
"Es ist noch Motivation, den Jungs zu zeigen, dass es in Hövelhof ganz schön hätte werden können“, sagt Marc Kespohl, Trainer der in der Tabelle auf Rang Zwei platzierten Hövelhofer. Er meint mit seiner Aussage die Wechselfarce, die sich in der vergangenen Sommerpause zwischen dem Hövelhofer SV und Suryoye Paderborn entwickelte. Der HSV hatte bereits lange vor dem Aufstieg der Paderborner deren Akteure Raffaele Wiebusch, Roland Sitnikov und Andreas Sabelfeld verpflichtet und das auch öffentlich bekannt gegeben. Nach dem Aufstieg von Suryoye sprangen Wiebusch und Sitnikov allerdings direkt wieder ab und lösten ihre Zusagen auf. Hochkochen lassen, möchte Kespohl das Thema nicht mehr, denn alle Akteure spielen aktuell keine Rolle. Wiebusch ging nicht zu Suryoye zurück und landete in Erlinghausen, Sabelfeld beruflich in Düsseldorf und Sitnikov ist langzeitverletzt. „Das ist durch. Suryoye ist zuletzt ins Stocken geraten, hat aber trotzdem eine spielstarke Mannschaft, vor der wir gewarnt sind.“ Auch deren Coach Maniyel Nergiz schaut nach vorne und lobt den Gegner in höchsten Tönen: „In Hövelhof wird große Arbeit geleistet. Dort hängen die Trauben hoch. Sie sind seit acht Spielen ungeschlagen.“ Die Favoritenrolle ist verteilt. Kespohl möchte „sich nicht dagegen wehren. Wir wollen oben dranbleiben und mit einem Erfolg am nächsten Spieltag das Topspiel gegen Spitzenreiter Spexard angehen.“ Leicht wird es Suryoye dem HSV nicht machen. „Wir wollen aus den drei letzten Partien dieses Jahres sieben Punkte holen und mit aller Macht auf der Waldkampfbahn punkten“, verrät Nergiz. Personell gibt es beim Tabellendreizehnten aber weiterhin Probleme. Neben Sitnikov fehlen auch Emanuel Yanik und George Demirel. Atef Al-Soufi nahm das Training wieder auf, kommt aber nur für einen Kurzeinsatz in Frage. Daniel Rehborn ist nach seiner roten Karte noch gesperrt.
Hoffnung macht Nergiz sein Torwart Benedikt Ernst: „Er hat ein gelungenes Comeback gefeiert.“ Probleme hat auch der HSV. Nico Thieschnieder und Manuel Mückenhaupt sind im Urlaub, Sven Zimmermann hat einen Innenbandriss im Knie, Florian Reinsch hat Magen-Darm und Marius Brummel einen gebrochenen Fuß. „Das sind wichtige Leute, die uns weh tun. Aber, wir haben einen Kader, in dem jeder die Qualität hat, einzuspringen“, schiebt Kespohl die Verletzten nicht als Ausrede vor.
Fehlt: Manuel Mückenhaupt ist im Urlaub und verpasst das Derby.