
Der BFV und zahlreiche Vereine lehnen die Regionalliga-Reformpläne des DFB ab. Stattdessen schlagen die Kritiker ein eigenes Zwei-Phasen-Modell vor.
Der Bayerische Fußballverband (BFV) und zahlreiche Clubs im Freistaat lehnen die bisherigen Reformvorschläge für die viertklassige Regionalliga ab. Das ist das Ergebnis eines Treffens von Vertretern 25 bayerischer Vereine aus der 3. Liga, der Regionalliga Bayern, den beiden Bayernliga-Staffeln Nord und Süd sowie des BFV in Fürth.
Stattdessen legten die Kritiker eine eigene Reformidee vor: Dieses „Zwei-Phasen-Modell“ sieht vor, dass in allen bestehenden fünf Regionalligen nach Vorrunden-Abschluss eine Teilung erfolgen könnte. Die Clubs der oberen Tabellenhälfte würden dann in vier Ligen je einen Meister/Aufsteiger ausspielen, die Teams aus der unteren Hälfte in ihren regionalen Strukturen verbleiben und jeweils eine Abstiegsrunde austragen.
Eine Arbeitsgruppe des DFB hatte Ende März zwei Reformmodelle vorgelegt, die anders als bisher den direkten Aufstieg aller Regionalliga-Meister in die 3. Liga gewährleisten sollen. Im Zentrum steht dabei eine viergleisige Struktur, für die sich die AG einstimmig aussprach: das Kompassmodell, bei dem die Staffeln jährlich nach geografischen Gesichtspunkten neu zugeschnitten würden, sowie ein Regionenmodell. Letzteres sieht vor, die bisherigen Ligen Nord, Nordost und Bayern zu zwei Staffeln zusammenzuführen.