Am heutigen Donnerstagabend beginnt die Relegation zur Bayernliga mit den Hinspielen. Neu ist in dieser Saison der Modus: Fünf Bayernliga-Releganten (bisher waren es deren sieben) duellieren sich mit den fünf Landesliga-Vizemeistern und spielen in nur einer Relegationsrunde fünf freie Bayernliga-Plätze aus. Hierfür wurden die zehn Releganten in zwei regionale Gruppen Nord und Süd aufgeteilt. Die Rückspiele finden am Pfingstmontag um 16 Uhr statt. Herrscht nach Hin- und Rückspiel nach Toren Gleichstand, geht es in die Verlängerung. Ist auch dann noch kein Sieger ermittelt, muss die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen.
Heißt also konkret: Die Sieger nach Hin-und Rückspiel sind Bayernligisten, die Verlierer müssen in der kommenden Saison in der Landesliga antreten. Eine zweite Runde gibt es nicht.
Packen die Kanoniere der Grabfeld-Gallier die Rückkehr in die Bayernliga über den Umweg Relegation? Mit exakt 100 Saisontreffern stellt der TSV Großbardorf die torhungrigste Offensive aller fünf Landesligen, angeführt von Toptorjäger Jannik Goller, der 32 Mal ins Schwarze traf und sich damit die Torjägerkanone gesichert hat. "Es ist das Highlight einer brutal starken Saison unserer jungen Mannschaft. Wir brauchen euch jetzt alle noch zweimal. Am Donnerstag wollen wir zu Hause in unserem Wohnzimmer den Grundstein legen und am Pfingstmontag dann in Erlangen feiern", richtet sich der Verein an seine Anhänger.
Beim ATSV Erlangen herrschte große Aufregung kurz vorm Saisonfinale. Langzeitcoach und Legende "Chippo" Skeraj, der nach der Saison ohnehin seinen Posten geräumt hätte, musste vorzeitig seinen Hut nehmen. Darauf erklärte auch Kapitän Lucas Markert, dass er mit sofortiger Wirkung nicht mehr für den ATSV aufläuft. Nun sollen es in der Relegation Jochen Strobel und Normann Wagner, das neue Trainerduo, richten. Die beiden sprangen schon im letzten Saisonspiel in die Bresche und holten immerhin ein 3:3-Unentschieden gegen die SpVgg Bayern Hof.
Die weiteren Partien in der Gruppe Nord
Coburgs Sportlicher Leiter Lars Müller sagt vor dem Hinspiel in Pfaffenhofen: "Zum Gegner können wir relativ wenig sagen, mit Pfaffenhofen hatten wir bislang keine Berührungspunkte. Deshalb wollen wir in erster Linie auf uns schauen, ein geiles Auswärtsspiel machen und uns eine gute Ausgangsposition erarbeiten für das Rückspiel am Montag in Coburg. Die Jungs sind gut drauf, zudem können wir personell aus dem Vollen schöpfen."
Durch einen 2:1-Sieg im direkten Duell gegen die SpVgg Jahn Forchheim hat sich der FC Eintracht Münchberg am letzten Spieltag die Relegation gesichert und kann ein Jahr nach dem Abstieg direkt in die Bayernliga zurückkehren.
"Nach dem emotionalen Endspiel-Erfolg gegen Forchheim wartet direkt die nächste riesige Aufgabe auf den FCE! Unsere Mannschaft hat sich diese Spiele mit Kampf, Wille und Zusammenhalt verdient – und jetzt brauchen wir erneut euch hinter uns! Kommt in Blau, bringt Stimmung mit und macht die Fortuna Arena wieder zu einem Hexenkessel", schwört der FC Eintracht seine Anhänger via Social Media ein.