
Der dramatische Regionalliga-Klassenerhalt von Viktoria Aschaffenburg hat enorm viel Kraft gekostet - mental wie physisch. Erst im Elfmeterschießen konnte der SVA den wackeren SC Eltersdorf, der damit erneut knapp am Aufstieg in die höchste Amateurklasse vorbeigeschrammt ist, besiegen. Und die insgesamt 210 intensiven Minuten plus das Rittern vom Punkt gegen die "Quecken" haben bei den Akteuren am Schönbusch ihre Spuren hinterlassen.
Gleich drei Akteure zogen sich mehr oder weniger schwere Blessuren zu. So gibt der SVA bekannt: "Kapitän Beni Baier konnte schon ab der zweiten Halbzeit nicht mehr aktiv auf dem Feld mitwirken, er zog sich einen Muskelfaserriss zu." Der 36-Jährige hatte zusammen mit Keeper Max Grün seinen Vertrag verlängert und wird auch in der kommenden Spielzeit eine Führungsfigur sein. Ob der Mittelfeldlenker allerdings schon zum Start in die Vorbereitung wieder einsteigen kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.
Heftiger erwischt hat es Niklas Biehrer, der für Baier ins Spiel kam. Der 25-Jährige erlitt einen komplizierten Kieferbruch und wurde am vergangenen Freitag bereits operiert. Und auch Michael Gorbunow, der nach seiner langen Verletzungspause den entscheidenden wie umjubelten 1:0-Treffer zum Erreichen der Verlängerung erzielte, griff sich während seines Einsatzes mehrmals an das vorgeschädigte Knie. "Bei ihm müssen weitere Untersuchungen abgewartet werden. Niklas und Michael bissen trotz ihrer Beschwerden auf die Zähne und spielten bis zum Ende durch!", informiert der Verein.
Es hießt also erstmal Wundenlecken am Schönbusch nach einer in jeder Hinsicht anstrengenden Saison. Die kommende Spielzeit dürfte allerdings nicht leichter werden. Die Aschaffenburger haben einen Konsolidierungskurs ausgerufen und müssen den Gürtel deutlich enger schnallen. Zudem steht noch die Entscheidung aus, mit welchem Trainerteam die Mainfranken die neuen Herausforderungen in Angriff nehmen werden.