Rheinhessen. Nach dem 3:1 beim SV Guntersblum mischen die Fußballer des VfL Gundersheim munter in der Spitzengruppe der Bezirksliga Rheinhessen mit. Davon ist die SG RWO Alzey nach dem 0:4 gegen den FSV Nieder-Olm so weit entfernt wie die Erde vom Mond. Ataspor Worms erzwang im Prestigefight mit dem FC Aksu Mainz den zweiten Saisonsieg und schob sich auf einen Nicht-Abstiegsplatz vor.
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SV Guntersblum – VfL Gundersheim 1:3 (1:1). – „Wir sind sehr gut reingekommen, aber danach ist das Spiel abgeflacht“, rekapitulierte SVG-Coach Marian Saar. Erst nach 25 Minuten fanden seine Jungs wieder ihren Rhythmus, legten sich den VfL zurecht. „Genau zu diesem Zeitpunkt fällt aus dem Nichts das 0:1“, raufte sich Saar die Haare. „So etwas zieht sich leider durch unsere Saison.“ Nach dem Ausgleich generierte der SVG durch aggressives Pressing dicke Chancen, verpasste jedoch die Führung. „Ab der 60. Minute sind wir unter Druck geraten“, sagte Saar. „Leidenschaft und Einstellung waren trotzdem top.“ Laut VfL-Trainer Kevin Boos war die Steigerung in der zweiten Halbzeit der Grund für den Dreier. Inwiefern er einen so starken Saisonstart für möglich gehalten hätte? „Meine Jungs sind gut – und meistens bereit. Also holen wir auch unsere Punkte.“ Tore: 0:1 Janik Hahl (26.), 1:1 Justin-Lee Grimes (36.), 1:2 Kenan Osei (65.), 1:3 Hadi Ayache (90. +3).
SG RWO Alzey – FSV Nieder-Olm 0:4 (0:2). – „Wir sind gut ins Spiel reingekommen“, zeigte sich RWO-Coach Christoph Heinrich mit den ersten 30 Minuten sehr zufrieden. „Es gab viele Torraumszenen auf beiden Seiten.“ Nach einem unnötigen Ballverlust im Zentrum geriet der frühere Oberligist in Rückstand. „In der zweiten Halbzeit haben wir es lange geschafft, auf Tuchfühlung zu bleiben und hatten sogar eine Drangphase“, so Heinrich. „In genau dieser Phase hat Nieder-Olm einen Freistoß bekommen, der direkt zum 0:3 geführt hat. Das 0:4 ist mir too much – weil wir gefühlt eher am Anschluss waren.“ Tore: 0:1 Nabil El Yahyaoui (32.), 0:2 Patrick Schuchert (38.), 0:3 Pascal Wycisk (80.), 0:4 Matthias Cygon (90.).
Ataspor Worms – FC Aksu-Diyar-Spor Mainz 3:1 (1:1). – „Wir haben nur die fünf Minuten am Anfang geschlafen und so auch das Gegentor kassiert“, erläuterte Burak Celik, Sportlicher Leiter von Ataspor. „Nach dem 0:1 haben wir eine Reaktion gezeigt und das Spiel in die Hand genommen. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehrere gute Chancen und wollten den Sieg – am Ende ein wichtiger Dreier für uns.“ Dagegen war Aksu-Coach Erdem Saridogan hernach nicht gut auf den Regelhüter zu sprechen. „Entscheidend war der Schiedsrichter“, schimpfte Saridogan auf Referee Rafal Krolik. „Beide Mannschaften haben ein schönes Spiel abgeliefert. Auch nach dem Ausgleich gab es genug Chancen. In der 75. Minute hat der Schiedsrichter für alle auf dem Sportplatz unverständlich unserem Spieler Yekta Mutlu eine Zeitstrafe gegeben.“ Die Begründung für den Ausschluss laut Saridogan: „Nach mehrmaligem gemeinsamen Zurufen vom eigenen Trainerteam und dem Linienrichter hat der Schiedsrichter nicht reagiert. Daraufhin hat einer meiner Spieler den Schiri in seiner Nähe ihn lautstark darauf aufmerksam gemacht.“ Auch in Unterzahl hätten sich seine Männer weitere Möglichkeiten erarbeitet – aber auch einen Elfmeter für den Ataspor verursacht. „Das 3:1 war dann – nachdem wir alles nach vorne geworfen haben – nur noch Formsache. Tore: 0:1 Kemal Acar (5.), 1:1 Hasan Ali Serdar (17.), 2:1, 3:1 Renato Silva (88./Foulelfmeter, 90.).
TSV Zornheim – VfR Nierstein 3:1 (0:0). – „Pünktlich zum Spielbeginn hat der Regen aufgehört und beide Mannschaften haben ein solides Bezirksligaspiel gezeigt“, berichtete Mirco Streich, Sportlicher Leiter des TSV. Nierstein agierte aus einer stabilen Defensive, die es den schnellen Zornheimern schwer machte. Der junge Ausnahmegoalgetter Luis Spang sorgte mit einem glänzend abgeschlossenen Konter für das 1:0. Der Anfang vom Ende für Nierstein – und der dritte TSV-Sieg in Serie. Der Spielfilm: 1:0, 2:0 Spang (55., 62./Foulelfmeter nach Foul an Justus Kober), 2:1 Michael Steffens (77.), 3:1 Philipp Glowacz (90.). Zuschauer: 140.
TSG Bretzenheim 46 II – TuS Marienborn II 3:1 (2:0) – „Ein großes Lob an unser Team“, resümierte 46-Teammanager Volker Müller. „Spielerisch wie auch kämpferisch war das eine tolle Leistung gegen spielstarke Marienborner.“ Beiden Teams boten sich in einem sehr offensiv geführten Match etliche Chancen. Das Stenogramm: 1:0 Leander Rosinus (14.), 2:0 Jonathan Schäfer (19.), 2:1 Tobias Schuh (84.), 3:1 Mathis Scholz (90.). Zuschauer: 80.