
Vergangene Woche zauberte Türkgücü München mit Marco Holz (32) einen alten Bekannten aus dem Hut. Im Zuge des Transfers ließ der alte und neue Kaderplaner Roman Plesche wissen, dass der Klub von der Heinrich-Wieland-Straße noch drei weitere Akteure unter Vertrag nehmen wird. Gesagt, getan: Am Donnerstag wurde dann Sascha Hingerl, der Bruder von Kevin Hingerl, vorgestellt. Am gestrigen Sonntagabend gab Türkgücü nun die Verpflichtung von Torhüter Johann Hipper bekannt.
Der 23-Jährige war in der Winterpause der abgelaufenen Saison 2021/22 vom Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach Haiger zum TSV Rain am Lech gewechselt und hatte mit starken Leistungen großen Anteil daran, dass die Schwaben den Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern gepackt haben. Von 2017 bis 2019 stand der 1,87 Meter große Keeper beim TSV 1860 München unter Vertrag. Der Sprung zu den Profis blieb ihm dabei verwehrt, deshalb ging`s für ihn weiter zum FC Pipinsried. Nach der Station Steinbach Haiger in Hessen kam wer wie erwähnt Anfang dieses Jahres nach Rain am Lech. Jetzt will er sich bei Türkgücü München beweisen.
Der Verein lässt per Pressemitteilung wissen: "Türkgücü München vermeldet eine sehr wichtige Personalentscheidung und kann mit Keeper Johann Hipper vom TSV Rain/Lech einen weiteren Neuzugang bekanntgeben. Der 23-jährige war in der Rückrunde der Saison 2021/2022 einer der Top-Keeper der RL Bayern. Wir wünschen dir eine erfolgreiche Saison!" Kaderplaner Roman Plesche fügt noch hinzu: "Eine ganz wichtige Personalie für uns. In der Rückrunde hat Johann herausragende Leistungen gezeigt in Rain. Wir waren seit zwei, drei Wochen intensiv in Kontakt. Schön, dass es geklappt hat." Hipper dürfte direkt die neue Nummer eins bei Türkgücü werden, gegenüber den jungen Stefan Musa undDaniel Peluffo-Wiese sollte er die Nase vorne haben.
Einen weiteren Neuzugang würde Türkgücü vor Saisonstart noch gerne präsentieren, aber die Verpflichtung ist ein wenig ins Stocken geraten: "Da gibt`s noch einige bürokratische Hürden zu überwinden. Hoffentlich klappt das", meint Plesche.
Türkgücü hatte wie kein anderer Verein in Bayern in der Sommerpause die Schlagzeilen bestimmt. Nach dem Zwangsabstieg aus der dritten Liga infolge der Insolvenz musste eine komplett neue Mannschaft binnen kürzester Zeit aus dem Boden gestampft werden. Die Stadionfrage wurde zur "Daily Soap"-Posse und hing bis zuletzt am seidenen Faden. Am kommenden Samstag startet Türkgücü beim SV Heimstetten in die neue Regionalliga-Spielzeit.