 (57.) Wulff.
Fynn Linzer erzielte in der Nachspielzeit das entscheidende 2:0 für die Gäste, wurde danach ausgewechselt. Ein optimaler Griff, denn Nachfolger Kemal Savas markierte prompt den 3:0-Endstand.
Stades Coach Matthias Quadt war trotzdem unzufrieden: „Ergebnis gut, Leistung schlecht. Das war ein Schuss vor den Bug in Hinblick auf das anstehende Gipfeltreffen mit A/O II.“
TuS-Spieler-Trainer Marcel Jacobi bedauerte: „Wir waren stark und dicht dran am 1:1-Ausgleich. Ärgerlich, dass wir unsere Chancen nicht nutzten.“
Tore: 0:1 (3.) Stern, 0:2 (90.+2) Linzer, 0:3 (90.+3) Savas.
Jan-Hendrik Scheppeit war mit zwei Treffern der Matchwinner für die Gäste, die ihrer Favoritenstellung gerecht wurden. Trainer Björn Stobbe, einst auch bei Gegner Apensen tätig, lobte: „Wir waren sehr effektiv, hatten zur Pause bereits alles erledigt - ein erfreulicher Auftritt.“
Gastgeber-Trainer Sönke Ungeheuer bilanzierte: „Unsere zweite Hälfte war vor allem spielerisch gut, aber wir belohnen uns trotz bester Gelegenheiten einfach nicht.“
Tore: 0:1 (28.), 0:2 (34.) beide Scheppeit, 0:3 (41.) Hüttmann.
„Wer mir vorher einen 4:0-Sieg bei den etablierten Stinstedtern prophezeit hätte, den hätte ich für verrückt erklärt“, meinte DSV-Trainer Filippo Callerame nach der nächsten Auswärts-Gala des Aufsteigers.
Besonders erfreulich beim dritten Sieg in der Fremde: Endlich gelang ein Zu-Null. „Das hat mich am allermeisten gefreut“, so Callerame, dessen Elf mittlerweile auf Rang 4 rangiert.
Tore: 0:1 (21.), 0:2 (45.) beide Stroh, 0:3 (74.) Glodeck, 0:4 (90.) Nutbohm. Gelb-Rot: Wencke (52., SG).
Es gab nur einen einzigen Treffer, aber der hatte es in sich: Björn Laut schmetterte den Ball aus 25 Metern in den Winkel. „Neben dem Torschützen waren Falko Raap und Keeper Nico von Rönn Garanten für den Dreierpack“, lobte Trainer Henrik Licht.
Immenbecks Coach Andre Stein trauerte besonders den Großchancen im ersten Abschnitt hinterher: „Nach tollen Chancen hätten wir klar führen können, aber wir treffen nicht und verlieren dann durch einen Sonntagsschuss.“
Tor: 0:1 (65.) Laut.
Sechster Sieg im sechsten Auftritt - A/O II ist weiterhin Tabellenführer und rüstet jetzt für das Top-Spiel gegen den Zweiten VfL Güldenstern Stade. In Bokel war die Pausenführung glücklich, aber in Durchgang zwei freute sich Trainer Moris Kaiser über seine Jungs: „Da haben nur noch wir gespielt und einen weitaus klareren Sieg verschenkt.“
Tore: 0:1 (8.) Abdel-Hadi, 0:2 (48.) Hamann.