Wer viele Tore sehen wollte, musste am Wochenende dem Tuniberg einen Besuch abstatten: Elf Treffer fielen im Duell zwischen Waltershofen und Freiamt-Ottoschwanden, das bessere Ende hatten die Gastgeber mit 6:5 für sich. Glottertal gestaltete das Ergebnis gegen Köndringen mit 6:1 deutlicher. Und auch Titelaspirant Emmendingen startete durch und kehrte mit einem 5:2-Erfolg aus Biengen zurück. Der FC Denzlingen II landete den ersten Saisonerfolg, ebenso wie Mitaufsteiger Königschaffhausen, dem dem Ex-Landesligisten Au-Wittnau mit 3:0 die Punkte abnahm.
Tore: 0:1 Lukas Lichtle (57.), 0:2 Marvin Schrenk (67.), 0:3 Noah Hofert (88.)
Schiedsrichter: Jonas Gebhard (Freiburg) – Zuschauer: 100
Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie mit einer Niederlage in die Saison gestartet waren. Weder der SV Au-Wittnau noch der TuS Königschaffhausen kam zunächst zu hochkarätigen Tormöglichkeiten. Ohne Tore ging es in die Pause. Lukas Lichtle brachte die Kaiserstühler in der 57. Minute durch einen direkt verwandelten Freistoß in Führung. Die Hexentäler mussten nun alles auf eine Karte setzen, aber der TuS stand sicher und setzte auf sein bewährtes Konterspiel. Zweimal konnte Königschaffhausen die Gastgeber mit Kontern überlaufen und einlochen und entführte verdient die Punkte aus dem Burgblick-Stadion.
Tore: 1:0 Mirco Barella (45.), 1:1 Lukas Fehrenbach (54.), 1:2 Lukas Fehrenbach (56.), 2:2 Florian Knupfer (63.), 2:3 Thomas Herbstritt (79. Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Geno Shulew-Gerber (Lahr) – Zuschauer: 250
Der SC Reute war in der ersten Halbzeit die klar tonangebende Mannschaft und erspielte sich mehrere gute Chancen. Doch erst kurz vor der Halbzeitpause brachte Neuzugang Mirco Barella die Heimelf in Front. Ein überraschender Doppelschlag von Lukas Fehrenbach drehte das Resultat zugunsten der SG Simonswald/Obersimonswald. Florian Knupfer konnte nach einer Flanke zum 2:2 ausgleichen. Kurz darauf zog sich Torwart Dennis Knupfer eine Verletzung zu und musste ausgewechselt werden. Seinem Ersatzmann Simon Bauer unterlief in seiner ersten Aktion ein Foul an Marc Grunwald. SG-Kapitän Thomas Herbstritt nutzte den fälligen Strafstoß zum 3:2-Siegtor.
Tore: 1:0 Erich Sautner (14.), 1:1 Marko Radovanovic (30.), 1:2 Marko Radovanovic (42.), 1:3 Marko Radovanovic (44.), 1:4 Yanik Brucker (53.), 2:4 Dorde Simikic (80.), 2:5 Kilian Huber (85.)
Schiedsrichter: Florian Torn (Bötzingen) – Zuschauer: 130
So ganz sicher, wie es das nackte Ergebnis vermuten ließe, startete der FC Emmendingen nicht. In der 14. Minute unterlief der Gästeabwehr ein kapitaler Bock, ein zu kurzer Rückpass zu Torwart Max Schwabe. Erich Sautner war zur Stelle und brachte den SV Biengen mit 1:0 in Führung. Die Emmendinger ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Torjäger Marko Radovanovic drehte die Partie noch vor der Pause mit einem lupenreinen Hattrick. Die zweite Halbzeit war noch keine zehn Minuten alt, da legte Yanik Brucker das 1:4 nach. Nach einem Freistoß konnte Dorde Simikic per Kopf für den SVB verkürzen, aber fünf Minuten später stellte Kilian Huber den alten Abstand wieder her.
