
Der ASV Mettmann treibt seine Kaderplanung für die kommende Saison frühzeitig voran und hat dabei gleich mehrere Zugänge präsentiert, die dem Bezirksligisten sportlich deutlich weiterhelfen sollen. Aktuell spielt der frühere Landesligist in der Düsseldorfer Bezirksliga als Tabellenfünfter eine gute Rolle, die jüngsten Personalentscheidungen lassen aber erahnen, dass der Klub künftig wieder höhere Ansprüche formulieren möchte.
2022/23 war der ASV Mettmann Meister in der Bezirksliga geworden, in der anschließenden Saison 2023/24 folgte allerdings der direkte Wiederabstieg aus der Landesliga. Nun nimmt der Verein offenbar einen neuen Anlauf, um sich wieder stärker in der Spitzengruppe zu positionieren. Vier Transfers hat der Klub bereits über seine Vereinsmedien bekanntgegeben: Khalid Al-Bazaz, Adriano Campitiello, Ebrahim Omayrat und Ardian Duraku schließen sich Mettmann an.
Der wohl auffälligste Zugang für die Offensive ist Khalid Al-Bazaz. Der 29-Jährige kommt mit einer starken Bilanz vom TuS Asterlagen nach Mettmann, denn in der laufenden Saison stehen für den vielseitigen Offensivspieler 20 Tore und zehn Vorlagen in 25 Spielen zu Buche. Der Klub spricht deshalb von einem „echten Ausrufezeichen in die Kaderplanung“.
Al-Bazaz bringt Erfahrung aus der Bezirksliga, Landesliga und Oberliga mit und soll die Offensive des ASV flexibler und gefährlicher machen. In der Vereinsmitteilung heißt es: „Khalid steht für Torgefahr, Kreativität und Flexibilität im Angriff und soll unserer Offensive in der neuen Saison zusätzliche Durchschlagskraft verleihen.“ Ein weiterer Faktor dürfte sein, dass Al-Bazaz den Cheftrainer bereits kennt und schon unter ihm gespielt hat. Der Verein sieht darin einen klaren Vorteil: „Lange Eingewöhnungszeit? Fehlanzeige.“
Auch die Erwartungshaltung formuliert der ASV deutlich. Der Transfer sei ein „klarer Wunsch des Vereins“ gewesen. Zudem heißt es: „Wir sind überzeugt: Khalid wird unser Offensivspiel auf ein neues Level heben.“
Für mehr Stabilität und Entwicklungspotenzial im Zentrum soll Adriano Campitiello sorgen. Der 21-Jährige wechselt von der U23 der SSVg Velbert zum ASV Mettmann und war dort zuletzt Kapitän. D er ASV bezeichnet den Zugang als „eines der spannendsten Talente aus der Region“.
Campitiello ist sowohl in der Innenverteidigung als auch im zentralen Mittelfeld einsetzbar. Genau diese Flexibilität war für Mettmann offenbar ein entscheidender Punkt. „Mit seiner Flexibilität in der Innenverteidigung sowie im zentralen Mittelfeld bringt Adriano genau das Profil mit, das wir gesucht haben", teilt der ASV mit Neben Qualität und Spielintelligenz hebt der Klub auch das Entwicklungspotenzial des 21-Jährigen hervor. Dass Campitiello nach Mettmann wechselt, wertet der ASV zudem als Signal. In der Mitteilung heißt es, man habe ihn „trotz zahlreicher Angebote - auch aus höheren Ligen“ vom eigenen Weg überzeugen können. Der Klub ordnet den Wechsel deshalb als „klares Statement“ ein.
Mit Ebrahim Omayrat holt der ASV Mettmann zudem einen Spieler zurück, der den Verein bereits aus früheren Jahren kennt. Omayrat wurde in der Jugend des ASV ausgebildet und war anschließend fünf Saisons im Seniorenbereich für Mettmann aktiv. Der Verein beschreibt die Rückkehr deshalb nicht nur als sportlichen Gewinn, sondern auch als emotionalen Schritt.
Nach seiner Zeit in Mettmann sammelte Omayrat Erfahrung in der Oberliga und Landesliga, unter anderem beim TVD Velbert, beim 1. FC Monheim und zuletzt beim 1. FC Wülfrath. Nun soll er beim ASV eine zentrale Rolle in der Offensive übernehmen. „Mit ihm gewinnen wir nicht nur Qualität, sondern auch ein großes Stück Identität zurück“, schreibt der Klub. „Ebrahim steht für Einstellung, Mentalität, Durchschlagskraft und absoluten Willen - viele erinnern sich noch an seine starken Läufe über die Außenbahn.“ Künftig soll er beim ASV nicht nur über außen Akzente setzen, sondern eine wichtige Rolle im Angriff einnehmen.
Auch Ardian Duraku ist ein Rückkehrer. Der 27-Jährige war bereits sechs Jahre lang für den ASV Mettmann aktiv und prägte in dieser Zeit das zentrale Mittelfeld. Der Verein beschreibt ihn entsprechend wertschätzend als „Herz und Gehirn unserer Mannschaft im zentralen Mittelfeld“. Duraku spielte zuletzt bei Rhenania Hochdahl und kehrt nun nach zwei Jahren zurück nach Mettmann. Seine Stärken sieht der Klub vor allem in der Spielsteuerung. In der Vereinsmitteilung heißt es, Duraku sei „ein echter Denker und Lenker, der dem Spiel Struktur, Ruhe und Richtung gegeben hat“. Genau diese Qualitäten könnten dem ASV in der kommenden Saison helfen, mehr Kontrolle ins eigene Spiel zu bekommen.
Mit seiner Erfahrung, Übersicht und Spielintelligenz soll Duraku sofort eine wichtige Rolle übernehmen. Der Verein formuliert es klar: „Mit seiner Spielintelligenz, Übersicht und Erfahrung wird er unserem Team sofort weiterhelfen und wieder eine zentrale Rolle im Mittelfeld einnehmen.“
Für den ASV Mettmann ergibt sich damit ein deutlich geschärftes Profil für die kommende Saison: Al-Bazaz bringt Torgefahr und offensive Flexibilität, Campitiello erweitert die Möglichkeiten in Defensive und Mittelfeld, Omayrat steht für Tempo, Mentalität und Identifikation, Duraku für Struktur und Erfahrung. Nach einer soliden Bezirksliga-Saison scheint der Blick in Mettmann wieder stärker nach oben zu gehen - auch wenn sich aus starken Transfers allein noch kein sportlicher Anspruch ableiten lässt. Die Richtung der Kaderplanung ist dennoch klar erkennbar.
📰 Alle aktuellen Nachrichten: https://www.fupa.net/region/niederrhein/news
📝 Alle aktuellen Transfers: https://www.fupa.net/region/niederrhein/transfer
⚽ Die Spiele des Tages: https://www.fupa.net/region/niederrhein/matches
Dein Kontakt zur FuPa-Redaktion: