
Gut eine Woche liegt der letzte Spieltag der Saison 2023/24 zurück, da scheint beim SC Moosen der Frust nach dem Abstieg aus der Kreisliga so gut wie verflogen zu sein.
Moosen – Für Vorfreude auf die kommende Saison in der Kreisklasse sorgt ein Trio ehemaliger Buchbacher Regionalliga-Spieler.
Maxi Bauer, der von 2014 bis 2019 beim nur zwölf Kilometer entfernten Regionalliga-Club auf Torejagd gegangen ist, ist schon die vierte Saison bei „seinem SCM“ und davon die letzten zwei Jahre als Spielertrainer. Im Januar dieses Jahres wechselte vom Bayernligisten SV Erlbach mit Thomas Breu der erste Bauer-Spezl aus Buchbacher Zeiten nach Moosen als Co-Spielertrainer. Jetzt ist Stefan Denk seinen beiden Kumpels ins Vilstal gefolgt und wird beim SCM der spielende Co neben dem zum Chef-Spielertrainer aufgestiegenen Breu.
Der 35-jährige Denk war zusammen mit dem ein Jahr jüngeren Breu während der Corona-Saison 2019/21 von Buchbach zum damaligen Landesligisten Töging gewechselt. Während Breu 2022 zum Bayernligaaufsteiger Erlbach weiterzog, blieb Denk beim Landesliga-Absteiger in Töging und war dort in den beiden Bezirksligaspielzeiten jeweils erfolgreichster Torschütze.
„In neun Jahren Buchbach ist eine solche Freundschaft entstanden, dass wir uns nach dem Weggang von dort vorgenommen haben, uns fußballerisch nicht aus den Augen zu verlieren, vor allem wenn’s mal Richtung Trainergeschäft geht“, erzählt Denk. Als dann mit Bauer ein weiterer Kumpel den Deal mit Breu, nach dessen Umzug nach Kirchberg, eingefädelt hatte, schwirrte auch schon der Name Stefan Denk hin und wieder durchs Vilstal, das gaben alle Beteiligten zu.
„Es war aber klar, dass Stefan die Saison in Töging zu Ende spielen würde“, bestätigt Bauer. Dort hatten sie die zehn Treffer von Denk für den Klassenerhalt bitter nötig. „Ich hätte vielleicht in Töging weitergespielt, aber die Gelegenheit, mit den beiden Kumpels auch als Trainer etwas bewegen und beeinflussen zu können, war zu interessant und verlockend“, erzählt Denk. Der 35-jährige Offensivspieler wohnt in Buchbach, arbeitet an der Hochschule in Rosenheim, „und dann habe ich auch Familie und bin froh, für den Fußball nicht mehr weit fahren zu müssen“.
Ebenfalls eine junge Familie, die Arbeit im Familienbetrieb und das andere Hobby als Band-Musiker sind Bauers Beweggründe, „nur noch Spieler sein zu wollen“. Der 30-jährige Vollblutstürmer betont aber: „Der SC Moosen ist mein Herzensverein, da bin ich groß geworden, möchte was zurückgeben und bin mir sicher, dass wir auch was bewegen können“. Dass er den Abstieg nach einer Saison in der Kreisliga zumindest noch nicht ganz verdaut hat und schnellstmöglich revidieren möchte, hört man raus. „Da schlagen wir als einzige den Tabellenführer zweimal mit insgesamt 7:1 Toren und steigen ab“, meint er fassungslos.
Andreas Galler, stellvertretender Sportlicher Leiter und weiterhin Standby-Spieler bei den Gelb-Blauen, bestätigt, „dass Maxi Bauer bei den Personalien Breu und Denk die treibende Kraft war“. Galler sieht seinen SCM „rundherum bestens aufgestellt“, da auch Lukas Mabey, ein Torwarttrainer, der selbst viele Spiele zwischen den Pfosten stand, „als Team-Manager mit sehr vielen Kontakten bestens vernetzt ist“.