
Momentan läuft es optimal beim SV Pullach. Elf Siege in Folge hat die Truppe zuletzt eingefahren, ist seit 14 Spieltagen ungeschlagen. Die elf Dreier am Stück sind zudem neuer Rekord für die Bayernliga Süd. "Wir haben aber nicht nur mit dem Trainergespann verlängert, weil wir derzeit so erfolgreich sind", so Pullachs Manager Theo Liedl. Man liege einfach auf einer Wellenlänge: "Beide Seiten sind, so glaube ich, im Moment sehr zufrieden. Daher war es kein Problem eine weitere Zusammenarbeit zu vereinbaren", fügt Liedl hinzu. Die Sache sei in fünf Minuten über die Bühne gegangen. "Wir haben nur kurz gesprochen und ich habe gefragt, ob sie weitermachen wollen. Dann haben Frank Schmöller und Stefan Benzinger "ja" gesagt und wir haben den Vertrag für die nächste Saison per Handschlag besiegelt", schildert der Manager den Ablauf. Schmöller selbst ist in Pullach sehr zufrieden. "Es läuft gut, alles ist soweit in Ordnung. Ich freue mich auf eine weitere Zusammenarbeit." Assistenztrainer Michael "Jimmy" Doll, der zusammen mit Schmöller im Herbst 2013 in Pullach begonnen hatte, muss allerdings aus beruflichen Gründen kürzertreten und wird seinen Posten am Saisonende aufgeben.
Wo der SV Pullach in der nächsten Saison spielen wird, sollte der sportliche Aufstieg in die Regionalliga Bayern gelingen, ist weiter offen. Für das Pullacher Gelände jedenfalls erhält der SVP - ersten Aussagen des Fußballverbandes zufolge - keine Zulassung für Viertligafußball. "Wir können dort die vom Bayerischen Fußball-Verband geforderte Zahl von 2.500 Zuschauern nicht unterbringen. Daher werden wir für unsere Sportanlage keine Genehmigung bekommen", weiß Liedl. Die Vorstandschaft des Vereins bemüht sich daher um eine Ersatzspielanlage. "Die Stadt München und einige umliegende Vereine sind angeschrieben worden", erläutert der Manager. Das Grünwalder Stadion, wo ja schon die Nachwuchs-Vertretungen des TSV 1860 München und des FC Bayern München spielen, wäre eine Option. In München käme zudem noch das Dantestadion in Frage, wo früher Türkgücü München gespielt hat. Ebenso wurde bei der SpVgg Unterhaching und beim TSV Ottobrunn angefragt. Antworten stehen noch aus. "Wir sind aber zuversichtlich, dass wir eine Ausweich-Spielstätte im Falle unseres Aufstiegs finden würden", so Liedl weiter.
Beengt, mitten im Wohngebiet. Die Anlage des SV Pullach ist nicht regionalliga-tauglich. F: Weigand
Grundsätzlich werde aber auch versucht mit der Gemeinde einen Konsens zu finden. Eine neue Sportanlage am Ortsrand wäre ein mittelfritsiger Wunsch des SVP: "Das wäre natürlich schön, wenn das irgendwann klappen könnte", informiert Liedl. Denn derzeit ist es so, dass sich bis zu vier Nachwuchsmannschaften gleichzeitig einen Platz teilen müssen, um ihre Übungseinheiten abhalten zu können. "Das geht schon irgendwie, ist aber natürlich nicht optimal", weiß der Sportchef. Denn der SV Pullach verfügt über 20 Nachwuchsteams, hat zwei Herren-Mannschaften, zwei Senioren-Mannschaften, ein Frauenteam und zwei Mädchen-Mannschaften. 27 Mannschaften auf dem kleinen Gelände unterzubringen sei eben sehr schwierig. Daher wird schon allein deshalb versucht eine neue Sportanlage zu bekommen: "Das hat mit unserem momentanen Erfolg nichts zu tun. Es ist eben grundsätzlich alles sehr schwierig", weiß Leidl. Auch die Parkplatzsituation mitten im Wohngebiet ist grenzwertig. Bis es aber ein neues Sportzentrum gibt, wird bestimmt noch einige Zeit vergehen. Auf jeden Fall aber ist die Führung des SV Pullach dran an der Thematik und muss bei Aufstieg der ersten Mannschaft sicher zweigleisig fahren, sonst wird es nichts mit einer Lizenzerteilung.