Hainstadt/Rai-Breitenbach. Auch in der Kreisliga B gibt es nichts geschenkt. Das musste die SG Hainstadt/Rai-Breitenbach in den ersten 17 Spielen in dieser Spielzeit erkennen. Die Spielgemeinschaft wollte eine ruhige Runde spielen und auf Distanz zu den Abstiegsplätzen bleiben, was ihr im Großen und Ganzen bisher auch gelang. Aber noch ist das Abstiegsgespenst an der Lindenstraße auch nicht vollständig vertrieben.
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Die Spielgemeinschaft rangiert derzeit auf Platz zehn. Der Abstand zur Abstiegszone ist mit sechs Zählern geringer als der in die Spitzengruppe, was auch daran liegt, dass die Mannschaft in 17 Spielen lediglich 26 Tore erzielt hat. Überzeugend trat die SG allerdings in den drei Spielen vor der Winterpause auf, als das Ensemble zu Hause den SV Lützel-Wiebelsbach II (3:2) und den TSV Bullau (2:0) schlug sowie bei schwierigsten Platzverhältnissen ein torloses Unentschieden bei der Spielvereinigung Kinzigtal erkämpfte und damit das eigene Punktekonto noch einmal kräftig aufstockte.
Hätte es diese kleine Serie nicht gegeben, würde die SG mitten im Abstiegskampf stecken. Für Martin Büchner war in dieser Phase der Aufwärtstrend aber klar zu erkennen. „Uns fehlt einfach die Konstanz. Zum einen fielen immer wieder erkrankte Spieler aus, zum anderen wurden auf dem Platz, gerade im Spielaufbau, häufig die falschen Entscheidungen getroffen. Oder der letzte Pass kam einfach nicht an. All das blockierte immer wieder die Zielstrebigkeit und den Torabschluss. Wir benötigen einfach mehr Zug zum Tor“, fordert der Sportliche Leiter.
An diesen Defiziten will Trainer Michael Fey in der an diesem Freitag beginnenden Vorbereitung konzentriert arbeiten. „Unser Trainer legt Wert auf spielerische Lösungen und hat einen klaren Plan. Und die Mannschaft versucht stets, die Vorstellungen des Trainers umzusetzen.“
Zwei Verstärkungen bekam Fey noch in der Winterpause: Peter Störger wechselt vom ambitionierten A-Liga-Tabellenführer SSV Brensbach zurück an die Lindenstraße, allerdings ist er erst ab April spielberechtigt. Störger ist ein Mann für das Mittelfeld oder die Defensive. Darüber hinaus hat sich Torhüter Timur Kundou der SG angeschlossen, er spielte vormals unter anderem bei Türkiyemspor Breuberg. Beide Spieler verbreitern den Kader der Hainstädter/Rai-Breitenbacher.
An Abstieg denkt bei der vor einem Jahr geschlossenen Spielgemeinschaft niemand. Die Voraussetzungen für eine gelungene zweite Saisonhälfte sind nach Einschätzung der Rai-Breitenbacher gut, weil Kameradschaft und Zusammenhalt stimmen. Die Lage im Kampf um den Klassenerhalt bleibt dennoch angespannt. „Wir können uns auf den sieben Punkten in den Wochen vor Weihnachten nicht ausruhen. Im Gegenteil: Wir müssen alles daran setzen, um schon im Nachholspiel am 1. März gegen den Dritten Bad König/Zell II nachzulegen“, beschreibt Martin Büchner die Ausgangslage. Die Breuberger haben mit den Kurstädtern zudem noch eine Rechnung offen, weil sie im dritten Saisonspiel in Bad König mit 1:5 böse unter die Räder gekommen waren.