Tore: 1:0 Tim Lettgen (51.), 1:1 David Schaeffer (59.), 2:1 Tim Lettgen (88. Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Ridvan Inci (Bahlingen) – Zuschauer: 70
Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte gegen Valdrit Asllani (90.+4/SG Ihringen/Wasenweiler)
Der FC Denzlingen II übernahm die Spielkontrolle, die SG Ihringen/Wasenweiler hielt im gut organisierten Defensivverbund dagegen und erschwerte den Platzherren das Durchkommen. Wenn den Denzlingern doch mal der Durchbruch gelang, war SG-Torwart Alexander Fuhr zur Stelle. Torlos ging es in die Pause. Im zweiten Spielabschnitt entwischte Tim Lettgen der Aufmerksamkeit der Gäste und nutzte einen Abwehrfehler zum 1:0 aus. Denzlingen versuchte nachzulegen, aber die Kaiserstühler konnten den Ball erobern, schalteten blitzschnell um und egalisierten. Kurz vor Schluss verwandelten die Einheimischen einen umstrittenen Foulelfmeter zum 2:1-Siegtreffer. Eine weitere Schwächung der SG stellte der Feldverweis gegen Valdrit Asllani in der Nachspielzeit dar.
Tore: 1:0 Balduin Labusch (5.), 1:1 David Nowack (59.)
Schiedsrichter: Yannick Basler (Auggen) – Zuschauer: 100
Besondere Vorkommnisse: Malik Schweizer (SF Oberried) scheitert mit einem Foulelfmeter an Torwart Bastian Weier (FC Freiburg-St. Georgen) (58.)
Der FC Freiburg-St. Georgen erwischte einen Auftakt wie aus dem Bilderbuch. Ein Schnittstellenpass brachte Balduin Labusch in der fünften Spielminute in Position, und dieser legte den Ball überlegt am herauseilenden SFO-Torwart Daniel Lorenz vorbei. Pech hatte die Heimelf mit einem Alutreffer von Yanik Roth (17.). Die SF Oberried fanden allmählich ins Spiel und verlangten der FC-Abwehr alles ab. Der einheimische Torwart Bastian Weier konnte sich gegen Volkan Sahin (30.), Spielertrainer Kerem Okay (31.) und David Schneider (34.) auszeichnen, zudem klärte Mathis Gertsen auf der Linie. In der zweiten Halbzeit hatte Malik Schweizer den Ausgleich auf dem Fuß, aber der sonst so sichere Elfmeterschütze scheiterte diesmal vom Punkt an Weier. Aus der folgenden Ecke resultierte aber das 1:1 – durch einen schönen Schuss von David Nowack. Die Dreisamtäler erspielten sich in der Folge weitere gute Möglichkeiten, aber Weier & Co. erledigten ihre Aufgabe gut und sicherten St. Georgen den ersten Zähler der Saison.
Tore: 1:0 Wolfgang Meder (4.), 2:0 Patrick Jurzinski (16.), 3:0 Patrick Jurzinski (30.), 4:0 Adriano Trinidad (43.), 4:1 Enrico Romano (73. Foulelfmeter), 5:1 Mike Maier (81.), 6:1 Maurice Schipper (86.)
Schiedsrichter: Fin Brunner (Schonach) – Zuschauer: 150
Der SV Rot-Weiss Glottertal ging bereits in der vierten Minute durch Wolfgang Meder in Führung. Patrick Jurzinski legte rasch das 2:0 nach. Der TV Köndringen war somit gezwungen, die Spielgestaltung stärker an sich zu ziehen, konnte sich gegen die Glottertäler Abwehr aber nicht durchsetzen. Vielmehr konterten die Platzherren erfolgreich und zogen bis zur Pause auf 4:0 davon. In der zweiten Halbzeit konnte Enrico Romano per Strafstoß verkürzen. Aber in der Schlussphase machten Mike Maier und Maurice Schipper mit zwei weiteren Toren den Kantersieg der Rotweißen perfekt.
