2026-04-16T10:11:10.190Z

Allgemeines

Arbeitssieg statt Gala: Hohkeppel zittert sich zum Erfolg gegen Weiden

Die Eintracht verfällt früh in den Verwaltungsmodus – Teutonia zeigt trotz Niederlage Moral

von Andreas Santner · Heute, 11:21 Uhr · 0 Leser
– Foto: LaBima

Eintracht Hohkeppel hat seine Pflichtaufgabe beim Tabellenvorletzten FC Teutonia Weiden erfüllt, doch von einem souveränen Spaziergang des Favoriten konnte an diesem Nachmittag keine Rede sein. Zwar entführte die Brunetto-Elf durch einen 2:0-Auswärtssieg die drei Punkte aus Weiden, musste dabei aber phasenweise ordentlich Federn lassen. Während Hohkeppel den Anschluss nach oben hält, gleicht die Mission Klassenerhalt für die tapferen Weidener bei neun Punkten Rückstand und nur noch sieben verbleibenden Partien immer mehr einem Drahtseilakt.

Blitzstart durch Owusu – dann folgt der Leerlauf

Die Partie begann ganz nach dem Geschmack des Favoriten: Bereits in der 4. Spielminute markierte Mike Owusu die frühe Führung für die Eintracht. Wer unter den Zuschauern jedoch glaubte, die Teutonia würde nun auseinanderbrechen, sah sich getäuscht. Hohkeppel verpasste es, den frühen Schwung zu nutzen, und ließ die Zügel schleifen.

„Wir sind gut reingekommen und früh in Führung gegangen, aber leider hat uns das Tor nicht die erhoffte Sicherheit gegeben“, analysierte Hohkeppels Trainer Giuseppe Brunetto den Auftritt seiner Mannschaft. Statt den Sack vorzeitig zuzumachen, verfiel der Favorit in eine gefährliche Passivität: „Statt wie geplant direkt nachzulegen, sind wir zu sehr in den Verwaltungsmodus verfallen. Wir hatten zwar viel Ballbesitz und eine gute Spielkontrolle, konnten aber kaum noch zwingende Aktionen kreieren.“

Weiden schnuppert an der Überraschung

Die Gastgeber aus Weiden witterten ihre Chance und kamen vor der Pause zu dicken Gelegenheiten. Die Teutonia agierte mutig und hätte den Ausgleich mehr als verdient gehabt. Auch Brunetto musste nach dem Abpfiff ehrlich zugeben: „Weiden kam zu zwei bis drei richtig guten Gelegenheiten, sodass wir uns über einen 1:1-Ausgleich oder gar einen Rückstand zur Pause nicht hätten beschweren dürfen.“

Erst nach dem Seitenwechsel besann sich die Eintracht wieder auf ihre Qualitäten. Direkt nach dem Wiederanpfiff sorgte Ishak Adahchur für die Vorentscheidung (49.). „In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann aber deutlich gesteigert. Wir haben aufgehört zu verwalten, sind mutiger nach vorne aufgetreten und haben folgerichtig wieder recht früh das 2:0 erzielt“, so Brunetto.

Brunetto: „Hätten wir nachlegen müssen“

In der Folge kontrollierte Hohkeppel die Partie deutlich besser und erarbeitete sich mehrere Möglichkeiten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Dass es beim 0:2 blieb, lag auch an der mangelnden Chancenverwertung der Gäste in der Schlussphase. Dennoch bilanzierte der 53-jährige Übungsleiter versöhnlich: „Unterm Strich war es aufgrund der Leistungssteigerung, des höheren Tempos und der Vielzahl an Chancen im zweiten Durchgang aber ein verdienter Erfolg.“

Für Teutonia Weiden bleibt trotz der Niederlage die Erkenntnis, dass man auch gegen die Top-Teams der Liga mithalten kann. Auf dieser Leistung lässt sich für die verbleibenden sieben „Endspiele“ aufbauen, auch wenn die Luft im Tabellenkeller immer dünner wird.