
Der SSV Merten hat den Einzug ins Halbfinale des Mittelrheinpokals knapp verpasst. Beim Ligakonkurrenten Teutonia Weiden unterlag das Team von Trainer Bünyamin Kilic mit 1:2, obwohl es selbst einige hochkarätige Chancen liegen ließ. Im Duell zwischen dem 1. FC Düren und Alemannia Aachen stand es lange 1:1 – und als alles mit einer Verlängerung rechnete, dreht der Drittligist die Partie in der Nachspielzeit.
"Es war ein gutes Spiel eigentlich“, resümierte Merten-Coach Bünyamin Kilic nach der Partie. In der ersten Halbzeit entwickelte sich eine taktisch geprägte Begegnung, in der Weiden nur einen gefährlichen Abschluss aus der Distanz verzeichnete. „Ein Sonntagsschuss, auf der Latte landete – das war der einzige Torschuss auf unser Tor in der ersten Halbzeit.“
Merten hatte seinerseits mehrere Großchancen, um selbst in Führung zu gehen. „Pascal Köpp wurde über die rechte Seite freigespielt, seine Hereingabe wurde in letzter Sekunde geklärt. Dann hatten wir eine Riesenchance nach einem Standard, aber Bilal El-Morabiti verzog knapp. Und dann lief Samuel Malaab alleine aufs Tor zu und schoss hauchdünn vorbei. Eine von diesen drei musst du machen, dann steht es 1:0, und dann hätten wir ein ganz anderes Spiel gehabt.“
Stattdessen fiel das 1:0 für die Gastgeber nach einem Foulelfmeter durch Meik Kühnel (40.). Kilic ärgerte sich über die Entscheidung: „Der Gegner läuft eigenlicht nach au0en, unser Spieler hakt leicht ein und der Gegner nimmt das clever an.“
Nach der Pause stellte Merten taktisch um und kam erneut zu einer hundertprozentigen Ausgleichschance: „Pascal Köpp hatte nach einem gut herausgespielten Ball die Gelegenheit aus spitzem Winkel, aber er visierte das falsche Eck an.“ Im Gegenzug schlug Weiden eiskalt zu: Nach einem Konter legte Yassine Ali Gnondi quer auf Cem Hircin der zum 2:0 (68.) traf.
Merten kämpfte sich in der Schlussphase noch einmal heran. Jerome Propheter köpfte nach einer Flanke in der Nachspielzeit zum 2:1-Anschluss (90.+1) ein, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. „Wenn Bilal seine Chance kurz zuvor nutzt, dann haben wir wahrscheinlich noch die Möglichkeit zum 2:2“, so Kilic.
Letztlich musste der SSV Merten die Sensation im Pokal abschreiben. „Das wäre für den Verein etwas Großartiges gewesen, aber wir konnten es dem Klub nicht schenken – das tut natürlich weh.“ Trotzdem erkannte Kilic die Leistung des Gegners an: „Weiden ist eine Topmannschaft, sie haben es sehr gut gemacht und stark gekämpft.“
Während Teutonia Weiden nun im Halbfinale des Mittelrheinpokals steht, bleibt für Merten nur der Fokus auf die Liga. „Wir hatten heute nicht unser Maximum, aber wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir werden uns auf die kommenden Aufgaben konzentrieren“, betonte Kilic abschließend.
FC Teutonia Weiden – SSV Merten 2:1
FC Teutonia Weiden: Frederik Said, Julian Braun, Tamer Tuncer, Canel Cetin, Robin Ahns, Stefan Vujicic, Nuredin Alikahn (80. Joeffret Tudilo), Cem Hircin, Meik Kühnel, Yassine Ali Gnondi, Sulayman Dawodu (88. Leon Ruhrig) - Trainer: Engin Cetinkaya - Trainer: Cayan Zenk
SSV Merten: Pascal Geisler, Pascal Köpp, Maximilian Decker, Inas Islamovic (77. Eliot Albert), Jerome Propheter, Winzent Suchanek (82. Jeffrey Julian), Mohamed Rabia (69. Kenan Akalp), Rikiya Ohashi, Bilal El Morabiti, Gaspard Fehlinger (88. Farid Bacevac), Samir Malaab - Trainer: Bünyamin Kilic - Trainer: Falk Bernard
Schiedsrichter: David-Markus Koj (Aachen) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Meik Kühnel (40. Foulelfmeter), 2:0 Cem Hircin (68.), 2:1 Jerome Propheter (90.+1)
Auch nach der Pause ließ die Mannschaft von Trainer Olaf Janßen nicht locker und Cabral sorgte mit einem Schuss in den Winkel für die Vorentscheidung (55.). Den Schlusspunkt setzte in der 72. Minuten Samuele Carella mit dem 4:0-Endstand.
FSV SW Neunkirchen-Seelscheid – Viktoria Köln 0:4
FSV SW Neunkirchen-Seelscheid: Simon Stokowy, Rico Heinen (46. Tom Wieschebrock), Jona Reinke Ehses, Patrick Busch (66. Michael Hermanni), Linus Daus, Daniel Helmann, Niklas Krämer, Moritz Tel (76. Abdullah El Leithy), Tim Dreilich (46. Philipp Schulz), Paul Orfgen, Marc Schneider (57. Nils Stephan) - Trainer: Christoph Gerlach - Trainer: Christian Thomas
Viktoria Köln: Kevin Rauhut, Niklas May, Jonah Sticker, Zoumana Keita, Sidny Lopes Cabral, Enrique Lofolomo, Lasse Soldanski, Samuele Carella, Luca De Meester, Malek El Mala, Philipp Köhl - Trainer: Olaf Janßen
Schiedsrichter: Tarik Damar
Tore: 0:1 Malek El Mala (17.), 0:2 Malek El Mala (30. Foulelfmeter), 0:3 Sidny Lopes Cabral (55.), 0:4 Samuele Carella (72.)
„Ein Sieg, der nicht nur den Halbfinaleinzug sicherte, sondern Balsam für die Seele aller Alemannen ist“, hieß es nach der Partie aus dem Klub.
Dabei begann die Partie für die favorisierten Aachener alles andere als optimal. Nach einer Ecke köpfte Peter Lela den Regionalligisten in der 13. Minute in Führung. Die Alemannia ließ sich von diesem Rückschlag zunächst beeindrucken, fing sich aber noch vor der Pause und kam durch Heinz (45.+1) und Strujic (45.+4) zu gefährlichen Abschlüssen.
Nach der Pause erhöhte Aachen den Druck. Der eingewechselte Heister setzte Heinz in Szene, der per Kopf nur den Pfosten traf (64.). Eine Minute später war das Glück der Gastgeber aufgebraucht: Lela fälschte eine Hereingabe von Heinz ins eigene Tor ab – 1:1 (65.).
Als alles auf Verlängerung hindeutete, folgte der Wendepunkt: Dürens Bennetts flog in der 89. Minute mit Gelb-Rot vom Platz, die Alemannia nutzte die Überzahl gnadenlos. Strujic köpfte einen Heinz-Freistoß zum 2:1 ein (90.+2), ehe El-Faouzi einen Konter querlegte und Heinz mit seinem Treffer in der 90.+7 Minute den Deckel draufmachte.
1. FC Düren – Alemannia Aachen 1:3
1. FC Düren: Jannick Theißen, Petar Lela, Viktor Miftaraj, Matthias Wetschka, Adam Matuszczyk, Marcel Damaschek (73. Mordecai Zuhs), Emil Zeil (90. Meric-Nuh Gültekin), Vleron Statovci (83. Julijan Popović), Rafael Garcia, Jayden Bennetts, Elsamed Ramaj (87. Jakob Sachse) - Trainer: Marco Beier - Trainer: Kristopher Fetz
Alemannia Aachen: Marcel Johnen, Sasa Strujic, Nils Winter (46. Soufiane El-Faouzi), Mika Hanraths, Felix Meyer, Lamar Yarbrough (74. Jan-Luca Rumpf), Bentley-Baxter Bahn, Danilo Wiebe (46. Florian Heister), Anton Heinz, Niklas Castelle (81. Gianluca Gaudino), Daouda Beleme (90. Charlison Benschop) - Trainer: Heiner Backhaus
Schiedsrichter: Ivan Mrkalj - Zuschauer: 2550
Tore: 1:0 Petar Lela (14.), 1:1 Petar Lela (66. Eigentor), 1:2 Sasa Strujic (90.+2), 1:3 Anton Heinz (90.+7)
Gelb-Rot: Jayden Bennetts (89./1. FC Düren)
Vor 867 Zuschauern im Kölner Südstadion entwickelte sich eine Partie mit wenigen Höhepunkten. Die Gastgeber kontrollierten das Geschehen über weite Strecken und kamen nach 17 Minuten zur ersten ernsthaften Torchance, als Julius Biada den Ball knapp über die Latte setzte. Zehn Minuten später sorgte Marvin Mika mit einem weiteren Abschluss für Gefahr.
Das einzige Tor des Abends fiel in der 37. Minute: Adrian Stanilewicz legte auf Stipe Batarilo ab, der aus rund 20 Metern sehenswert zum 1:0 für Fortuna Köln traf. Hohkeppel hatte zwar einige Ballgewinne, konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen und verlor den Ball oft zu schnell wieder.
Auch nach der Pause blieb Fortuna das bestimmende Team. Die Kölner hätten das Ergebnis noch ausbauen können, doch erneut scheiterte Batarilo am starken Hohkeppler Schlussmann Lukas van Ingen (55.). Die Gäste mühten sich um den Ausgleich, kamen jedoch zu keiner zwingenden Torchance.
Viel Zeit, die Niederlage zu verarbeiten, bleibt Hohkeppel nicht. Bereits am Samstag empfängt die Mannschaft Rot-Weiß Oberhausen. Der Tabellenfünfte der Regionalliga West wird eine anspruchsvolle Herausforderung, da die Gäste mit ihrer offensiven Spielweise und individuell starken Akteuren aufwarten.
SC Fortuna Köln – SV Eintracht Hohkeppel 1:0
SC Fortuna Köln: Lennart Winkler, Seymour Fünger, Robin Afamefuna, Barne Pernot, Adrian Stanilewicz (70. Henri Matter), Joshua Eze, Julius Biada (89. Kingsley Sarpei), Stipe Batarilo, Arnold Budimbu, Marvin Mika (70. Maximilian Fischer), Hendrik Mittelstädt (82. Danny Breitfelder) - Trainer: Matthias Mink - Trainer: Martin Grund - Trainer: Hamdi Dahmani
SV Eintracht Hohkeppel: Lukas van Ingen, Arlind Mimini (86. Mounir Bouziane), Michael Gardawski, Arthur Ekallé, Aldin Dervisevic, Cenk Durgun, Vladislav Fadeev (59. Ömer Tokac), Ayman Aourir (59. Batuhan Özden), Frederic Baum, Philipp Lambert (46. Mike Owusu), Enzo Wirtz - Trainer: Amir-Ali Mostowfi - Trainer: Hakan Demir - Trainer: Iraklis Metaxas
Schiedsrichter: Lukas Koch (Hückelhoven) - Zuschauer: 867
Tore: 1:0 Stipe Batarilo (37.)