
Zum ersten Mal spielt der SV Aubing in der Landesliga und zeigt sich direkt von seiner besten Seite – ein Start nach Maß für den Münchner Klub.
Aubing – Den SV Aubing kannten bis dato die Fußballfans in Oberbayern als Bezirksliga-Dino. Mit der diesjährigen Meisterschaft wurde Aubinger Vereinsgeschichte geschrieben. Entsprechend groß war die Freude auf die Herausforderung in der Landesliga, zumal mit einer großen Dichte an Vereinen aus der Landeshauptstadt die Fahrtwege ideal sind.
„Wir sind da nicht zufällig reingeschlittert“
Patrick Ghigani, Trainer des SV Aubing
Die Ausgangslage war perfekt – und dann gelang auch noch der Start. Nach wenigen Spielen eroberte der SVA die Tabellenspitze. Für den Aubinger Trainer waren die überzeugenden Leistungen seiner Mannschaft wenig überraschend.: „Wir sind da nicht zufällig reingeschlittert“, sagt Patrick Ghigani.
Einzig vom Neuzugang Faris Hero war der ehemalige Profispieler verblüfft. Der 18-jährige Stürmer ist Stammspieler und konnte bereits zweimal treffen. Für Hero ist es die erste Saison im Herrenbereich.
Letzte Saison schnürte er seine Schuhe noch für die A-Jugend des FC Schwabing – mit 34 Toren in 28 Spielen machte der Stürmer auf sich aufmerksam und landete schließlich in Aubing. Von Ghigani gibt es für die bisherigen Leistungen eine Menge Lob: „Er macht es fantastisch – richtig gut“.

Der Trainer legt besonders viel Wert auf das Zusammenspiel seines Teams. Mit viel Offensivpower und kreativen Ansätzen in den Ballbesitzphasen zeigt sich der SVA als „spielstarke Mannschaft“, so Ghigani. Nach jahrelanger Arbeit entstand in Aubing eine Mannschaft, bei der „jedes Rädchen ins Andere greift“.
Das gut funktionierende Team des Aufsteiges ist auch der bisherige Garant in der Landesliga. Im Moment kristallisieren sich ein paar Mannschaften an der Spitze heraus, dennoch bleibt die Liga laut Ghigani „ausgeglichen und sehr spannend“. Für ihn gibt es per se keine schlechten Teams. Besonders die Ergebnisse überraschen Ghigani immer wieder aufs Neue: „Jeder schlägt gefühlt jeden“.
Deshalb liegt im Verein auch eine Menge Demut in der Luft. Obwohl der Trainer von der individuellen Klasse seiner Spieler überzeugt ist, hält er das Thema Aufstieg für unpassend: „Wir sind einfach noch nicht reif für so ein Programm“.
Der letzte Spieltag bestätigt diese Einschätzung. Der Aufsteiger verlor gegen den FC Schwabing erstmals in der noch jungen Saison mit 0:2 Nach Ghiganis Meinung war der Gegner „in allen Belangen überlegen“. Im Moment fehlt es den Aubinger noch an der nötigen Konsequenz im Abschluss, analysiert der Ex-Profi.
Ob diese Niederlage nun die fröhlichen Zeiten in Aubing beenden oder ob es nur ein Ausrutscher war, wird sich beim Gastspiel in Wasserburg zeigen. Der TSV 1880 Wasserburg ist aktuell punktgleich mit Tabellenführer Haching und für den SVA-Coach ein absolutes Topteam mit starken Individualisten: „Das wird eine Mammutaufgabe“. (mh)