Tore: 1:0 David Stählin (9.), 1:1 Marian Haas (18.), 2:1 Raul Sick (23.), 3:1 David Stählin (39.), 3:2 Marian Haas (45.+2), 4:2 Sebastian Wichmann (54.), 4:3 Linus Engler (57.), 5:3 Serdal Budak (60.), 5:4 Marian Haas (70.), 6:4 Philipp Schneider (87.), 6.5 Marian Haas (90.+3)
Schiedsrichter: Josef Mourad (Mundingen) – Zuschauer: 90
Wie wichtig Raul Sick für das Spiel des SV Blau-Weiß Waltershofen ist, demonstrierte er bereits in der neunten Minute. Seine Flanke verwertete David Stählin zum 1:0. Vier Minuten darauf hätte Stählin fast das 2:0 nachgelegt, aber sein Kopfball landete am Pfosten (13.). In der 18. Minute erzielte Marian Haas mit einem Schuss aus der Drehung den Ausgleich für die SG Freiamt-Ottoschwanden. Das 1:1 verlieh den Gästen etwas Oberwasser, aber Sick verpasste ihnen gleich eine kalte Dusche. Durch einen weiten Ball bedient, ließ er einen Gegenspieler aussteigen und traf mit einem Flachschuss zum 2:1. Am 3:1 war Sick ebenfalls beteiligt; sein Chipball brachte Stählin in Position, der sich nicht lange bitten ließ. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte konnte Marian Haas für die Gäste auf 2:3 verkürzen. Nach dem Seitenwechsel setzte sich das muntere Scheibenschießen fort. In der 54. Minute konnte Freiamt-Ottoschwanden eine Situation nicht klären, und der Ball landete bei Sebastian Wichmann, der das Leder aus zwanzig Metern ins Netz hämmerte. Linus Engler sorgte mit einem direkten Freistoß für den erneuten Anschluss. Aber nur drei Minuten darauf erhöhte Serdal Budak auf 5:3. Einmal mehr erlaubten sich die Tuniberger einen Fehler im Spielaufbau; Haas nahm das Geschenk gerne an und verkürzte für die SG auf 4:5. Allmählich wurden die Blauweißen nervös. Freiamt erarbeitete sich mehr Ballbesitz, Waltershofen arbeitete viel mit Langholz und schuf nur wenig Entlastung. Erst in der 87. Minute beruhigte Philipp Schneider, der nach einem Eckstoß richtig stand, mit dem 6:4 die Nerven des einheimischen Anhangs. Das letzte Wort hatte indes wieder Marian Haas mit seinem Treffer zum 6:5-Endstand.
Tor: 0:1 Felix Bruckert (13. Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Oliver Heidenreich (Heimbach) – Zuschauer: 120
Der SG Prechtal/Oberprechtal fand nur schwer in die Gänge – das intensive Programm der vergangenen Woche (Ligapremiere am Sonntag, Pokalspiel mit Verlängerung am Dienstag und zweites Ligaspiel am Freitag) forderte seinen Tribut. Der FC Bad Krozingen präsentierte sich spritziger und aggressiver in den Zweikämpfen. Dennoch blieb die Begegnung eine Partie ohne große Torchancen, viel spielte sich im Mittelfeld ab. Die erste zwingende Aktion des FCK führte prompt zu einem Foul an Nico Khrikuli im SG-Strafraum. Felix Bruckert verwandelte den fälligen Elfmeter sicher. In der zweiten Halbzeit versuchten die Prechtäler die Partie zu wenden, doch ließen sie die nötige Durchschlagskraft vermissen. Bad Krozingen konzentrierte sich im Wesentlichen aufs Verteidigen und setzte nur wenige Konter. Die Elztäler mussten einen herben Dämpfer zu einem frühen Zeitpunkt der Saison hinnehmen.