
Die SpVgg Bayreuth hat am vergangene Wochenende in Hankofen die erste Niederlage nach der Winterpause kassiert. Und die hatte sich die "Oldschdod" größtenteils selbst zuzuschreiben. "Wir haben es nicht geschafft, uns hier der Atmosphäre zu stellen", sagte Cheftrainer Lukas Kling nach der Partie. Dass sich eine Profimannschaft von einigen Sticheleien von der Tribüne aber derart aus dem Konzept bringen lässt, überrascht dann doch. Zumal das Maierhofer Bau-Stadion mit 542 Zuschauern zwar ordentlich gefüllt, aber von einer Hexenkessel-Atmosphäre weit entfernt war.
Sportlich ist die "Oldschdod" trotz des Ausrutschers in Hankofen noch im Soll. Wohin die Reise abseits des Rasens geht, ist weiterhin unklar. Geschäftsführerin Dr. Nicole Kalemba verabschiedet sich in zwei Wochen zum 15. April. Wer ihr nachfolgt, darüber hat sich der Verein noch nicht öffentlich geäußert. Vieles in Bayreuth ist derzeit ungewiss, nicht nur bei den Fußballern. Die Bayreuth Tigers, Eishockey-Oberligist, sind wohl pleite und stehen vor dem Aus. Auch die "Oldschdod" drücken bekanntlich weiterhin massive finanzielle Probleme. Befragt zur Thematik, was da in der Wagner-Stadt schieflaufe, sagte Lukas Kling auf der Pressekonferenz nach dem Spiel in Hankofen: "Bayreuth war mal eine Sportstadt, das können wir nicht mehr behaupten. Ich hoffe einfach mal auf eine ruhige Saison, in der nicht irgendeine News einschlägt wie eine Bombe. Es wird sich etwas verändern, das ist klar. Wir werden kleinere Brötchen backen müssen. Aber wir sind in guten Gesprächen und ich bin optimistisch für die kommende Spielzeit."