2026-04-28T04:45:54.822Z

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Apo Keseroglu will wieder angreifen: „Habe Bock auf neue Aufgabe“

Ex-Hohkeppel-Coach hat fußballfreie Zeit zur Selbstreflektion genutzt

von Andreas Santner · Heute, 07:02 Uhr · 0 Leser
Abdullah "Apo" Keseroglu will in der kommenden Saison wieder an der Seitenlinie stehen.
Abdullah "Apo" Keseroglu will in der kommenden Saison wieder an der Seitenlinie stehen. – Foto: Boris Hempel

Seit Ende März ist es ruhig geworden um Abdullah „Apo“ Keseroglu – zumindest an der Seitenlinie. Nach dem Paukenschlag beim Mittelrheinligisten Eintracht Hohkeppel, als der Verein trotz einer starken Serie und Ambitionen auf die Regionalliga die Reißleine zog, hat der Trainer die Ereignisse sacken lassen. Wer Keseroglu kennt, weiß jedoch: Lange wird er die Füße nicht stillhalten. Der Blick geht längst wieder in Richtung Zukunft, die Akkus sind voll.

Aktuell nutzt der 38-Jährige die Zeit für Dinge, die im oft stressigen Traineralltag zu kurz kommen. Neben der Arbeit in seiner Firma steht die Familie ganz oben auf der Liste. Dennoch ist Keseroglu Stammgast auf den Fußballplätzen zwischen 3. Liga und Landesliga, um den Markt im Auge zu behalten. „Aktuell ohne Fußball zu sein, ist natürlich eine schwierige Situation, da die freie Zeit von heute auf morgen erst einmal ungewohnt ist. Natürlich fordert mich meine Firma, aber der Fußball war immer ein Mittelpunkt in meinem Leben und soll es auch bleiben“, erklärt Keseroglu seine momentane Lage.

Lehrreiche Zeit in Hohkeppel

Die Zeit in Hohkeppel, die trotz des plötzlichen Endes von einer beeindruckenden Siegesserie geprägt war, hat er aufgearbeitet. Für ihn war es trotz der Entlassung eine Phase, in der er viel bewegen konnte. „Es war für mich eine sehr lehrreiche Zeit, in der wir wirklich guten Fußball gezeigt haben, und ich nehme viele wertvolle Erfahrungen aus dieser kurzen, aber intensiven Phase mit“, resümiert der Ex-Profi.

Keseroglu macht keinen Hehl daraus, dass er bereit für das nächste Kapitel ist. Er scharrt mit den Hufen und vermisst das Adrenalin am Spieltag. Dabei ist er nicht auf eine bestimmte Liga oder Funktion fixiert – vielmehr geht es ihm um das Projekt und die Menschen, mit denen er zusammenarbeitet. „Ich bin ein Trainer, der mit extrem viel Leidenschaft und Energie arbeitet – ohne dabei andere Kollegen falsch darstellen zu wollen, denn jeder gibt dort seinen vollen Einsatz. Aber diesen Wettkampf, das Adrenalin und den Drang, am Wochenende Spiele gewinnen zu wollen, vermisse ich natürlich. Auch der Alltag im Training, die Arbeit mit den Spielern und die ständige Weiterentwicklung der Spielphilosophie fehlen mir“, so der Coach.

Keseroglu: "Das Wichtigste ist das gegenseitige Vertrauen"

Was die künftige Aufgabe angeht, zeigt sich der A-Lizenz-Inhaber flexibel: „Am meisten reizt mich ein ambitioniertes Projekt im Herrenbereich – bin aber auch offen für spannende Aufgaben im NLZ. Ich weiß genau, was ich will und wie ich eine Mannschaft entwickle." Ein wichtiger Punkt sei dabei das gegenseitige Vertrauen und die Zusammenarbeit als Team, bestehend aus Trainerstab, sportlicher Leitung und Vorstand. „Ich stehe für dominanten, mutigen Fußball mit viel Ballbesitz, klaren Abläufen und aggressivem Pressing – bin aber flexibel genug, meine Idee an das vorhandene Spielermaterial und die Bedingungen anzupassen. Ich arbeite projektbezogen und möchte etwas entwickeln, am liebsten über einen längeren Zeitraum, auch wenn das Geschäft heute sehr schnelllebig ist. Ich habe einfach Bock auf eine neue Aufgabe“, so Keseroglu abschließend.