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Bamberg ist »wirklich geschockt« - & geht vor die nächste Instanz

Die Domreitern äußern sich zum aufgehoben Urteil in der Causa Schwaben Augsburg

von PM/mwi · 06.03.2025, 10:45 Uhr · 0 Leser
Der FC Eintracht Bamberg "fühlt sich extrem im Stich gelassen" und wird das zurückgenommene Urteil nicht auf sich sitzen lassen.
Der FC Eintracht Bamberg "fühlt sich extrem im Stich gelassen" und wird das zurückgenommene Urteil nicht auf sich sitzen lassen. – Foto: Andreas Roith

Wie reagiert der FC Eintracht Bamberg auf das zurückgenommene Sportgerichtsurteil gegen den TSV Schwaben Augsburg? Die Domreiter sind im Kampf um den Klassenerhalt unmittelbar davon betroffen. Nun haben sich die Oberfranken in einer ausführlichen Stellungnahme zum Thema geäußert.

Für die Mannschaft und die Funktionäre des FC Eintracht Bamberg sei es wie ein Blitz aus heiterem Himmel gekommen: Nachdem der Bayerische Fußball-Verband (BFV) noch vor Kurzem die Spielwertung der Partie FC Eintracht Bamberg gegen Schwaben Augsburg aufgrund eines Regelverstoßes der Augsburger mit 2:0 für Bamberg gewertet hatte, machte der Verband nun nach einem Einspruch der Schwaben eine 180-Grad-Kehrtwende. Die Rolle rückwärts können die Bamberger nicht nachvollziehen.

"Wir sind wirklich geschockt vom Vorgehen des Bayerischen Fußballverbands und der Sportgerichtsbarkeit dort. Da hat der Glauben an die Sportgerichtsbarkeit einen schweren Schlag erlitten", äußert sich Bambergs Vorstand Sascha Dorsch zu dem Vorgang und fügt an: "Dass ein Verband sein eigenes Urteil wieder aufhebt und zu 100 Prozent in die andere Richtung wertet, hinterlässt nicht nur bei uns viele Fragezeichen."

Der TSV Schwaben Augsburg war zunächst vom Sportgericht verurteilt worden, weil er gegen die Spielordnung des BFV verstoßen hatte. Der Aufsteiger gab aber nicht klein bei holte sich Hilfe bei der renommierten Sportrechtskanzlei Schickhardt. Offensichtlich mit Erfolg. Die Punkte dürfen die Augsburger behalten, müssen allerdings pro betroffene Partie 200 Euro Strafe zahlen.

Den Bambergern stößt das sauer auf. "Für uns sieht es so aus, als kann man die Spielordnung dehnen, wie man es gerne möchte, wenn man sich nur juristisch gut beraten lässt. Warum zahlt Augsburg nun eine Geldstrafe, wenn sie doch nichts falsch gemacht haben? Gibt es nun ein Vergehen oder nicht? Und wie ist es nun in der Restsaison mit den U23-Spielern? Gilt die Regelung weiterhin? Oder für manche Vereine nicht? Aus unserer Sicht werden die Vereine, die sich an die Regeln halten, hiermit benachteiligt. Das kann nicht im Sinne des Verbandes sein, im Sinne des Sports ist dieses Urteil mit Sicherheit nicht", wird Dorsch deutlich.

Klar ist für die Bamberger auch, dass sie diesen Fall nicht auf sich beruhen lassen werden: "Wir fühlen uns extrem im Stich gelassen und werden dies nicht so hinnehmen. Wir sind es der Mannschaft, den Fans und den Sponsoren schuldig, dass wir hier die nächste Instanz anrufen", kündigt Dorsch die nächsten Schritte des Vereins an.