2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

Bayers Frauen liefern Wolfsburg einen Kampf auf Augenhöhe

Ganz anders als im Hinspiel präsentierte sich Bayer Leverkusen diesmal beim VfL Wolfsburg. Mit mutigem Pressing und viel Einsatz zwang die Mannschaft den Favoriten immer wieder zu Fehlern.

von RP / Tobias Krell · Heute, 17:00 Uhr · 0 Leser
Bayer Leverkusen verpasst einen Punktgewinn gegen Wolfsburg.
Bayer Leverkusen verpasst einen Punktgewinn gegen Wolfsburg. – Foto: Ralf Hasselberg / Privat

Je nach Sichtweise fehlte Bayer Leverkusens Fußballerinnen beim 1:2 (0:1) in Wolfsburg entweder etwas Glück, die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss oder etwas Zeit zum Coup. In jedem Fall war der Favorit aus der Autostadt sichtlich froh, als der Schlusspfiff dem Leverkusener Dauer-Druck in der Schlussphase ein Ende bereitete. Letztlich kam Vanessa Fudallas Anschlusstreffer per Drehschuss in der dritten Minute der Nachspielzeit zu spät, um mehr als eine Ergebniskosmetik zu sein.

Das gefiel: Bayer lieferte den Wolfsburgerinnen wie von Trainer Roberto Pätzold erhofft einen mutigen Kampf auf Augenhöhe – ganz anders als im Hinspiel, das sie (durch zwei Platzverweise dezimiert) klar verloren hatten. Durch aggressives, hohes Pressing beraubten sie den Favoritinnen ihrer spielerischen Leichtigkeit fast gänzlich „Wir haben eine der stärksten Mannschaften der Liga über weite Strecken des Spiels auf das Konterspiel reduziert. Wenn wir dann nur durch ein Traumtor und einen Standard verlieren, können wir auf die Leistung stolz sein. Ein Punkt wäre nicht unverdient gewesen“, befand der Leverkusener Trainer.

Das muss besser werden: Die Verwertung guter Chancen und kleinere Ungenauigkeiten, die noch mehr Gelegenheiten verhindern, wurden den Leverkusenerinnen erneut zum Verhängnis. Die erste richtig gute Einschussmöglichkeit eröffnete sich den Gästen in Person von Cornelia Kramer, die aus fünf Metern jedoch an VfL-Keeperin Stina Johannes scheiterte (2.). In Führung gingen dagegen die Gäste mit erwähntem Traumtor durch die Ex-Leverkusenerin Janou Levels, die aus mehr als 20 Metern in den Winkel traf.

Gegentreffer unterbricht den Druck der Leverkusenerinnen

Und als Bayer nach einigen bangen Momenten vor der Pause (unter anderem zwei Glanzparaden von Rafaela Borggräfe nach dem Seitenwechsel mehr Druck entwickelte, häuften sich die eigenen Gelegenheiten. Aber statt des Ausgleichs fiel der zweite Gegentreffer, weil Alexandra Popp nach einer Ecke zur Stelle war (78.).

Spielerin des Spiels: In Abschlusssituationen kam Torjägerin Vanessa Fudalla leider nur selten. In der 67. Minute versuchte sie es per Direktabnahme, die den Kasten nur knapp verfehlte, zeichnete letztlich für den einzigen Treffer verantwortlich und setzte sich mit nun 13 Erfolgen wieder alleine an die Spitze der Bundesliga-Torschützinnenliste. Auch sonst rackerte sie unermüdlich, bereitete unter anderem die Großchance von Kramer nach zwei Spielminuten sehenswert vor. Kurzum: Sie gab mit einer starken Leistung die passende sportliche Antwort auf die Nicht-Nominierung für die Nationalmannschaft. Noch lieber wäre ihr aber ein Punktgewinn in Wolfsburg gewesen.

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