
Tur Abdin Gütersloh wurde am Freitagabend "auf der Couch" vorzeitig Meister der Kreisliga A Gütersloh, da Verfolger GW Langenberg-Benteler gegen den FSC Rheda II mit 0:4 verlor. Der im Jahre 1979 von aramäischen Migranten gegründete Verein steigt zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte in die Bezirksliga auf.
Nach den A-Liga-Meisterschaften 2001 und 2009 gab es jeweils drei überkreisliche Jahre. Die beste Platzierung gelang in der Spielzeit 2009/10, als Tur Abdin auf dem neunten Rang abschloss. Ansonsten war immer bis zum letzten Spieltag harter Abstiegskampf angesagt.
Das letzte Bezirksliga-Jahr endete unrühmlich. Nach der A-Liga-Meisterschaft 2015 zog sich Tur Abdin Gütersloh im Januar 2016 direkt wieder zurück. Es hieß, dass der zuvor neugewählte Vorstand nicht mehr bereit war, den überkreislichen Spielbetrieb zu finanzieren.
Zehn Jahre später geht Tur Abdin erneut den Weg in die Bezirksliga. Mit bislang 106 Toren in 27 Partien überzeugte insbesondere die Offensive. Der 28-jährige Top-Torjäger Tymofii Dymchenko wird sich aller Voraussicht nach die Torjägerkrone sichern (aktuell 30), hat sich aber bereits für einen anderen Weg entschieden und wird im Sommer zum FC Gütersloh II zurückkehren.
Auf der Trainerbank hatte Tur Abin bereits im März einen prominenten Namen präsentiert. Der langjährige FCG-Akteur Tim Manstein (36) startet seine Trainerkarriere und übernimmt das Zepter. Man darf gespannt, wie das vierte Kapitel im überkreislichen Fußball aussehen wird.