
„Meine Jungs haben cool gespielt und alles versucht. Aber heute hat uns auch ein wenig das Spielglück gefehlt. Glückwunsch an Breinig“, war Andi Avramovic ein fairer Verlierer. Seine Elf hatte gut in die Partie hineingefunden und sich gleich Chancen erarbeitet: Zweimal scheiterte sie nach Ecken knapp, zweimal freistehend vor dem Tor. „Wir machen zu wenig draus“, haderte der VfL-Coach. „Zwei unnötige Fehler, aus denen sich Breiniger Chancen ergaben, kamen psychologisch für uns zu einem schlechten Zeitpunkt.“ Die Breiniger standen sehr kompakt. „Dadurch haben wir viele Bälle gewonnen“, sagte SV-Coach Kevin Breuer zufrieden. Ein Ballgewinn wurde zum Torerfolg genutzt: Alan Graf, der in der Pause verletzt vom Platz musste, ging über außen, legte den Ball quer auf Andi Simons, der an Moritz Stehling vorbei links unten einschob.
„Wir hätten auch höher führen können, hatten in der zweiten Hälfte auf der anderen Seite aber auch endlich mal Spielglück, als ein Schuss von Melih Yilmaz (70.) nur an die Unterkante der Latte prallte“, so Breuer, wobei es strittig blieb, ob der Ball vor oder hinter der Linie aufkam. Zu dem Zeitpunkt war Breinig nach einer Roten Karte gegen Niklas Mohr (67.) nur noch zu Zehnt. Vichttal machte viel Druck. „Vor allen in den letzten 20, 25 Minuten haben wir viele Bälle in die Box getragen, waren aber zu hektisch im Abschluss“, so Avramovic. Vier, fünf Torschüsse gingen nur knapp vorbei. Wegen einer Notbremse sah auch Vichttals Nils Schütte (84.) Rot.
„Der Sieg hat gut getan, nach sieben sieglosen Wochen wurde es auch langsam Zeit“, atmete Breuer durch, der ein Sonderlob für Manfred Fleps erteilte. Der hatte sich als Ersatz-Kapitän angeschlagen 70 Minuten lang durchgebissen. „Es war der Wahnsinn, Manni war der absolute Leader in einer Mannschaft, die heute die richtige Mentalität bewiesen und einen großen kämpferischen Einsatz gezeigt hat.“