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FC Gehenbühl/KSG Gerlingen: Fusion steht bevor

+++ Fusion von FC Gehenbühl mit KSG Gerlingen wird angestrebt +++ Rücktritt im Vorstand +++ neue Geldquellen gesucht +++

von Leonberger Kreiszeitung / Nathalie Mainka · 22.02.2016, 17:00 Uhr · 0 Leser
Die KSG Gerlingen und der FC Gehenbühl  planen eine gemeinsame Fusion.
Die KSG Gerlingen und der FC Gehenbühl planen eine gemeinsame Fusion.
Der FC Gehenbühl und die KSG Gerlingen planen eine gemeinsame Fusion. Dies sorgte im Vorfeld für den Rücktritt vom JFC Gerlingen Vorstand Markus Höss. Zudem werden in Zukunft einige Sanierungen anfallen, weshalb nach neuen Geldquellen Ausschau gehalten wird.

Der Zusammenschluss der beiden Fußballvereine FC Gehenbühl und KSG Gerlingen mit deren bereits im Jahr 2003 zusammengeführten Jugendabteilungen (JFC Gerlingen) schreitet in großen Schritten voran. Läuft alles nach Plan, soll der Stichtag der Fusion zum neuen FC Gerlingen der 1. Juli 2016 sein.

Erich Wiesner, Vorsitzender des FC Gehenbühl, informierte bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend die Mitglieder über den neuesten Stand der Verhandlungen, legte ihnen den Entwurf einer Fusionsvereinbarung vor und ließ dann auch Raum für Diskussionen. Am 11. März treffen sich die Mitglieder des FC Gehenbühl dann erneut – zu einer außerordentlichen Versammlung – und stimmen darüber ab, ob sie einen Zusammenschluss wünschen. „Für mich gibt es nur diesen einen Weg“, betonte Wiesner mit Nachdruck. Der Gesamtverein der KSG Gerlingen tagt am 18. März um 20 Uhr in der Jahnhalle und möchte dann Nägel mit Köpfen machen.

Bislang war geplant, dass der FC Gehenbühl und die Fußballabteilung der KSG Gerlingen aufgelöst werden und im JFC aufgenommen werden. Der weitere Schritt ist dann die Namensänderung in den FC Gerlingen. Diese Formalitäten wurden nun geändert: Der FC Gehenbühl soll der aufnehmende Verein sein.

Im Vorfeld der FC-Sitzung war es bei den Gehenbühlern noch zu einem Zerwürfnis gekommen. Der bisherige Vorsitzende des Jugendfußballclubs JFC Gerlingen, Markus Höss, trat nach internen Meinungsverschiedenheiten in der Vorstandschaft von seinem Amt zurück. Wie wir bereits berichteten, hat er in einem Interview Stellung zur Fusionsentwicklung bezogen und sich da unter anderem für einen Ausbau der Sportstätten auf der Schillerhöhe stark gemacht. „Mit seinem Vorstandskollegen hat er sich allerdings nicht abgesprochen und somit für großen Unmut gesorgt“, sagte Erich Wiesner, der interimsweise die Aufgaben von Markus Höss übernimmt.

Sanierungen in absehbarer Zeit notwendig

In absehbarer Zeit (die KSG-Vorsitzende Sabine Wahl spricht von vier bis fünf Jahren) möchte der Gesamtverein, der im Besitz der Sportstätte auf der Schillerhöhe ist, diese veräußern – allein der Kunstrasenplatz ist Eigentum der Stadt. „Wenn die Fußballer, die ausschließlich diesen Platz nutzen, von der KSG Gerlingen ausgegliedert sind, rechnet sich das nicht mehr für uns“, sagte Wahl bei der FC-Sitzung.

Die Stadt arbeitet mit den Fusionsverantwortlichen schon mit Hochdruck an einer Lösung, wie das städtische Sportgelände in den Breitwiesen künftig bestmöglich zu nutzen sein kann – denn hier soll sich der Fußball künftig konzentrieren.

Gerlingens Bürgermeister Georg Brenner versicherte den FC-Mitgliedern am Freitagabend, dass sowohl er als auch die Gemeinderäte voll hinter diesem Fusionsprojekt stünden (wir berichteten aus dem Finanz- und Verwaltungsausschuss). „Mich überrascht es positiv, dass alles so schnell auf den Weg gebracht wurde und wir schon so konkret darüber reden können“, sagte er. Mit dem Sportstätten-Bestand in den Breitwiesen müssten die Fußballer in nächster Zeit noch leben, doch seien einige Generalsanierungen notwendig. „Der Kunstrasen ist am Ende seiner Lebenszeit, wir müssten das Leichtathletikstadion für den Fußball aktivieren und die Breitwiesenhalle, die in die Jahre gekommen ist, haben wir ebenfalls im Auge“, so Brenner. Auch über einen neuen Sportplatz auf der anderen Seite der Bahngleise müsse nachgedacht werden. Großer Diskussionsbedarf besteht bei der Frage, wie der Trainingsbetrieb – vor allem in den Wintermonaten – zu regeln sein wird, da es für die Installation einer Flutlichtanlage keine Genehmigung in den Breitwiesen gibt und daher die Zeiten begrenzt sein werden.

Neue Geldquellen gesucht

Finanziell hat der FC Gehenbühl im vergangenen Geschäftsjahr ein Minus von rund 2200 Euro erwirtschaftet. Einnahmen von rund 60000 Euro stehen Ausgaben in Höhe von rund 62200 Euro gegenüber. „Noch haben wir ein paar Euro auf der Bank, doch wir müssen dringend schauen, wie wir in Zukunft wieder Geld in die Kasse bekommen“, sagte Erich Wiesner.