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Allgemeines

Aufsteiger bestens akklimatisiert

Frei-Weinheim und Hassia II sind in der A-Klasse angekommen / Sorgen bei Wackernheim und Ockenheim / SG Bingerbrück top

von Dennis Buchwald · 11.01.2018, 10:00 Uhr · 0 Leser
Jubel im Mai: Frei-Weinheims Kicker feiern die Meisterschaft in der B-Klasse West.	Archivfoto: Schmidt
Jubel im Mai: Frei-Weinheims Kicker feiern die Meisterschaft in der B-Klasse West. Archivfoto: Schmidt

Rheinhessen. Auf ein erfolgreiches Fußballjahr 2017 blickt Hassia Bingen II zurück. Die Verbandsliga-Reserve erreichte in ihrer ersten Saison in der B-Klasse West als Tabellenzweiter die Aufstiegsspiele. Nach zwei Siegen gegen den TuS Marienborn II war der Durchmarsch in die A-Klasse perfekt. Und auch eine Etage höher hat sich die junge Hassia-Mannschaft sofort akklimatisiert und rangiert zur Winterpause als Neunter nur vier Zähler hinter Platz drei. „Wenn mir das jemand vor zweieinhalb Jahren gesagt hätte, hätte ich sofort unterschrieben“, erklärt Trainer Denis Lutterbach zufrieden. „Auch der Plan, das Sprungbrett zur ersten Mannschaft zu werden, klappt immer besser.“

Der Sprung in die A-Klasse gelang auch dem VfL Frei-Weinheim. Die Elf von Coach David Klose dominierte die B-Klasse West und gewann souverän die Meisterschaft. Mit satten 123 Treffern und lediglich 27 Gegentoren stellte der Aufsteiger die gefährlichste Offensive und die stabilste Abwehr. In der laufenden Spielzeit überwintert der VfL auf einem soliden sechsten Rang. „Leider ist unser Kader nicht groß genug, um jetzt Platz fünf anzugreifen“, blickt Klose auf die Restrunde. „Deshalb gebe ich einen einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel aus.“

Ein Jahr mit Höhen und Tiefen liegt derweil hinter dem TSV Wackernheim. In die Geschichtsbücher des Vereins eingehen wird der Sieg im Kreispokal. Der 3:0-Finalerfolg gegen den TSV Stadecken-Elsheim tröstete den TSV auch über die hauchdünn verpassten Aufstiegsspiele in die Bezirksliga hinweg. Nach dem dritten Platz folgte im Sommer der große Umbruch. Patrick Rudolf legte sein Traineramt zum Saisonende nieder, Fred Bak übernahm. Mit dem Abgang mehrerer Leistungsträger veränderten sich die Ambitionen. Die Wackernheimer stecken mittendrin im Abstiegskampf und werden wohl bis zuletzt um den Klassenerhalt zittern müssen.

Der Verbleib in der A-Klasse genießt auch bei Fidelia Ockenheim höchste Priorität. Von manchen Konkurrenten als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt, lässt die Fidelia momentan drei Teams hinter sich. Ohne Zweifel hätten die Ockenheimer nichts gegen einen Endspurt wie in der Vorsaison einzuwenden. Mit drei Siegen in den letzten vier Begegnungen erreichten sie das rettende Ufer. Diesmal würden Trainer Gerd Korz und seine Spieler jedoch gerne auf eine ähnliche Zitterpartie verzichten.

Eine Etage tiefer ist die SG Bingerbrück/Weiler derzeit das Nonplusultra. Der Spitzenreiter der B-Klasse West führt die Tabelle mit zehn Punkten Vorsprung an und eilt in großen Schritten in Richtung Meisterschaft. Nach dem dritten Platz in der vergangenen Spielzeit soll endlich der Aufstieg glücken. Doch Trainer Michael Engelhardt warnte im AZ-Interview vor frühzeitiger Euphorie: „Wir sind der Gejagte, jeder will uns ärgern. Um den Aufstieg zu schaffen, muss man immer 100 Prozent bringen.“ Aus der Region Bingen und Ingelheim haben außerdem die TSG Schwabenheim sowie die SGs aus Gensingen/Grolsheim und Sponsheim/Dromersheim/Dietersheim die Aufstiegsspiele im Visier.